Kann KI empathisch sein? David Matusiewicz über Gesundheit, Arbeit und Zukunft I MMC Ep. 004
Shownotes
Kann KI empathisch sein? Und was passiert, wenn sie in Zukunft nicht nur unsere Arbeit erleichtert, sondern auch zur ersten Anlaufstelle für Gesundheitsfragen wird?
In dieser Folge des Monday Morning Club spricht Jan Kempinski mit Prof. Dr. David Matusiewicz über die Chancen und Grenzen von Künstlicher Intelligenz im Gesundheitswesen und darüber, wie Technologie unsere Arbeit, unsere Gesundheit und möglicherweise sogar unseren Alltag verändern wird.
David beschreibt, warum wir mit KI schon heute ein Stück weit den „Arzt in der Hosentasche“ haben, weshalb digitale Angebote bestehende Versorgung nicht zwingend ersetzen müssen und warum Convenience beim Zugang zu Gesundheit eine immer größere Rolle spielt.
Doch das Gespräch geht weit über Digital Health hinaus:
- Wie verändert KI unsere Arbeitswelt?
- Was passiert mit der Zeit, die durch Automatisierung frei wird?
- Brauchen wir in Zukunft vielleicht weniger Fachwissen, dafür aber mehr kritisches Denken, Neugier und Problemlösungskompetenz?
- Welche Verantwortung tragen Unternehmen für die Gesundheit und Entwicklung ihrer Mitarbeitenden?
Dabei entsteht auch eine optimistische Perspektive auf die Zukunft der Arbeit:
„Vielleicht wird’s auch andersrum: weniger arbeiten, mehr Sinn.“
Eine Folge über KI, Gesundheit, Bildung und die Frage, wie wir technologische Entwicklung so nutzen können, dass am Ende nicht nur Prozesse effizienter werden – sondern auch Menschen profitieren.
Transkript anzeigen
00:00:00: Kann KI empfattet sein?
00:00:02: Eine Maschine kann Empathie und Emotionen gut simulieren.
00:00:05: Also da ist man sich heute einig, Convenience siegt also Einfachheit Schnelligkeit Zugang.
00:00:11: Wir können glaube ich schon so bisschen den Arzt nach Hosentasche haben wir es weniger arbeiten damit hast du weniger Wertschätzung weniger Sinn im Leben.
00:00:18: vielleicht wird's auch anders Weniger arbeiten mehr sind
00:00:20: wenn Du die.
00:00:21: Wenn Du einen Tipp geben
00:00:22: würdest Du welchen KI-Tipp
00:00:23: würdest Dich neu gegebenen Die KI zu
00:00:24: fragen
00:00:25: was man machen will?
00:00:41: Herzlich willkommen im Monday Morning Club.
00:00:43: Ich bin Jan und freue mich heute besonders um den heutigen Gast vorstellen zu dürfen, denn ich habe ihn letztens in Bochum auf dem Rost damit gesehen als er eine Keynote über die Datenplattform Mensch geeignet hat, die mich sehr begeistert hat.
00:00:54: aber nicht nur das.
00:00:55: Er ist der in seiner Rolle als Dekan der vom Hochschule der jüngste Dekant.
00:01:01: Ich vermute gewesen in Deutschland leitet das Forschungsinstitut EFGS, ist selbst Unternehmer, sitzt in mehreren Aufsichtsräten E-Center of Innovation, Business Development and Entrepreneurship.
00:01:13: Außerdem gehört das zu den führenden Stimmen im Bereich Digital Health.
00:01:17: und weil sein Tag scheinbar sechsunddreißig Stunden hat.
00:01:19: Schreibt auch noch Bücher unter anderem das Buch Künstliche Empathie wenn Maschinen Gefühle zeigen.
00:01:24: Herzlich willkommen Dr.
00:01:25: David Matusiewicz.
00:01:26: Hallo.
00:01:27: Jetzt habe ich es falsch gesagt.
00:01:28: Nein richtig.
00:01:29: David kann KI Empathia sein?
00:01:33: Ja das ist eine Frage die mich beschäftigt hat, weil die Ärzte zum Beispiel andere Berufsgruppen gesagt hat KI kann viel, aber da was sie nie können wird ist empathisch sein emotional ähnliches und das war der Anfangspunkt diese Ausrede die ich immer wieder gehört habe mehrere Jahre damit zu beschäftigen ob das so sein kann.
00:01:52: Und dazu haben wir ein Buch gemacht und tatsächlich ist es so wenn uns das längere Zeit angeschaut über Filmindustrie Buchindustrie und eine Maschine kann Empathie und Emotionen gut simulieren.
00:02:04: Also da ist man sich heute einig, ob das echte Emotion, echte Gefühle sind.
00:02:09: Ob die Maschine einen Ich hat... ...ist die andere Frage?
00:02:13: Das kann man glaube ich nicht beantworten aber sie kann das sehr gut vorgaukeln!
00:02:17: Die Frage ist natürlich dann auch muss es echt sein um zu funktionieren?
00:02:22: also wenn ich jetzt zurückdenke vor drei Jahren als so das Thema KI wirklich für alle relevant geworden ist haben wir uns natürlich auch die Frage gestellt wie funktioniert KI in der Therapie und in der Beratung?
00:02:32: und dann habe ich den Freundeskreis gefragt Also ich brauche schon Menschen.
00:02:37: Und in einer von kürzester Zeit hat sich das Sack krass geändert, wir wissen ja jetzt heute auch dass Therapie Platz eins der Nutzung von KI ist.
00:02:43: also es hat sich scheinbar deutlich geändert und die Frage ist natürlich muss diese Empathie echt sein oder reicht das simuliert zu sein?
00:02:51: Ja es gibt mittlerweile so ein Begriff aus den Englischen als AI Syncompathy Das heißt so viel wie AI Schleimerei.
00:02:59: Es gibt eine Anekdote von Chatchi Bt Valentinstag letztes Jahr dass sie, weil Valentinstag haben einige Höhenflüge an Gefühlen sind, frisch verliebt und so weiter.
00:03:09: Und andere wiederum die haben ein Liebeskummer.
00:03:11: Die Lumbes-Liebeskimmer haben dann mit KI zu tun hatten, ging es teilweise im Thema Selbstmord, Suizid.
00:03:18: Und die KI in ihrer schleimerischen Art hat dann teilweise Antworten geben ja mach doch was ihr verdient oder was auch immer.
00:03:24: Da hat angeblich Open AI gesagt, die KI darf nicht zu sehr bejahend sein und zu sehr sozusagen mir nach... gaukeln, sondern muss auch klare Schnitte setzen.
00:03:34: Also wenn man so will die KI ein bisschen unempatischer gedreht und unemotionaler und sachlicher und direktiver um da die Menschen zu schützen.
00:03:43: also das zeigt sich wie so einen Schieberegler dass die KI die will natürlich viele Daten von uns.
00:03:48: also je netter sie ist, je mehr sie uns Dinge sagt die wir gut finden desto mehr Daten bekommt sie.
00:03:54: weil wenn die KI jetzt sagen würde du siehst heute schlecht aus hast bist so unfreundlich liefert uns Antworten, die uns nicht gut tun würden wir KI wahrscheinlich weniger nutzen.
00:04:04: Und ich glaube da ist ein spannendes Spannungsfeld und vielleicht ist es das auch was die digitale Transformation hier ausmacht dass wir mit der Technologie älter werden und die Technologie auch älters wird und letztlich eben so einen Austarier, so einen Try and Error da ist.
00:04:19: und jetzt gerade sind es uns nicht klar wie... Wie gut ist es, wenn eine KI zu nett ist oder wie gut ist das?
00:04:25: Wenn die KI emotional ist.
00:04:27: Macht das Sinn macht das keinen Sinn und das Feld hat sehr viele Dimensionen.
00:04:31: also eine Dimension ist ältere Menschen Einsamkeit in unserem Buch geht zum Sexroboter behinderte Menschen oder Menschen die ihre Sexualität anders ausleben müssen als Second-Best-Lösung.
00:04:43: Und da in diesen Feldern kann man schon darüber diskutieren wie sehr sinnvoll das ist.
00:04:48: aber es gibt sicherlich gute Anwendungsfelder.
00:04:51: Ja, ich finde das total spannend weil natürlich gerade bei Menschen mit Behinderung ist dieses Thema Assistenz vielleicht total wichtig.
00:04:57: Vielleicht leben Leute auch in einem Teil der Welt oder einen Teil von Deutschland, der nicht so gut angebunden ist in der Infrastruktur und so weiter sofort.
00:05:05: gleichzeitig stellt man sich ja dann noch die Frage beim Thema Einsamkeit zum Beispiel.
00:05:11: Das kann wir auf Arbeit übertragen.
00:05:12: Die Leute sitzen zu Hause sprechen mit der KI bekommen eine Art parasozialer Beziehungen sind dann nicht mehr einsam, weil sie mit einer künstlichen Intelligenz sprechen.
00:05:24: Aber bekämpft das wirklich auf Dauer Einsamkeit?
00:05:28: Es gibt ja so einen schönen Film Her.
00:05:31: Da verliebt sich ein Reporter in so einem Operating System und das ist ja wie so ein Live-Coach letztlich, mit dem man ja interagieren kann.
00:05:38: Ob Psychologischer Sicht sicherlich in beiden Seiten diskutieren ob das sinnvoll ist oder nicht aber ich sage mal so jetzt ohne auf eine wissenschaftliche Ebene zu gehen macht es... Menschen zufriedener oder kann es eben Defizite ausräumen.
00:05:51: Ich glaube auch bis zum gewissen Punkt schon, also als ich noch Schüler war und so fängt er unser Buch an gab's das Tamagotchi.
00:05:57: Das Tamagotschi ist jetzt vierzig Jahre alt geworden Und da hat man auch eine Beziehung zu einem Küken hergestellt und als Schüler hatte man Spaß und virtuelles Haus die zu haben Mit der Trauer nach hinten raus wenn man sich nicht drum gekümmert hat weil dann war das Tamagochi nämlich tot.
00:06:11: Also wenn es wirklich im Tamagotchi gestorben ist war das ganze Hardware kaputt Und das ist dann sozusagen schon interessant.
00:06:19: Da würden einige sagen, es ist ein Gefahr damals schon gewesen bis heute.
00:06:23: Es ist auch gefahr weil man vielleicht auch die Realität verliert, weil man sich da nur noch flüchtet in eine virtuelle Realität Die sich besser anfühlt wo ich mir das so gestalte wie ich das gerne hätte und für andere ist es vielleicht einen Teil der Lösung wenn wir ältere denken an Menschen mit jeglicher Art von Defiziten oder bis hin zu natürlich Erkrankungen die dazu führen dass man ... auf diese Art und Weise besser kommunizieren kann, als in der echten Welt,... ... wo eben dieser Krankung eine Hürde darstellt.
00:06:52: Zum Beispiel wenn jemand stottert.
00:06:54: Ich glaube... ... vielleicht ist es dann für die Person mit Chatchapiti sich auszutauschen,... ... erstmal angenehme oder an Stottern zu arbeiten.
00:07:01: Und ich kenne sogar... ... Studenten,... ... die Apps entwickeln, zum Beispiel hatte ich mal eine Studentin, die entwickelt eine App,... ... sie hat das Asperger-Syndrom.
00:07:09: ... will mit dieser App sozusagen das Menschen, sie besser verstehen.
00:07:17: Und andersherum dass Sie besser Menschen lesen kann.
00:07:19: also nutzt die Technologie als Brücke zwischen den Menschen und... ...das ist natürlich erstmal so ein bisschen komisch an aber sind auch Anwendungsfelder.
00:07:28: Total also das kann man sich auch gut vorstellen auch diese ersten Versuche von Live-Übersetzung zum Beispiel um Leute in verschiedenen Sprachen dann zu verständigen.
00:07:36: Das ist total glaube ich auch total wertvoll.
00:07:41: Was aber natürlich total spannend ist, die Frage.
00:07:43: Und dies glaube ich weniger eine Frage der Machbarkeit als eine Frage des Wollen wir das überhaupt?
00:07:48: Gerade im Ministerium Sektor.
00:07:49: Wir sehen gerade, dass grundsätzlich das System stellt unter extremen Druck in den USA.
00:07:52: Da kann es auch andere Gründe sein warum KIS Therapie genutzt wird weil einfach Therapie sonst nicht zugänglich ist.
00:07:59: Aber wir lösen da ja quasi ein Problem.
00:08:01: ... wo wir sagen, wir haben nicht genug Menschen in Anführungsstrichen oder... ...nicht genug Finanzierung dafür das Menschen das machen,... ...um eigentlich in die Situation reinzugehen, wo ein Mensch einem anderen Mensch helfen könnte.
00:08:12: Und dann sagen wir, die Lösung ist eigentlich,... ...dass wir das technisch lösen und dass es vielleicht eine ethische Frage,... ...aber mich würde interessieren wie dein Blick darauf ist ob es da Grenzen gibt, gibt es Sachen,... ...wo wir sagen soll oder deiner Meinung auch sagen sollten,... ...da ist uns die Grenze erreicht, das wollen wir eigentlich nicht automatisieren?
00:08:29: Ja!
00:08:29: Wir leigen oft dazu, dass wir die... digitale Welt und die Gefahren mit einer idealen Realität vergleichen.
00:08:36: Und das ist ja nicht so, also heute zum Beispiel im Kinder- und Jugendpsychologiebereich wartet man ein Jahr auf einen Therapeutenplatz.
00:08:42: Das ist der Benchmark.
00:08:44: Und dann kann man sich die Frage stellen, ist es besser mit einer Second-Best-Technologie sofort anzufangen?
00:08:50: Die nicht so gut ist wie der Therapeut oder die Therapeutin, die nicht so dieses Zwischenmenschliche hat was auch eine therapeutische Wirkung hat.
00:08:56: Aber sie ist sofort zugänglich!
00:08:58: Oder ein Jahr zu warten mit einem Vakuum und dann einen Trappliplattform?
00:09:03: Ich glaube es kommt wie immer auf den Kontext an.
00:09:05: Es gibt sicherlich auch Themen ganz gut mit Reinkai zu lösen sind.
00:09:11: Also ich mache mal ein Beispiel aus eigener Erfahrung, ich hatte mal Schlafprobleme vor ein paar Jahren und da war ich beim Haushalt so ganz klassisch und dann wollte er mir irgendein OP irgendwas verschreiben nach dem Motto nimm das, super was macht das ja?
00:09:24: Das nokt dich aus!
00:09:25: Da waren die Worte du schläfst dann wie ein Baby, nimmst der Ding wie hier Wasser hinterher und schläft und bist weg.
00:09:31: also Schlaf-Problem gelöst.
00:09:34: Wie lange muss ich das nehmen?
00:09:35: Meere Wochen.
00:09:37: Dann kann ich zwar mehrere Wochen schlafen, aber was ist danach?
00:09:39: Bin ich dann tabletten süchtig.
00:09:40: Könnte passieren!
00:09:41: Das war das Gespräch so ganz nüchtern kühl Ja toll.
00:09:44: und dann habe Ich selber wie macht google und So weiter hat mir selber eine digga gefunden in digitale gesundheitsanwendungen zum thema schlaftherapie Und hab das gemacht.
00:09:54: und dass war so eine art verhaltenstherapies per smartphone auf Kassenrezept.
00:10:00: das heißt ich kam dann Vieles, was ich schon wusste.
00:10:02: Kein Smartphone vom Schlafen.
00:10:04: Was ich mal mache?
00:10:05: Nicht essen vom Schlaf.
00:10:07: Also alles falsch gemacht.
00:10:08: Zu warm zu kalt und so weiter.
00:10:09: Man hat das, was man mit einem ... wahrscheinlich mit so einem Therapeuten bespricht, dass in Stelldurchlauf oder einer eigenen Geschwindigkeit war und kurz um.
00:10:17: es hat mir geholfen.
00:10:18: Das heißt, in meinem Problem habe ich mit einer App gelöst statt Pille, statt Therapeut.
00:10:25: Das ist für mich eine gute Lösung.
00:10:28: Für andere ist das vielleicht keine Lösung.
00:10:30: oder es gibt Themen, wo die Probleme so tief sitzen dass man das vielleicht doch mit einem Menschen wegen der menschlichen Beziehung austauschen muss.
00:10:38: Ich habe selber mal eine Studie gemacht in Apotheken Die hieß Wirkstoffapotheker, wo wir untersucht haben Der Apotheker nicht die Pille wie die wirkt Sondern wie der Apothekar mit seinem weißen Kittel wirkt Verhaltensökonomisch.
00:10:50: Wenn er sagt macht das so schreibt er das auf.
00:10:53: Hier hast du noch was als Merkzettel und eben diese motivatorischen Sätze.
00:10:59: Und hatten dann statistisch gesehen, dass der Apotheker, der sich sozusagen, ich habe es ab Beratung plus genannt also der mehr gibt, wo die, waren die Therapie Abbruchraten siebenfach geringer als da wurde apotheker ja nimmer so ganz klassisch gemacht hat.
00:11:14: Ich glaube das hat dieses Fischenmenschliche auch eine Wirkung an sich.
00:11:17: Da gibt's nur Zebo-Platzzeboeffekte usw.
00:11:20: Aber wie gesagt wir leben nicht in einer idealen Welt, wo wir unendlich Therapeuten, unendlichen Ärzte Apotheker um uns herum haben, die uns unendlich lange beraten können.
00:11:29: Meine These ist da wo wir nichts haben kann Technologie diese Brücke füllen und eine Teilmenge auch raushalten aus dem teureren Gesundheitssystem.
00:11:40: Und die die wirklich brauchen oder wo der nie ganz groß ist Die haben dann auch schnellere Termine weil der Rest Leute wie ich die dann das was sie eh schon wissen so ein bisschen per App lösen können die daraus gehalten werden.
00:11:51: Deshalb ist immer die Antwort kontextabhängig
00:11:54: also es quasi Wenn ich das jetzt richtig verstehe, deinen Tag eher zu sagen.
00:11:59: Das eine ersetzt nicht als andere.
00:12:00: also wir sagen jetzt bleiben wir beim Beispiel Therapie... Wir sagen nicht es gibt dann keine Therapie mehr weil es gibt nur noch KI.
00:12:06: und in Edge Case es gibts da ne Therapie.
00:12:08: aber sondern du sagst eigentlich man muss jeden Fall einzumewerten.
00:12:11: und bei manchen ist es einfach sinnvoll leer oder sinnvoll das überall keine KI zu lösen und bei Manch'n ist es trotzdem sinnvoll den Menschen zu nutzen.
00:12:18: Genau und da kann man überlegen was was.
00:12:20: Es sind die Anwängungsfelder.
00:12:22: Einmal kann man sich Indikationen anschauen, bei welcher Krankheit das mehr und weniger ist.
00:12:27: Gibt es eine Erkrankung, wo das gar nicht sinnvoll ist?
00:12:29: Weil die Leute sich eher in so eine Abwärtsspirale bewegen.
00:12:31: Denken wir an Social Media mit Depressionen oder psychischen Erkranken, die sich auf Social Media hochschaukeln.
00:12:38: Das gibt ja auf YouTube Trends, dass der, der den krassesten Suizidversuch hat, mehr Clicks bekommt.
00:12:43: So eine Belohnung auf eine Art und Weise, die keinen Sinn macht.
00:12:48: Und da gibts wiederum Felder, wo ich sage ... Das sollte man versuchen, vielleicht sogar als Einstieg.
00:12:52: Dass man sozusagen digital vor Pille... ... stationär oder so, dass man erst digital die Leute abholt.
00:13:01: Die, die da schon ihre Problemlösung haben... ...die sind rausortiert und dann geht es weiter im System.
00:13:06: Und die digitale Variante ist wahrscheinlich immer die günstigste,... ...die schnellste... ...und für den Kunden-Patienten die am Conveniensten ist.
00:13:13: Weil das kann ich zu Hause machen jederzeit.
00:13:15: Deshalb muss ich mir angucken einmal sozusagen nach welchen Indikationsortieren... ...dann vielleicht auch Zielgruppen nicht nur alter oder geschlecht,... ...sondern vielleicht auch psychographisch eher.
00:13:24: Es gibt einfach Menschen, die können... viel besser vielleicht auch mit dem Thema umgehen, wenn sie alleine sind per Smartphone andere wiederum gar nicht.
00:13:33: Und deshalb ist das wie so ein Würfel zu sehen und ich hab ja in der Dermatologie promoviert und da kann ich schon sagen viele der App Hersteller und Start-ups sich so kennen die diesen Bereich unterwegs sind in der Nische Geschlechtskrankheiten dass dort meistens nicht der Arztkonzakt oder Mensch der erste Anlaufstelle ist weil man lieber ... im Digital in alleine sich damit kümmert und dann den Lotzen zum Arzt oder noch besser ein Problem vielleicht löst, dass das Rezept heimlich kommt... ...und man das einlöst und sich das erspart.
00:14:05: Und gerade Männer die gar nicht zum Arz gehen würden ist vielleicht doch die digitale Variante an der Stelle mit Fotos, mit all möglichen Dingen, die es ja heute alles machbar ist auch eine sehr gute Möglichkeit um einen Großteil der Themen damit zu lösen.
00:14:19: Also es ist nicht immer der Mensch die beste Variante, sondern manchmal für einige auch die digitale Anlaufstelle.
00:14:26: Die primär Beste.
00:14:27: und dann gibt's ja immer noch natürlich die Möglichkeit sich vor allem Menschen zu setzen.
00:14:32: Ja was mir dabei auch einfällt das gibt natürlich auch ganz viele andere Personengruppen.
00:14:35: also es gibt wahnsinnig viele Berichte über Leute, die Diskriminierungserfahrung bei in Praxen etwas haben für dies vielleicht auch ein einfacheres halt dann solche Sachen zu nutzen.
00:14:43: Ich glaube du hast das wenn wir gerade einen bei ich glaube bei der Keynote gesagt Die beste Altersversicherung ist, eine Arzt in der Familie zu haben.
00:14:52: Das ist irgendwie ein bisschen hängen geblieben bei mir.
00:14:54: Würdest du sagen dass KI die Möglichkeit hat das zu verändern?
00:14:58: Ja also genau ich würde das noch ein bisschen weiterfassen.
00:15:00: Die beste Krankenversicherung muss für mich einen Arzt als WhatsApp Kontakt zu haben ob das ein Familienmitglied ist oder befreundet oder wie auch immer... ...das ist zweitrangig!
00:15:09: Also den direkten Draht zu einem Also wie ein Freund oder Familie auch, der einem nah dran ist.
00:15:14: Der wirklich sagt was los ist und vor allem schnell antwortet!
00:15:18: Das ist schon riesiger Asset.
00:15:20: Und da kann natürlich KI ein Stück weit... Ja wir können glaube ich schon so bisschen in Arzne nach Hosentasche jeder haben weil das ist ja schon ein Privileg dass es ja in jedem Netzwerk genauso ne?
00:15:30: Der einen hat mehr Freunde die Rechtsanwälte sind, Ärzte usw.. ... aber ich habe ja achtzig Fachgebiete in der Medizin.
00:15:36: Das heißt, ich muss einen Kratiologen kennen,... ... ein Neurologen... ...ein Pediatra und Dermatologen usw.
00:15:42: Und das ist ein ziemlich großes Freundes-Netzwerk so.
00:15:44: Das hat natürlich nicht jeder!
00:15:46: Dann muss es auch noch eine gute Ärzte sein.
00:15:49: Deswegen glaube ich schon, dass wir heute den Zugang haben... ...und zum Beispiel über AI Overview... ...hab' ich ganz normal bei Google... ...tippe ich irgendwas ein, da kommt oben so ein Fensterchen... ...dann kriege ich schon echt gute Antworten.
00:16:00: Es gibt in Zukunft immer mehr... Entscheidungsunterstützungssysteme, sowas wie damals aus Berlin.
00:16:06: Ada Health war eine der ersten Apps die eine Art Diagnose Checker waren.
00:16:11: Davon gibt es ja immer mehr und deshalb hat glaube ich jeder Zugang zu dem Wissen und Zugang zum guten ärztlichem Wissen kann vielleicht auch da den direkten Kontakt jetzt nicht hundert Prozent ersetzen, aber eine gute Einschätzung und vielleicht auch ne schnelle Art Suche werde ich... also mich würde immer als Patient interessieren wer ist denn für mein Problem der beste Arzt oder die beste Fachgruppe.
00:16:35: Wo soll ich hin?
00:16:36: Und da glaube ich kann die KI uns gut durchleiten dass du mit diesen Symptomen das ist ja wie so ein Ursache Wirkung.
00:16:42: Die Symptome führen zu dir in der Erkrankung und in denen Erkranken sind die und die besten Ärzte.
00:16:49: Soll ich dir ein Termin buchen?
00:16:50: Und diese Kette, da hilft KI ungemein.
00:16:54: Weil heute ist ja so... Ich irre eher durchs System.
00:16:57: Teilweise gehe ich zum Hausarzt wenn ich in seltene Erkrankungen weiß gar nicht was ich habe dann gehe ich zu dem nächsten Arzt und das dauert teilweise drei bis fünf Jahre bis die Leute ihre richtige Diagnose bekommen.
00:17:08: Dann geht es weiter mit welche Therapien gibt es usw.
00:17:10: Also aus meiner Sicht ist das Gesundheitswesen heute viel Zufall schicksal Glück!
00:17:16: Ob ich jetzt einen Montag bei Meier behandelt werde in der gleichen Klinik wie Müller am Dienstag, kann was völlig anderes rauskommen.
00:17:23: Und durch KI habe ich mehr... Ich hab das ganze Wissen und auf meinen Fall bezogen und hab eine schnelle Lösung die auch sozusagen auf großen Datenmengen basiert und das hilft mir diesen Dschungelgesundheitswesen schneller besser durchzukommen.
00:17:36: Wieder gute Freund als WhatsApp-Kontakt!
00:17:39: Also wenn man darüber nachdenkt Großstädtischen Gebiet ist es so.
00:17:43: Ich weiß auch, dass das in kleineren Städten das gleiche Problem ist.
00:17:46: also wenn ich zum Beispiel zu einem Hautarzt oder Hautärztin möchte warte ich sechs Monate auf dem Termin Minimum und dann rieche mir nicht mal aus bei wem ich bin.
00:17:54: Also ich glaube jeder der das kennt denkt so ja wenn das schneller und einfacher geht wäre mega gut.
00:18:01: und gleichzeitig was wir zb auch sehen bei uns.
00:18:03: Wir haben letztes Jahr sehr punktuell Klientinnen bei uns gefragt nutzt ihr schon KI im Zusammenhang mit unserer Beratung.
00:18:10: Also irgendwie, ne?
00:18:11: Da geht es um Gesundheit, mentale Gesundheit das große Spektrum und von einem Jahr haben schon zwanzig Prozent gesagt dass sie's machen.
00:18:18: seitdem steigen die Zahlen und da sieht man aber halt auch wie diese ganzen Sachen aeinandergreifen weil da reichen die Suchern Fragen.
00:18:24: ich glaube top eins war Stress als ein Arbeitsthema Top zwei waren psychische Belastungen Depressionen ADHS und dann fingst dann immer fachliche Fragen über Gesundheit.
00:18:34: also diese ganzen Bereiche sind total verzahnt Und man merkt halt auch, sowohl die Positivseiten in einem Gesundheitssystem.
00:18:42: Aber wir merken ja auch, dass sich so die Unternehmenswelt verändert und jetzt bist du selber auch unter anderem Unternehmer.
00:18:48: Wie nimmst Du die Veränderung gerade wahr?
00:18:50: Wo siehst Du auch Potenziale?
00:18:53: Es gibt von der Bitkom zum Beispiel sehr größte Digitalverband Deutschlands Studien... ...und da kommen aus drei Viertel der Menschen Nutzen mittlerweile irgendwie Gesundheit im Smartphone.
00:19:02: Vieles natürlich im Bereich Fitness, Tracking ... abnehmen.
00:19:05: und aber die kümmern sich irgendwie um ihr Leben, Gesundheit mit Smartphone.
00:19:10: Das fängt an mit der Terminbuchung an das geht über verschiedenste Apps die es da gibt.
00:19:15: also ich glaube das ist völlig klar dass das weiter wächst genau wie für Social Media teilweise auch für einige beängstigend.
00:19:22: dabei sind einfach so Thema Medfluencer gerade natürlich viel darüber diskutiert.
00:19:27: Die Leute holen sich da die Informationen wo sie am schnellsten sind Wo sie eh sind und haben dann teilweise eben dadurch, dass wir in anderen Bereichen lange warten.
00:19:35: Einfach Vertrauen zu Portalen-Apps oder Medfluencer im Social Media Bereich statt zu ihrem Haushaltswahl oder zum Facharzt noch schlimmer.
00:19:46: Da warten sie einfach noch länger.
00:19:48: Und deswegen... ... haben wir da schon ein Paradigmenwechsel, was die Information das Vertrauen an diese Information da ist.
00:19:56: Und von daher glaube ich, wir kommen da sowieso in diesem Bereich dass irgendwann der erste Anlaufstelle eine digitale Anlauf-Stelle ist.
00:20:02: und jetzt gibt es noch ein bisschen einen Kampf um wer ist dieser Anlauf Stelle?
00:20:08: Sind sie Ärzte nach wie vor?
00:20:09: sind sie Apotheken?
00:20:11: Sind's irgendwelche Startups?
00:20:13: Sind Sie Big Tech Giganten da draußen?
00:20:18: Oft ist ja so Convenience siegt.
00:20:20: Einfachheit, Schnelligkeit, Zugang.
00:20:23: und nach heutigen transparenten Welt habe ich da auch gute Möglichkeiten wie ich mich zum Beispiel hochprommte dass wenn einer bei Google irgendwas eingibt das ich ziemlich weit oben bin Und das sind schon Entwicklungen die völlig neu sind für alle und dann wissen wir nicht wer das Rennen machen wird.
00:20:37: aber wir sehen aus anderen Bereichen wie überlegen wir mal wie wir damals die Reise gebucht haben Reisebüro usw.
00:20:43: Wie wir heute einkaufen Buchen und ähnliches.
00:20:49: Und wie soll das im Gesunheitswesen anders sein?
00:20:51: Diese Einfachheit, Geschwindigkeit und dass das Gesundheitswesen noch ein bisschen weiter hinterher.
00:20:55: aber da tut sich jetzt sehr vieles.
00:20:58: Wir haben natürlich eine Gesundheitspolitik gerade die es noch verschärfen wird.
00:21:01: wir haben ziemliches Kostcutting grade.
00:21:03: ich kenne jetzt schon Ärzte die sagen Ich arbeite jetzt schon pro Quartal zweihundert Patienten nicht umsonst, weil ich helfe dir, aber kostenlos.
00:21:11: Weil ihre Budgetgrenze erreicht wird und das wird sich ja noch mehr verschärfen in nächsten Monaten und Jahren.
00:21:17: Das heißt es muss Derivate geben, es muss auch andere Anlaufstellen geben die natürlich dadurch einen Höhenflug bekommen.
00:21:23: Ich sage mal so... Ich habe ja viele berufstätige Studenten mit den Sprecher über diese Themen und sie sagen mir auch bevor ich da jetzt Wie du gesagt hast, das war irgendwie sechs Monate auf dem DERMA-Termin.
00:21:32: Warte und Angst habe teilweise und so weiter.
00:21:34: Dann bezeichne ich von Anfang an zwanzig Euro für ein Startup.
00:21:37: Mache ein Foto von meinem Mutter mal schickst hin, kriege in den achtundvierzig Stunden eine Rückmeldung... ...und immer der Parkplatz vor der Parks kostet mir auch zehn Euro.
00:21:46: Also am Ende ist eine solche Willingness of Pay, eine Zahlungsbereitschaft heute glaube ich schon durchaus da wenn eine gute Lösung dahinter ist die ich sofort eben habe.
00:21:56: Also ich glaube, Convenience ist ein krasses Thema.
00:21:58: Ich glaube viele Leute sind auch sehr kritisch gegenüber KI-Nutzungen und so was.
00:22:02: aber ich glaube in dem Moment wo es das einfachste ist fangen Leute an zu nutzen.
00:22:07: Selbst wenn man in Google Ergebnisse reingehen möchte werden die meisten Leute den Overview wissen wir jetzt heute auch schon.
00:22:13: Die meisten Leute bleiben beim Overview hängen.
00:22:15: also Das stimmt ist schon großer Punkt.
00:22:18: Aber was sich da auch so ein bisschen rausführt ist ja theoretisch auch dass eine KI dafür sorgen könnte Dass meine Hausärztin ... eigentlich mehr Zeit für mich hätte, ... ... weil irgendwie gewisse Aufgaben nicht mehr darin stattfinden.
00:22:30: Gleichzeitig aber es ist ja auch so dass das Gesundheitssystem ... ... diese Zeit auch nicht entlohnen würde.
00:22:34: Also die Frage ist halt was ist dann so das Endbild davon?
00:22:39: Weil ich glaube nicht... ...dass das Gesundheitsystem jetzt sagt, ... ..."jetzt hast du ja Zeit für zwei Hunde mehr
00:22:42: Patienten.".
00:22:42: Die bezahlen wir dir halt
00:22:43: auch!
00:22:44: Ja und was sich jetzt gerade tut ein Bekannter vor mir,... ... der Chef als Kaliologie Uniklig Essen,... ... er hat neuen Startup-Grundes Getscheißers... sozusagen bereite ich mich mit KI, aber auch mit anderen Ärzten auf das Arztgespräch vor.
00:22:58: Das heißt, ich weiß seit sieben Monaten habe ich mal Arzt gespricht und ich hab nur sechs Minuten.
00:23:03: Man bereite sich mich akribisch darauf vor die richtigen Fragen zu stellen, mich sozusagen schon ein bisschen einzulesen dass ich diese sechs Minuten optimal nutzen kann.
00:23:12: also sieht man wie das System sich gerade verändert und dass solche Lösungen gebraucht werden zeigt ja auch dass das klassische Gesundheitssystem Defizite hat um sozusagen dass ich mir das außerhalb des normalen Systems nochmal anschauen muss, mich vorbereiten und nacharbeiten muss.
00:23:30: Und die Leute, wie gesagt, ab einem bisschen Leidensniveau ist ja die Zahlungsbereitschaft unendlich.
00:23:35: Ab einer bestimmten Diagnose... Ja wenn ich jetzt irgendwie schwerwiegende Diagnosen habe und nur noch Monate zu leben hab dann bin ich bereit alles ... zu bezahlen.
00:23:45: Ich bin bereit bei jeder Studie mitzumachen, die ich übrigens auch heute mit KI suche.
00:23:49: Das ist übrigens auch ein großes Thema,... ... dass in der Onkologie zum Beispiel KI genutzt wird... ... um Studien zu finden, um sich dann einzuschreiben in die Studie.
00:23:57: Weil so habe ich ja keine Übersicht.
00:23:58: Welche Studien laufen gerade?
00:23:59: In welcher Uni?
00:24:00: Und heute mit dem KI habe ich einen schnelleren Zugang vielleicht eine Übersich,... ... wo ich mich für eine Studie melden kann und ähnliches.
00:24:05: Deshalb am Ende, wenn man das so ein bisschen entmystifiziert, ist KI nichts anderes als Kommunikation!
00:24:11: Und sie hilft mir, eben schneller Informationen zu kommen.
00:24:14: Also Wissensmanagement und eben dieses Flut an Informationen die ich habe.
00:24:19: Ich meine gesundheitsultrakomplex Zu reduzieren und schnell Ergebnisse zu führen und AI Overview hat es so genannt.
00:24:27: Ich glaube das sind fünfzig Millionen weniger Website Besucher auf den Websites weil das vorher weggefiltert wird also bei Salando Amazon Wikipedia usw.
00:24:37: überall Minus zu fettes minus in millionen form zu sehen weil sie eben wie du sagst hängen bleiben in der overview.
00:24:44: warum?
00:24:45: Weil das reicht schon und wir soll ich dann auch rum klickern uns weiter.
00:24:49: Und dass wird ja vielen anderen bereichen ja auch so sein, die kunst ist natürlich dann sozusagen da mit reinzukommen um relevant zu bleiben
00:24:57: wobei man vielleicht zumindest abschließend kritisch ... sehen kann, dass natürlich dann der Gesundheitssektor immer weiter privatisiert wird.
00:25:04: Also wenn jetzt quasi meine Leberflick-Untersuchung ... ... mich zwanzig Euro kostet, muss ich auch diese zwanzige Euro haben.
00:25:11: Und dann habe ich noch das und dann möchte ich noch ein Diabetes-Check machen usw.
00:25:14: sofort... Das ist natürlich aktuell zumindest theoretisch ja nicht so vorgesehen.
00:25:19: ... mit deinem eigenen Einkommen, du dir auch Gesundheit leisten kannst.
00:25:24: Wobei das natürlich praktisch jetzt auch schon so teilweise ist.
00:25:27: ne?
00:25:27: Genau wir haben ja in Deutschland ein solidarisches System, soziale Sozialversicherungen... ...das bedeutet Staat gibt Regeln vor und Arbeitnehmerarbeitgeber zahlen rein usw.
00:25:37: Und noch hat er Anspruch auf Leistung.
00:25:38: Aber dieser Anspruch wenn man es so weiterredet, rein linear werden wir einen Beitragsatz von zwanzig Prozent bekommen irgendwann.
00:25:46: Und dann muss sowieso überlegt werden, welche Leistung rausfallen.
00:25:50: Im Bereich Zahnmedizin hat man das ja schon gemacht und da wird es immer mehr Leistungen geben die dann nicht mehr mit reinfahren weil sie nicht mehr finanzierbar ist.
00:25:57: und so kommen wir automatisch in einen Bereich wo man selber mehr entweder zuzahlen muss eine hundert prozent Zuzahlung ist ja wegfall der leistung und dann zahle ich es eben privat.
00:26:06: Und Es gibt so ein zweiten bereich dass ich sage es gibt Ich sag jetzt mal den AOK Rollstuhl Schaufenster des Hilfsmittelsunternehmens und dem mit Carbon So dieser Klassiker, dass ich sage es gibt Basisleistungen die weiterhin bezahlt werden aber wenn du was Gutes haben willst muss das halt out of pocket bezahlen.
00:26:24: Was ja auch bis zum gewissen Punkt okay ist weil wenn die Basile Leistung erreicht dann ist es ok.
00:26:31: Ich kann nicht jenen mit dem besten Hilfsmittel oder sonst was.
00:26:36: Noch haben wir den Luxus in Deutschland, dass keiner irgendwie befürchten muss, das er wie in den USA sich irgendwas nicht leisten kann.
00:26:42: In den USA haben wir so Arztgespräche wie hier.
00:26:45: ein OP kostet dreißigtausend Dollar, willst du ja oder nein?
00:26:48: Also solche Gesprächen hat man da ja und vielleicht noch kriege ich eine Rabatt oder mein Sohn will studieren
00:26:53: usw.,
00:26:54: kann ich das auf Raten bezahlen.
00:26:56: also solche Diskussionen haben wir in Deutschland bislang zum Glück nicht.
00:26:59: Aber wir sind auf dem besten Weg, wenn wir so weitermachen.
00:27:01: Dass das einfach nicht mehr finanzierbar bleibt und dann ohnehin andere Lösungen da.
00:27:05: Und dann würde ich eher sagen dass wir das System so hinbekommen... ...dass wir wie ein Trichter und die vorn im Trichta sozusagen digital und günstiger versorgen um die relevanten später dafür noch Geld überhaupt zu haben.
00:27:20: Ich überlege gerade weil wir sehen aktuell in der In unserer Branche steht das viel Unternehmen unter dem aktuellen Umsatzdruck.
00:27:31: Also wir sehen ja überall sinkende Gewinne und das führt dazu, dass viele Unternehmen auch ihr Gesundheitsprogramm für Mitarbeiter reduzieren und runterfahren.
00:27:40: also das was früher irgendwie in einem Arbeitnehmermarkt irgendwie wichtig war, dass Leute diese Angebote haben damit sich Leute bewerben wird jetzt zurückgefahren.
00:27:50: Was natürlich auf eine gewisse Art auch ein Teil des Gesundheitssystems entlastet kann.
00:27:55: wie siehst du denn die Rolle von Arbeit ... gebenden in der Zukunft.
00:27:59: Also ich habe mehrere Bücher publiziert zum Thema ... ... Arbeit für Null, digitales BGM ... ... im Bereich Corporate Health Management... ... das ist ja genau das Stichwort.
00:28:09: also ich glaube schon dass das Leben besteht ja irgendwie aus zumindest ein Drittel Schlaf, ein Drittel Arbeiten und ein Drittle im Privatleben.
00:28:16: Also ist der Arbeitgeber ungefähr einen Drittel Anteil an meiner Gesundheit weil ich mich dort eben bewege und bin da dran.
00:28:22: Ich sehe es natürlich die Arbeitsmedizin könnte viel mehr Weil der Arbeitsmediziner kann vielleicht in Zukunft mehr impfen, mehr aufklären und dass ich eben sehr schnell Hilfe bekomme.
00:28:33: Und wenn wir ehrlich sind ist das Interesse des Arbeitgebers die Leistungsfähigkeit des Mitarbeiters nicht die Gesundheit des Mitarbeiter.
00:28:42: Also der Arbeitgeber will... Das war übrigens der Ursprung der Betriebskrankenkassen damals.
00:28:46: Das war über drehundert Jahren.
00:28:48: Die wollten, dass Leute schnell sozusagen wieder.
00:28:53: Die erste Betriebskrankkasse war so eine Blaualgenfabrik, wo irgendwelche Farbe hergestellt wurde im Sachsen.
00:28:59: Und da haben die Gulden gesammelt, die Mitarbeiter und die Arbeitgeber zusammengeschmissen, wenn einer irgendwie einen Lungenkrankheit hatte damit er schnell wieder gesund zu sein, damit er schneller arbeiten kann.
00:29:08: So fing das an und damals war die Idee dass der Betrieb je nach Aufgabe natürlich weiß was die Mitarbeiter brauchen.
00:29:15: Einer hat Betrieb ist Rückenthema, bei dem eine sehr psychische Erkrankung und so weiter.
00:29:21: Und ist nah dran.
00:29:22: Deshalb ist dieser Eins-zu-Einsbezug im Sinne von Betriebskrankenkasse zu Mitarbeitern schon gut weil eben die Bedürfnisse ganz gut klar sind.
00:29:32: also ich finde schon die Arbeitgeber hat ne besondere Rolle sowohl psychisch als auch physisch.
00:29:37: aber wenn man ehrlich ist das ganze Budget, was Richtung Prävention geht der Krankenkasten.
00:29:42: Die Krankenkassen geben ja oder müssen ja so viel Geld ausschütten für Präension wird nicht ausgeschöpft weil das auch mit Administrationsaufwand verbunden ist und so weiter und vielleicht auch mit einer Investition.
00:29:54: ich muss heute in den Arbeitnehmer investieren und drei Jahre später habe ich einen positiven Effekt.
00:29:59: nach heutigen Zeit wurde Arbeitnehmer vielleicht dreimal den Jobwechsel.
00:30:02: zwischendurch verpufft der Effekt und von daher glaube Also irgendwie, ich weiß nicht warum diese Rakete BGM nicht abhebt.
00:30:11: Aber ich bin da seit zwanzig Jahren, dreißig Jahre nicht mehr auf Kongressen und ob Zukunft Personal oder irgendwelche anderen Corporate Healths-Dinger also richtig passiert dann nicht so viel.
00:30:22: Alle wissen das alle sagen, finden wir wichtig, richtig gut.
00:30:26: aber es gibt zwar gute Startups in dem Bereich aber sind eher Inselösungen, was auch richtig flächendeckend ist, habe ich das Gefühl... ist es doch schwieriger als man denkt.
00:30:36: Vielleicht auch vor dieser Trennung, dass der Arbeitgeber sich nicht zu viel ins Privatleben des Mitarbeiters einmischen soll?
00:30:43: Das haben wir ja bei der Online-Krankschreibung das Thema oder generell Arbeitnehmerrechte und... Da ist so'n Störgefühl.
00:30:53: Der Arbeitnehmer denkt er mischt sich zu sehr ein.
00:30:55: Gibt tolle Konzepte sowas wie Carrying Company.
00:30:58: Dass der Arbeitegeber sich wirklich kümmert bis hin zu privaten Problemen des Arbeitnehmers.
00:31:03: Sowas wie Kita für die Kinder, Tagespflege für die Großeltern gibt es Betriebe.
00:31:09: Die beides auffangen und Probleme anbieten.
00:31:13: aber das ist alles eher so Einzulösung.
00:31:15: Aber im Großen und Ganzen ist Aufführungsthema passiert aus meiner Sicht nicht genug was da als passieren könnte.
00:31:24: Das Problem kennen wir.
00:31:27: Meine persönliche Vermutung also ich glaube dass es gibt nicht diesen einen Grund natürlich warum das nicht abhebt.
00:31:32: aber Was man schon sieht ist ... dass da natürlich auch so eine Idee von Leistung hintersteckt, an vielen Stellen.
00:31:39: Also die Idee von Stress und Druck führt zur Leistung.
00:31:43: Und wenn jemand nicht mehr leistungsfähig ist, dann ist das halt so.
00:31:46: Ich glaube auch, dass Zeithorizont ein Thema spielt.
00:31:48: wie du schon sagst, warum soll ich in meinen Mitarbeiter investieren?
00:31:50: Wenn der in drei Jahren wechselt,... ...dass aber ja auch jemand, den schon investiert worden ist... ...in mein Unternehmen kommt.
00:31:56: Dass es quasi eigentlich als Kreislauf gedacht werden könnte.
00:31:59: Die Leute, um die sich immer gekümmert wird, auch überleistungsfähigsbleiben.
00:32:02: Das gehört natürlich auch dazu.
00:32:05: dass das halt auf der Vorstands-Ebene noch nicht so stattfindet, wie es eigentlich stattfinden müsste.
00:32:10: Also wenn das wirklich eine KPI ist die wichtig ist weil wir wissen dies umsatzrelevant also des Wohlbefinden ist ein sehr romantischer Begriff dafür.
00:32:19: aber das Wohl befinden und die Leistungsfähigkeit mal mitarbeiten hat einen direkten Umsatz eine Auswirkung darauf dann würde sich das vielleicht auch verändern und dann würden diese einzelnen Maßnahmen vielleicht auch strukturierte angehen.
00:32:30: Aber ja das natürlich... Die Frage ist ja auch wie sich das jetzt durch KI verändert.
00:32:35: Das gleich wie bei Ärztinnen, theoretisch wird Zeit frei.
00:32:39: Diese Zeit verhält nicht mit Freizeit verbringen sondern die Arbeit verdichtet sich weiter.
00:32:42: und wir sehen auch jetzt schon bei uns in der Beratung das Stress immer das Top-Eins Thema ist.
00:32:46: Egal wo es ist Stress also Arbeits-, dass Arbeitsumfeld, Stress kann natürlich auch privat entstehen aber in der Vermengen mit Arbeit ist immer top eins Und das wird vermutlich durch KI weiter steigen.
00:32:56: und ich glaube da muss man einfach gucken wie man auch als Unternehmen damit umgeht.
00:33:01: Ich weiß nur nicht, ich finde das ist meine Spanne Betrachtung, dass man wirklich in historischem einzuhorten.
00:33:07: Ich glaube nicht das früher die Leute, die wie in der Höhle waren vom sebelzantige Angst hatten oder dass das Feuer ausgeht, dass da weniger Stress dabei als heute oder in der Industrialisierung oder im ersten zweiten Weltkrieg oder ne.
00:33:19: also ich glaub wenn ich so mir die Arbeitsbedingungen anschaue vor hundert Jahren vor zweihundert Jahren wo die leute teilweise waren eine siebzig stundenwoche das normale ob sich das jetzt so krass verschlechtert hat.
00:33:31: also ich würde das zumindest wie gesagt ist historisch mal sehen, vielleicht subjektiv gefühlt ja aber ehrlicherweise war die Welt für uns jetzt gerade.
00:33:41: Ist zwar auch unruhig und wenn man die Medien anschaut überall irgendwie Krieg und Leid usw.
00:33:48: Aber ich sage mal in Deutschland der durchschnittliche Arbeitnehmer dem geht es nicht wer weiß wie schlecht.
00:33:53: Die Arbeitsbindung sind auch nicht schlechter geworden durch den ganzen Gewerkschaften usw.. wahrscheinlich einen relativ warmen Arbeitsplatz und so weiter.
00:34:03: Und das Sozialsystem ist ja trotzdem noch da, und alles... Also deswegen ist die Frage natürlich woran es liegt.
00:34:10: also ich würde schon sagen in Summe die Gesundheits-Eigenverantwortung.
00:34:16: Wer hat größt Nutzen von Gesundheit bin ich selbst!
00:34:19: Wie kümmere es hin dass der Arbeitnehmer oder den Privatperson wäre auch immer sich selbst um seine Gesundheit kümmert?
00:34:25: Der Arbeitgeber kann natürlich ein bisschen die Rahmenbedingungen setzen ... dass das entsprechend sensibilisieren auf das Thema und so weiter.
00:34:32: Aber die Endkonsequenz, die muss bei Menschen selber liegen... ...und er muss einmal verstehen,... ...dass es gut für ihn ist,... ...das gesundes Alt werden auch was damit zu tun hat, dass ich... Das ist ja noch nicht mal ein Egoist..., viele denken auch wenn ich jetzt zum Beispiel ins Fitnessstudio gehe,... ...Das ist ja ein absolut egoistisches Thema, ich mache was mit meinen Muskeln usw.
00:34:50: Das hat auch einen sozialen Charakter!
00:34:52: Weil wenn ich fit bin im Alter kann ich mich um meine Angehörigen kümmern,... ...um andere, um Nachbarn
00:34:56: usw.,
00:34:57: Familie kümmern.
00:34:58: Ich glaube, die Menschen müssen ein bisschen mehr verstehen.
00:35:01: Dass sie es für sich tun und das automatische soziale Charakter hat.
00:35:06: Und dass man entsprechend nicht nur die Lifespan erhöht sondern auch die Zeit, die man unter Gesundheit eilt wird.
00:35:15: Das darf auch noch Spaß machen!
00:35:18: Und wir versuchen das immer so ein bisschen, ich nenne das Hund Katze Problematik gerade beim Thema BGM zum Beispiel.
00:35:22: Immer so den mit aber wie so einen Hund zu behandeln.
00:35:24: du musst Du sollst Rolltreppe Schnitzel nahe hin dafür Brokkoli Freitags und so.
00:35:29: man versucht das immer So ein bisschen paternalistisch.
00:35:32: Aber Ich glaube der Ansatz ist dass man die Leute befähigt dass sie einmal verstehen was zu tun ist und in gute Argumenten vielleicht ein bisschen natscht.
00:35:41: Dass Sie selbst auf diesen Weg gehen und das wie gesagt darf Spaß machen und sollte auch spaß war.
00:35:46: nur so wird das was weil ich glaube dieses die Mitarbeiter müssen da irgendwie in irgendeine richtung oder zum jogakurs oder wie auch immer das hat noch nie funktioniert als erwachsene leute und Die routine zu verändern dass ist ja eher wir müssten im kern der leute ansetzen in der identität Und weniger in dem ziel.
00:36:05: wenn wir kpi ist er wieder ziel krankenstand um zwei prozent senken und dann wird hier etwas gemacht da.
00:36:11: das sind extrinsische ziele.
00:36:12: die werden nie so wirken wie wie die Menschen, ich bin Sportler.
00:36:17: Ich bin jemand der sich gesund ernährt und will im Alter Leistungsfähigkeit.
00:36:21: Und dann entfaltet sich so eine gewisse Struktur, die über längere Zeit eingehalten
00:36:26: wird.".
00:36:27: Ja, ich glaube auch um noch mal ganz kurz die Klammer zu schließen, dass das Ziel sein sollte, dass es keinen Stress mehr gibt weil Stress ist jetzt nicht negativ.
00:36:36: Ich glaube auch nicht, dass früher der Stress weniger war als heute.
00:36:39: Gleichzeitig sind wir aber auch die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt und ich glaube, es ist schon gut das Mitarbeitende Möglichkeit haben mit ihrem Stress umzugehen.
00:36:48: Und wenn es nur dafür ist dass sie leistungsfähig bleiben, wenn das wäre das Interesse des Arbeitgebers.
00:36:53: Das heißt er ist auf jeden Fall irgendwie ein Spannungsfeld was man nicht so stehen lassen sollte weil sonst kommt wieder eine andere Probleme.
00:37:00: Deswegen das war glaube ich einfach nur das worauf ich hinweisen möchte.
00:37:02: Aber du hast absolut recht!
00:37:03: Es verändert sich sehr stark und die intrinsische Motivation ist sowohl bei... Unternehmenskultur wichtig, aber halt auch bei den Mitarbeitern.
00:37:11: Ja,
00:37:11: weil wenn man das jetzt so ein bisschen an der Stelle wirklich schwarz-weiß betrachtet, müsste ja jeder Unternehmer, der wirklich vierundzwanzig sieben Stunden arbeitet, ne?
00:37:18: So richtig Unternehmer ist und lebt und am Wochenende und so weiter, die müssen alle tot sein!
00:37:23: Und andere, die ich sage mal eine Halbtagsstelle haben oder entsprechend eine Stelle haben wo sie sehr sozusagen angestelltenartig in einem Setting sind dass wo Ruhe, Frieden herrscht und kein Druck, kein Sales usw.
00:37:37: Die müssen ja mega zufrieden, mega gesund sein!
00:37:39: Und wir sehen ja es gibt auch im Bereich der Beamten die eigentlich sich nicht um das morgen so kümmern müssen wie vielleicht der Unternehmer.
00:37:47: da gibt's auch... Etliche die haben Burnout oder ähnliches und andere wiederum Unternehmer, die arbeiten hundert Stunden die Woche.
00:37:53: Die sind...die werden alt, die wären glücklich usw.. Also es ist schwierig das so ein bisschen an wenige Merkmalen und dass vielleicht auch jeder Typ ist eine Typsache.
00:38:02: aber klar sollten wir natürlich für die meisten Menschen das Arbeitsumfeld so gut Es geht aufbauen und vor allem sensibel sein für die ... die irgendwie unter Probleme leiden.
00:38:12: Und manchmal ist es ja so, dass... Man weiß ja gar nicht, woran's liegt!
00:38:15: Das können auch private Probleme sein,... ...die dann dazu führen, dass jemand eine Zeit nicht performt.
00:38:19: Und da gewisse Sensibilität zu haben, das macht auf jeden Fall Sinn.
00:38:23: Ja
00:38:24: genau und ich glaube einfach der Unternehmer hat natürlich einen ganz anderen Outcome dadurch,... ...das er's macht während ein Beamter glaub' ich, wie du schon das ganz andere Probleme hast ne?
00:38:33: Also gehts dann halt um Selbstwirksamkeit.
00:38:35: ... vielleicht auch langeweilig ein Thema, was dann zu einem Burnout führen kann.
00:38:39: Also das ist ja dann multifaktorär, aber die Bedingungen werden sich auch total ändern.
00:38:44: also... Was macht man mit den Stellen, die jetzt viel mit KI automatisiert werden können potenziell?
00:38:50: Ich glaube wir sind da gerade noch gar nicht, ich glaube dieses Schmuckgespenst von es ist schon so viel automatisiert.
00:38:54: Das trifft grad noch gar nichts zu, aber es wird sich verändern!
00:38:57: Also ich habe da die These... Also ich hatte gesagt eine Industriealisierung hat nur einen siebzig Stundenwoche, jetzt sind's keiner um vierzig oder so nach dreizig.
00:39:05: Also ich hätte gar nichts gegeben, eine zwanzig-schonende Woche.
00:39:07: Ich glaube, ich wäre nicht unglücklich.
00:39:09: Ja!
00:39:09: Ich hatte genug Themen, wo ich mich verwirkliche und ich glaube wenn wir das jetzt so ein bisschen auch im Kontext betrachten... Wir haben immer mehr Menschen die gepflegt werden müssen.
00:39:17: Das Pflegesystem funktioniert nicht mehr.
00:39:19: Das wäre doch vielleicht auch schön für die Familie Wenn ich nur noch zwei Tage im Büro meinen Job mache Und dann zwei Tage meine Angehörigen pflege weil ich Zeit dafür und das auch gerne mache und an den Tag sonstiges mache und als wochenende so.
00:39:34: also ich finde das ist doch eine schöne perspektive.
00:39:36: wenn wir wieder von einem service orientierten gesellschaft heute bräuchten fetzer putzer die putzfrau den fliege diens.
00:39:42: also wir haben für alle services die wir kaufen müssen.
00:39:45: wie da zurück gehe ... in vielleicht sogar familienbasierte Systeme, was man so etwas Pflege angeht.
00:39:51: Dass ich mich mehr kümmern um Nachbarn und Dinge selber mache.
00:39:54: Es geht nicht darum dass ich mich zu Hause scharf habe... ...um wenn meine Wolley-Dive selber mach und anbaue im Vorgarten wie mein Gemüse sehr und jeder alles nur selber macht.
00:40:03: Darum geht es natürlich.
00:40:04: Arbeitsteilung macht schon Sinn aber vielleicht ... an der einen oder anderen Stelle, wo es eben darum geht... ... dass ich jetzt keine Zeit habe für zwischenmenschliche Beziehungen.
00:40:12: Dass ich doch wieder Zeit habe und einige das auch gerne machen!
00:40:15: Zum Beispiel in England ist es so, wenn ich da meine Angehörigen pflege, dann bin ich bei der Stadt angestellt.
00:40:20: Das heißt, da hat man entsprechend das so gelöst.
00:40:23: Ich selber hab' jetzt ein EV hier in Deutschland mitgegründet,... ...das heißt Zeitpolster.
00:40:27: Da kann man Stunden sammeln im Laufe zum Beispiel, wenn mich jemanden heute... unterstützt im Alltag einkaufen geht, dann sammle ich Stunden und am Ende habe ich in fünf tausend Stunden gesammelt.
00:40:37: Und wenn ich älter bin und Hilfe brauche kann ich die fünftausendstunden wieder abschmelzen und jemand hilft mir.
00:40:43: also so eine Art formalistischer Generationenvertrag.
00:40:46: Ich glaube solche Modelle werden dann wieder interessant.
00:40:48: deswegen sehe ich das nicht als Riesengespenster sagen du wirst weniger arbeiten damit hast du weniger Wertschätzung weniger Sinn im Leben.
00:40:56: vielleicht wird es auch andersrum.
00:40:57: weniger arbeiten mehr Sinn
00:41:00: Das wäre, glaube ich, sehr gut.
00:41:01: in die Zeit passen eigentlich.
00:41:02: Dass der Sinn wieder so ein bisschen auch woanders ist und du weniger arbeiten kannst und mehr Zeit für andere Sachen hast.
00:41:07: Bei dir um die Ecke habe ich letztens gesehen, konnte man sich als scharfsierte für KI-Schafe bewerben.
00:41:12: Irgendwo in, weiß ich nicht mehr, irgendwo in der Nähe von Recklinghausen.
00:41:15: Ja?
00:41:15: Für einen Monat, für fünftausend Euro hat man dafür bekommen.
00:41:18: Okay was hat man gemacht mit den Schafen?
00:41:19: Ich glaub, man sollte einfach nur da sein und die beobachten.
00:41:21: Und dann gab's so Social Media Arbeit, ich weiß es nicht ... Ich glaub das war eher so eine Kampagne irgendwie.
00:41:26: Klingt nach so Selbsterfahrung?
00:41:27: Ja ja, ein bisschen was.
00:41:28: Es war auch so ne Hütte sehr malerisch, man kann sie über das ganze Ruhrgebiet gucken oder so.
00:41:32: Ja, sieht sehr gut aus!
00:41:33: Ähm... Apropos Ruhrgebiet Wir beide kommen also du kommst aus Regenhausen, ich bin wirklich außer aufm Ruhr-Gebiet.
00:41:41: Du bist wenn ich mich recht entsinne mit sechs aus Polen nach Deutschland gekommen.
00:41:45: Mit drei sogar.
00:41:45: Okay mein Papa ist mit sechs Auspolen gekommen Und ich vermute, dass die zwei Sachen sehr bekannt vorkommen.
00:41:50: Das eine ist der Strukturwandel, das ist immer noch ein großes Thema und das andere ist Kind.
00:41:55: du musst studieren.
00:41:56: Ja, ne?
00:41:57: Das ist ja einfach so.
00:41:57: bei vielen Personen mit migrantischem Hintergrund ist es einfach so, dass der Teenor das Kinder im besten Fall studieren müssen.
00:42:02: Das hat ganz viele Gründe.
00:42:05: Glaubst du, das is noch zeitgemäß oder verändern sich die Anforderungen an uns wie wir in Sprufsleben einstellen?
00:42:12: Also da bin ich an der Stelle gebeißt!
00:42:15: Hochschuldekan und Professor, ich kann jetzt nicht sagen studieren macht keinen Sinn oder so.
00:42:20: Weil das ja mein Hauptjob ist und eigentlich bin ich Hochschullobbyist an der Stelle also beruflich.
00:42:25: Von daher ist die Antwort an der Stunde gebeißt aber ich stimme dem zu.
00:42:29: Ich glaube dass Kinder mit Migrationshintergrund ein anderes Feuer haben eine andere Leidenschaft haben und vielleicht auch Angst haben und damit eben ich sage mal hungriger vielleicht sind als Menschen mit nicht Migration, die einen guten Verhältnis und Aufwachsen schon immer alles hatten.
00:42:45: Dürken wir euch hatte alles?
00:42:45: Also es läuft ja alles!
00:42:47: Die haben vielleicht nicht so den... ...die Notwendigkeit da mal was zu tun oder ist den Eltern zu beweisen und andersrum.
00:42:53: Die Eltern wollen sich teilweise auch verwirklichen in den Kindern weil sie es schwer hatten.
00:42:57: Wollen dass die Kinder ein besseres Leben haben also das ist glaube ich schon eine Dimension, die ich's auch bei vielen anderen sehe.
00:43:03: Stichwort Arbeiterkinder, ne?
00:43:04: Dass da eine gewisse... ...gewisse ähm... ...ja gewisse Hunger da ist Karriere zu machen.
00:43:11: Das andere Thema studieren ja, nein und verschiedene Wege.
00:43:14: Also wenn es immer nur noch Architekten gibt aber keine Bauarbeit hat dann werden wir auch nicht in Häusern wohnen.
00:43:20: also das ist Ich glaube, es ist ein bisschen Schweinezyklus.
00:43:23: Es gibt Berufe wie zum Beispiel Medizin wenn jemand im Flugzeug fliegen will oder jemand operieren will das auch gut und richtig dass da eine Qualifikation gibt die staatlich geregelt ist usw.
00:43:32: Das nicht jeder sagt ich bin jetzt wie heute der Influencer Key Opinion Leader Content Creator das bin ich ja auch sofort dass jeder sofort irgendwelche berufe macht wo anderen schaden könnte.
00:43:44: also wir dürfen nicht vergessen große Arbeitgeber.
00:43:48: wenn ich jetzt um den DAX Konzert mit drei tausend Mitarbeitern da kann auch nicht irgendwie selbst ausgucken, wer kann was?
00:43:53: und dann die brauchen ja eine Struktur.
00:43:55: Und ich meine Ausbildungen abgeschlossen abgeschossene Studium das gibt ja Bachelor Master
00:43:59: usw.,
00:44:00: gibt ja auch eine gewisse Struktur wo ein Matching hat zwischen Stellenstrukturen so.
00:44:04: aber es heißt nicht dass jeder studieren muss.
00:44:06: also wir sind zum Beispiel in der Hochschule besonderen Formats wie unser Gründer über uns immer noch Die FOM Hochschule leitet hat die Vision gehabt, jeder soll zu jeder Zeit studieren können in seinem Leben.
00:44:18: Das heißt wir haben auch vierzigjährige, fünfzigjährige... Ich hab Studenten, Mutter-Tochter zusammen,... ...die sich dann verwirklichen wollen, die im Beruf gelebt haben und dann nochmal irgendwie was anderes überlegt haben.
00:44:29: Und ich glaube es gibt aber unterschiedliche Wege.
00:44:32: Der sechzehnjährige Unternehmer der die Schule abricht, der ist vielleicht manchmal erfolgreicher als der, der vielleicht nicht dreißig Jahre studiert hat.
00:44:40: Aber ich glaube das muss jeder für sich ... betrachten.
00:44:43: und es gibt einfach Berufe, wo's wirklich sehr sinnvoll ist.
00:44:47: Dass es da Qualifikationsniveaus gibt... die erreicht werden und anderes, weil man könnte zu was diskutieren... Social Media.
00:44:53: soll ich das studieren oder einfach machen coolen Content machen?
00:44:55: Was ist besser, was erfolgreicher?
00:44:58: Und da würde ich sagen ja also wer Erfolg hat, hat Recht am Ende egal welchen Weg.
00:45:03: Aber merkst du bei deinen Studierenden dass sich die Anforderungen an sich verändern?
00:45:07: Ja wir haben natürlich jetzt eine Zeit wo KI plötzlich Texte schreibt und ähnliches.
00:45:12: Und wir überlegen ja auch als Hochschule, wie prüfen überhaupt?
00:45:15: Das macht keinen Sinn mehr Seminarbeiten rein zu prüpen.
00:45:18: Das heißt ich als Student habe ich eine Welt die sehr dynamisch ist, die sich absolut gerade verändert wo auch Lernen also nicht mehr das Fachwissen.
00:45:27: wichtig ist dass ich irgendwas weiß weil das habe ich auf Knopfdruck sondern eher wie kann ich critical thinking artig sehen Dinge machen Sinn kein Sinn sind richtig falsch.
00:45:36: und Wie kann ich die Probleme lösen?
00:45:38: ... und in meinem Bereich besser werden... ...und ganz andere Lernumgebungen eben haben.
00:45:46: Also heute lernen wir auch so ein Coaching, dass man das Fachwissen anderweitig einfach zur Verfügung stellt oder sich selber sucht aber dann darüber spricht... ...dann irgendwie doch reif zu einer Problemlösung und vor allem... ...das auch erklären kann wie ich dahin gekommen
00:45:59: bin.".
00:46:00: Ich stelle mir gerade vor, wie deine ganzen Studierenden super die Profis in KI-Nutzung sind.
00:46:05: Und dann kommen sie in so ein Konzern rein und merken, das kann ich alles gar nicht benutzen weil die Strukturen sind noch gar nicht da.
00:46:11: Also sind wir eigentlich fast in der Situation wo die neuen Generationen die Unternehmen überfordern werden.
00:46:17: Genau und deshalb gibt es viel Schattenkai, dass der Mitarbeiter dann einfach was nutzt ohne was zu sagen.
00:46:21: Es geht mir auch so als ich damals angefangen habe zu arbeiten noch während des Studiums als Doktorand in einer Krankenkasse meine Kollegen da teilweise mit einem Rechenschieber gearbeitet haben.
00:46:31: also das war sowieso nötig So ein Taschenrechner mit einer Rolle hinten, wo irgendwie wie so einen Kassenzettel rauskam.
00:46:37: Also das hat man ja wahrscheinlich von Generation zu Generation immer dass man... ...mit neuen Ideen.
00:46:41: wohin kommt denn?
00:46:42: jetzt veränder ich die Welt und stellt fest die Organisation ist halt noch nicht soweit.
00:46:46: Ja aber das ist jetzt in der schnelleren Geschwindigkeit auf jeden Fall da.
00:46:51: Ja, das glaube ich auch.
00:46:51: Und das finde ich eigentlich spannend dass quasi jetzt der Druck wieder von unten kommt und die Unternehmen daran sich anpassen müssen und es nicht mehr umgekehrt ist also eigentlich kein spannender Dynamik.
00:47:00: Wo merkst du denn in deinem Arbeitsalltag was sind so die größten Hebel die Du in den letzten Jahren durch KI gewonnen hast?
00:47:06: Also im Arbeitsalltag merke ich schon dass ich sehr viel produktiver bin, dass man entsprechend mit KI sehr viel Ob es jetzt Folien sind, also Recherche arbeiten sind.
00:47:18: Das Dinge die vorher richtig viel Zeit gekostet haben sehr schneller gehen, Geschwindigkeit aufgenommen hat und man so in neue Domänen sehr schnell eintauchen kann.
00:47:26: Dass man neue Dinge früher wie gesagt sehr lange gedauert hat.
00:47:30: Die sind jetzt sofort da des Interessensgebietes jetzt natürlich ausgedehnt werden können weil man sich für alles Mögliche sehr schnell einarbeiten kann.
00:47:39: Und dennoch ist glaube ich die Kommunikation nach wie vor wichtig.
00:47:42: Am Ende ist eine Hochschule auf sozialer Ort, wo Leute zusammenkommen und sich gegenseitig austauschen Ähnliches.
00:47:48: Also mein Job hat sich noch nicht so verändert aber ich glaube schon dass es in den nächsten Jahren große Veränderungen geben wird weil das ganze Thema gerade schriftliche Arbeiten wie gesagt uns anschauen oder was das Endprodukt ist da im andere Prüf Algorithmen sein werden und vielleicht auch die Anforderung andere da sind.
00:48:07: Auf der anderen Seite wissen wir ja, durch Corona haben wir auch gedacht alles verändert sich jetzt nur noch Homeoffice.
00:48:12: Nur noch irgendwie und dann hat man auch gesehen funktioniert auch teilweise nicht.
00:48:16: also ich bin da ganz entspannt weil ich glaube Ich sehe vor allem immer die Chancen in Technologie Und wir werden viel immersiver lernen viel mehr sehen und vielleicht auch Vielleicht werden wir auch zehn Master und Bachelor String im Leben machen Weil einfach man sich alle drei Jahre neu erfindet mit einem ganz anderen Job.
00:48:34: Ja, spannend.
00:48:34: Ich lieb zum Beispiel einfach so gerade mein, dass ich liebe es auch, dass man einfach so ein Thema eintauchen kann und dann beschäftigt sich mal zwei Stunden mit Quantenphysik.
00:48:40: Also das ist irgendwie ganz, ganz spannend.
00:48:43: Aber natürlich muss man flexibler werden und wahrscheinlich wird es wirklich zu sein, dass Leute mehr verschiedene Sachen lernen werden.
00:48:49: aber was machst du... ...mit der Zeit die du dann potenziell durch deine?
00:48:57: oder was machst Du mit der Zeit?
00:48:58: Die du gewinnst dadurch, dass du KI benutzt wenn du sagst geht schneller.
00:49:01: Ja,
00:49:02: das ist eine sehr gute Frage.
00:49:04: und tatsächlich zu letzter Punkt ich mache wieder mehr Sport.
00:49:09: Ich habe früher schon mit achtzehn so ein bisschen Bodybuilding gemacht.
00:49:13: bis hin zur Meisterschaft wollte ich hin und so.
00:49:15: also wirklich vielmehr... ...und dann ist es mit Studium Stress arbeiten usw.. Und immer der erste Punkt der hinüber fällt.
00:49:23: Der Tag hat so viele Tasks und dass man ins Fitnessstudio ging weil da hinfahren Wenn man, wenn man es in Ruhe macht und zweieinhalb Stunden die man braucht so.
00:49:33: Und das ist das erste mal was rausgeflogen ist im Alter.
00:49:36: Jetzt seit tatsächlich wenigen Wochen merke ich auch wieder du kannst jetzt so effizient dein Arbeitsalltag regeln dass du dafür die Zeit nicht nur die nimmst du dir jetzt einfach weil Du weißt gleich schmeißt du Claude ein und baust eine sechzigseitige Präse oder Folien oder gut achten oder was auch immer.
00:49:57: Und das gibt mir so ein gutes Gefühl beim Handtuch.
00:50:00: Ich kann es für eine Studie, weil da kriege ich heute noch hin.
00:50:03: Vorher hätte ich gedacht, okay in den nächsten drei Tagen musst du dir jetzt erst mal einschließen.
00:50:07: und da ist mein Positiv an Nutzen dass ich wirklich nicht nur den ganzen Tag über Gesundheit, Podcasts halte Bücher schreibe, Philosophiere, sondern ich habe die vierzig überschritten.
00:50:17: auch mich selber kümmer tatsächlich um meine Gesundheit und da hab' ich eine gewisse Zeitfreiheit bekommen durch diese KI-Tools, indem ich sie nutze.
00:50:26: Weil ich da die gleichen Aufgaben, die vorher hatte heute einfach effizienter automatisierter machen kann.
00:50:34: Ja was ich bei mir festgestellt habe ist also man muss sich diese Zeit ja dann auch nehmen und sie nicht direkt wieder füllen.
00:50:39: aber wenn man sich die Zeit nimmt, wie findest du das?
00:50:42: Was ich total genieße gerade ist wir so ein bisschen mehr... ... lange Weile zu haben, weil man auf einmal wieder Kapazitäten hat über Sachen nachzudenken.
00:50:49: Die man sonst in so einem Tag ... ... dann schaffst du sechzig Folien der ganzen Tages vorbei und ... ... du hast bei nichts anderes nachgedacht... ...und jetzt hast du auf einmal zwei Stunden Zeit,... ...die wieder über andere Sachen Gedanken zu machen.
00:50:57: Das ist halt schon ganz gut!
00:50:59: Ja das ist ein bisschen Entschleunigung auch.
00:51:03: Japan ist Waldbaden und so, wo man irgendwie in den Wald geht.
00:51:06: Und dann zwei Stunden ein, zwei Meter nur geht, weil man die Pflanzenkäfer
00:51:10: usw.,
00:51:11: einfach das Präsenz sein und den Moment genießen.
00:51:14: Das hat schon einen positiven Effekt, weil ich mich freischaufen kann.
00:51:21: Auf der anderen Seite führt es natürlich bei Einigen auch dazu dass sie sich da so in eine Spirale bewegen, dass sie von Höchstchen auf Stöckchen kommen.
00:51:29: Und das kann natürlich auch dazu führen ... Stunden, Tage lang sich mit KI wiederum beschäftigt um irgendwelche Sachen.
00:51:37: Was passiert gerade in Indien?
00:51:38: Was passiert grade hier?
00:51:39: und da prompt ich mir immer eine App dann mache ich dieses also kann mich damit auch super beschäftigen... ...und damit verliert man vielleicht an der anderen Stelle auch wieder Zeit die man normalerweise dann auch vielleicht anders verbracht hat weil es einen so rein saugt.
00:51:54: Ja, beides wahrscheinlich.
00:51:55: Und
00:51:56: ich meine gut das tritt vor allem auch auf Wissensarbeiter zu, ne?
00:51:58: Also wenn du dann halt irgendwie in der Fabrik stehst oder was heißt nichts machen machst, dann hast du natürlich auch diese Zeit vortritt halt irgendwie nicht.
00:52:04: Aber ja... Wie ist es bei dir?
00:52:08: also wir sind natürlich immer den Morning Club.
00:52:09: Das heißt unsere Mission ist eigentlich dass man den Montag wieder so gestaltet, dass sich gerne aufstehe und zur Arbeit gehe.
00:52:14: Und deswegen ist natürlich die Frage auch an dich.
00:52:16: Was brauchst du, um gut in die Woche zu starten?
00:52:18: Das sind wir uns.
00:52:18: ein guter Punkt.
00:52:19: da ich mit meinen Studenten letztens mal darüber diskutiert weil oft ist es ja so und viele sehen den Montag eher so oh!
00:52:26: Ich muss wieder zur Arbeit.
00:52:28: Ich denke man auch von den Hörern kennen ja viele diesen Gedanken oder auch im Umfeld eigentlich ist das schon gefügeltes Wort am Montag.
00:52:36: Ich muss zur Arbeit also wenigsten sagen ja ich darf zur Arbeit und ich glaube da liegt es daran, dass man sich darauf freut.
00:52:44: Am Sonntagabend denkt wow morgen geht's wieder los ich freue mich drauf und das muss ja irgendwie... Und wenn es nicht so ist dann muss man sich die Fragen stellen wie komme ich dahin?
00:52:52: Weil ich glaube, dass das echt ein Lebensqualität auch ist, wenn man sich drauf freut zu arbeiten und arbeiten eben nicht.
00:53:01: Ich weiß nicht wir haben so ein bisschen Verloren vielleicht auch den Bezug zur Arbeit im Sinne von, dass das was wertvolles ist.
00:53:08: Dass es schön ist.
00:53:10: Es ist irgendwie sowieso eine Last.
00:53:11: Man muss Geld verdienen und die einen haben da mehr Spaß dran, ein weniger.
00:53:16: Aber ich glaube dadurch, dass es ja so quantitativ in großen Teilen des Lebens ist, muss man... Und ich kenne auch viele, die super gerne arbeiten.
00:53:23: Dazu gehöre ich auch.
00:53:24: Also ich meine, das ist ein Stück weit Arbeit, was ich hier gerade tue Und das macht einfach Spaß, weil es genauso Freizeit sein.
00:53:31: Genauso gibt es halt... Also sagen wir mal so, mein Ziel ist es wenn ich von hundert Prozent Arbeit einen großen Anteil habe der Spaß macht.
00:53:40: Es ist eine Utopie zu sagen, Hundert Prozent macht Spaß!
00:53:43: Weil auch hier muss ihr irgendwie Reisekosten, Buchen abrechnen und so weiter.
00:53:47: Irgendwann hat man Bürokratie-Steuern bezahlen oder an den Steuerberater Sachen senden.
00:53:53: Ich hasse zum Beispiel Bürokratee in jeglicher Form.
00:53:55: ... alles, was Verwaltung angeht.
00:53:58: Ich habe lieber Menschen um mich herum ... ... arbeite mit Menschen.
00:54:01: also was mich inspiriert ist zum Beispiel ... ... wenn ich jungen Menschen etwas beibringe und die da irgendwas draus machen oder ... ... der eine oder andere bedankt sich oder grundsätzlich ein Start-up oder wie auch immer... Und da hab' ich in jemanden einen Idee geplant oder hat was gelernt ... ... zum Beispiel fand ich sehr schön meine letzte Vorlesung.
00:54:17: Da wir haben so ein digitales Live-Studium, da haben sich hundert Leute aus ganz Deutschland zugeschaltet,... Das ist erstmal nichts Neues, ich habe halt öfter Vorlesungen.
00:54:24: Aber da war das erste Semester ... und erste Vorlesung.
00:54:29: Das wurde mir so bewusst, als die Studenten sich vorgestellt haben... ... und habe gesagt das ist wie erster Schultag ein bisschen, vielleicht nicht ganz aber fast!
00:54:37: Und das ist ein besonderer Moment für alle, die da sind jetzt.
00:54:40: Für hundert Leute hab ich das Privileg denen was mitzugeben.
00:54:43: also für die bin ich heute der einen Einstiegspunkt in die Hochschulwelt.
00:54:49: Ab heute sind es Studenten und das werden sie vielleicht nie vergessen Ganz pathetisch.
00:54:53: Und es habe mir besonders Mühe gegeben an dem Tag, weil ich glaube jetzt das muss gut werden.
00:54:58: heute, ne?
00:54:58: Weil das ist nicht irgendeinen Tag für die ist das mega wichtig!
00:55:00: Für diese ist das eine von elf Jahre oder mehr Vorlesungen.
00:55:04: Aber für dies hat was besonderes und deshalb habe ich mich da nochmal besonders viel Mühe geben.
00:55:08: Was auch glaube ich... Insgesamt hat man schöne Gespräche und ähnliches.
00:55:11: Das sind so Dinge, dass sehe ich schon als auch für mich wertschätzend an.
00:55:16: Ich bin nach Hause gefahren, guck mal, ich hab hundert Leuten was mitgeben dürfen paar Tipps gegeben fürs Studium Und das erfüllt einen ja selber auch mit Freude und Wertschätzung.
00:55:27: Deshalb ist Wertschöpfung in der Arbeitswelt nicht immer von extrinsisch irgendwie gut gemacht, denn in Deutschland gilt eher so nichts gesagt, es gelobt genug.
00:55:37: Und deshalb darf man nicht darauf verlassen als andere mal sagen hey toll cool, sondern man muss sich selber!
00:55:42: auch den Sinn sehen, aber auch die Wertschöpfung.
00:55:46: Und das ist vielleicht so ein bisschen, ich nenne das Reciproch-Altruismus.
00:55:49: auf der einen Seite kann man sagen es altruistisch wenn du anderes Weih bringst Aber Reci Prok weil das ist auch egoistisch Weil ich habe da... Ich kauf mir dadurch in Anführungsstich ein gutes Gefühl wenn ich was Gutes mache, gute Leistung bringe.
00:56:01: Und das ist egal ob ich jetzt Busfahrer bin Professor Arzt oder Sozialarbeiter Wenn ich jemand anderes, wenn sich jemand freut durch meine Arbeit Da kann man sich auch darüber freuen dass sich diese Person freut und es ist ja... eigentlich logisch.
00:56:15: aber ich glaube dass viele das gar nicht so vor Augen haben.
00:56:17: die sehen so Ich habe hier die Aufgabe muss ihr was machen und sehe nicht sowas was das Poling die Effekt dann doch für andere hat.
00:56:24: selbst wenn's in einer Fabrik ist und man nur eine Stellschraube Aber hinten raus freut sich der ... der Mensch über das Endprodukt, dann ist man an meines Teils das Ganze.
00:56:32: Ich glaube so kann man nicht jeden Tag durch die Gegend laufen und sagen wow toll, Vögel zwitschern hier meinen Aufgaben erledigt und wow!
00:56:38: Aber ich glaube ab und zu lohnt es sich das nochmal seine Aufgaben zu reflektieren... ...und dann stellt man schon fest, wenn man nur eine Person ein bisschen glücklicher gemacht hat oder der Arbeitskollege,... ...dann ist doch schon mal was.
00:56:50: Aber würdest du sagen dass... ... in einem Fabrikkontext, eine kleine Schraube die am Ende dann irgendwie keine Ahnung was wird.
00:56:57: Glaubst du das Unternehmen oder der Arbeitgeber als solches einen Rahmen schaffen kann... um den Einfluss jedes einzelnen Sichtbarer zu machen?
00:57:05: Also klar Selbstverlierung ist ein großes Thema aber trotzdem brauche ich ja irgendwie einen Umfeld was mir sagt dass es trotzdem irgendwie wichtig was sich hier mache damit ich das nicht komplett aus mir selber heben muss.
00:57:14: Ja, also ich glaube das ist ein rekursiver Prozess.
00:57:16: beide und es gibt ja dieses schöne Beispiel wie so eine Hotelkette Upps als Buben glaub ich heißen die aus Holland.
00:57:21: Die hatten irgendwie Fehlzeiten vor und ich weiß nicht... ...und dann haben sie angefangen durch ... verschiedenste Unternehmenskulturmaßnahmen, also radikal dass die Mitarbeiter miteinander Yoga machen.
00:57:35: Dass da viel mehr so die Werte gelebt werden das auf eigentlich fünf vier Prozent runterzufahren... Also man sieht schon in einigen Beispielen wo Unternehmen dann doch so und ich sag mal teilweise weil der Effekt ist natürlich größer wenn ich etwas radikaler mache,... ...dass da einfach wirklich Effekte zu sehen sind... Und dann plötzlich die Kündigungen runtergehen, die Fehlzeiten runter gehen usw.
00:57:54: Man kann das schon vieles machen, weil es ist nunmal die Umgebung in der ich mich befinde oder ich mich wohlfühle.... Und alles gut läuft, ist anders als in einer angstgetriebenen Organisation mit tausend Hierarchieebenen, wo die schlechte Stimmung ist.
00:58:06: Also völlig klar!
00:58:06: Das ist ja wie der Frosch in seinem Biotop.
00:58:09: Wenn er ein schönes Biotopath fühlte sich wohler... ...als in irgendeiner Steppe und deswegen ist das beides der Fall.
00:58:16: Wir haben zum Beispiel was ich ganz spannend fand vor paar Wochen bei Tesla in der Gigafactory, wo man erst mal denkt, er hält Marsk und Tesla und alles Schlimm, da wird man ausgebaut, Terrorismus drei Null.
00:58:26: Aber da ist ja so, da arbeiten hundert-achtzig Nationen zusammen.
00:58:29: Die haben dann teilweise so Hallen wo die ihre Flaggen hatten irgendwelche Totenköpfe... ...die haben sich als Teams zusammengetan und bei Tesla ist es zum Beispiel so,... ...die Qualifikation war völlig egal du kannst alles werden bei Tesla.
00:58:42: Du gehst da rein als ungelehrter und wirst nach sechs Monaten internes Assessment Engineer.
00:58:47: Das heißt die gucken was kannst du?
00:58:50: Und du guckst auch selber und dann wirst du intern geschult und jeder kann alles werden wenn er's ... performt innerhalb dieser Zeit.
00:58:57: Also vom Ansatz ganz anders und natürlich auch... Dadurch hat das einen ganz anderen Drive irgendwie gehabt, dass jeder kann alles werden und ich habe da einfach eine ziemlich klare Unternehmenskultur die natürlich anders ist.
00:59:10: Man weiß ja Elon Musk macht ja fummelt dann nicht lange rum.
00:59:13: Die sind ja auch in die Presse gekommen damit, dass sie die Mitarbeiter besucht haben zu Hause als die krank waren.
00:59:18: Die haben es aber auch geschafft von... Ich muss mal kurz überlegen... Fehlzeiten vornig glaube Dreizehn, vierzehnt Prozent auf fünf Prozent runterzugeben mit diesen Maßnahmen weil die gesagt haben einige Mitarbeiter waren schon im Ausland verzogen.
00:59:31: Auf jeden Fall war das da hat er es wie gesagt dazu geführt dass durch diese Maßnahmen dann auch die Filter extreme untergegangen sind und Hat auch irgendwie wer erfolgreich hat rechts und also gibt glaube ich Unternehmenskultur in diesem unterschiedlich.
00:59:45: Es gibt glaube nicht die one fits all Lösung Und ich glaube schon dass man da einiges machen kann wenn man da gute Ideen hat.
00:59:53: Ich finde tatsächlich dieses Thema Durchlässigkeit, was Karriere-Stufen angeht, total spannend.
00:59:57: Also meine Mutter zum Beispiel hat beim Energieversorger gearbeitet in einer Zeit, wo jemand mit einem Hauptschluss dort angefangen hat und in eine Rente gegangen ist als Kraftwerksleiter.
01:00:07: Was in den meisten Unternehmen heutzutage unvorstellbar wäre.
01:00:10: Aber ich glaube das gerade Perspektive für Einzelpersonen egal an welchem Punkt sie stehen total wichtig ist.
01:00:16: Und was du gerade meinst... Da gibt es ein spannendes Beispiel, was wir bei uns öfter benutzen IKEA hat ihren Kundenservice zum größten Teil durch KI automatisiert, weil es ein Standardfragen ist.
01:00:29: Was ist mit der Schraube?
01:00:29: Mir fehlt hier, mir fehlt das so und hat aber die Leute, die dort gearbeitet haben vorher nicht entlassen sondern hat sie ich weiß im Begriff nicht mehr wie Sie es genannt haben, aber quasi in einer Abteilung gesetzt, in der sie... Weil das sind die Profis, die kennen alle Fragen in und aus wenn sie am All das jeden Tag bearbeiten in einem Abteilungsgesetz wo jetzt Leute beraten wie sie ihre Zimmer einrichten können und haben sie quasi aufgrund ihrer Qualifikation eigentlich.
01:00:53: Also eigentlich ist das der Best Case, wie KI funktionieren kann zu sagen.
01:00:55: Wir automatisieren das was... ...der absolute Pain ist weil jeder dem Kunstwerk gearbeitet hat weiß dass es nicht mega viel Spaß macht und setzen sie dahin wo sie... ...viel mehr bewirken können ohne viel höhere Selbstwirksamkeit haben.
01:01:05: Und das wäre ja der best case eigentlich wenn man diese Veränderung vollziehen kann.
01:01:11: Ja, ich gehe jetzt auch bekannt aus dem Mittag heute morgens zusammen Lied singen in einigen Stationen.
01:01:18: Ja also ich glaube das muss man sich auch leisten können, dass man um Mitarbeitende umschiftet und eine neue Aufgabe erfindet weil die Wertschöpfung ging ja vorher auch ohne.
01:01:27: Das kann natürlich positiv zu als Nutzen haben der wieder wertschöpfend ist.
01:01:31: Ich glaube ein Teil der Belegschaft kann man auch sinnvoll umstrukturieren einige eben wahrscheinlich.
01:01:35: da gibt's Jobs und jemanden der da Leben lang in einem Bereich war und er hat noch paar wenige Jahre ob es da lohnt dann nochmal komplett den Schiff zu machen.
01:01:44: Da muss man das wahrscheinlich irgendwie Einigermaßen sinnvoll machen, aber ich glaube auch dass es dann heute Jobs gibt.
01:01:49: Die machen auch nicht so viel Spaß und das ist da lohnt die Leute umzuschulen... ...Abskillingen
01:01:56: usw.,
01:01:57: dass sie eben Dinge machen wo sie ihre Talente ausleben können.
01:02:00: Und viele sogenannte repetitive Aufgaben, die heute wenn ihr Spass macht, nicht mehr stattfinden einfach.
01:02:09: Wenn man auch da wieder in die Historie guckt, ich hatte gerade noch eine Berufsgruppe irgendwie Die haben früher gab's im Gesundheitswesen so eine Gruppe, die haben nur Wundbandagen gemacht.
01:02:19: Also ich weiß gar nicht ob sie so hießen Wund bandage Mitarbeiter oder ähnliches gibt es einfach nicht mehr.
01:02:25: dafür gibt es andere andere Jobs.
01:02:26: ich glaube dass diese Transformation ist ja auch... ...glaublich gut und richtig.
01:02:30: das also zum Beispiel jetzt bei Lkw fahren dann haben wir ein Riesenthema weil es gibt keiner will das mehr machen Lkws auf der Autobahn hin und her fahren Ich glaube diesen Durchschnittsalter über Fünfzig usw.
01:02:41: Und ich glaub da ... ist ja auch keiner böse drum, wenn die Lkw's immer alleine rumfahren und die Leute, die hätten LkW-Fahrer werden sollen.
01:02:49: Die machen irgendwie andere Logistische Tätigkeit oder anderes also... Es gibt einfach Jobs, die sind halt etwas stupider klassisch kassierer usw.
01:02:57: Und da glaube ich schon aufgrund der Demografie und der... Ich sag mal immer mehr sozialeren Themen und Pflege und alles wären wir genug Aufgaben haben in der Gesellschaft.
01:03:06: Deswegen finde ich das amfang eine Entwicklung, die ist wichtig und da wird man jeden mitnehmen können aber ein Großteil!
01:03:12: Ich finde, man kann dieses Bild ja auch durchaus positiv zeichnen.
01:03:15: Also man kann das natürlich sehr dystopisch sehen aber ich finde man kann natürlich auf wie du sagst sagen da wird viel an Ressourcen frei viel an Zeit.
01:03:22: wir könnten als Gesellschaft Wohlstand hinzugewinnt durch Automatisierung und Co.
01:03:26: Warum denn das nicht dafür nutzen, dass Leute wieder Tätigkeiten haben die sich zum Beispiel in die Pflege gehen können um dort halt mehr Impact zu haben was dann anders getragen wird?
01:03:34: Das wäre ein positiv Bild von dieser Art von Veränderung.
01:03:37: Also man könnte so in die Spitze streiben und irgendwann sagen okay dann müssen wir über Bedingungs-Soße Grundeinkommen sprechen Maschinensteuer.
01:03:44: aber auch das sehe ich nicht als absolut dystopisches Szenario weil wenn ich eine Bedingungsoße GrundEinkommen habe dann kann ich ja damit alles bezahlen wenn ich dann der eine günstlerisch der andere in der Familie oder ähnliches.
01:03:55: Also ich glaube schon, dass die Menschheit da sich sinnvoll weiter beschäftigen wird.
01:04:00: Und heute ist es ja eher so, dass wir ein Großteil unseres Lebens auch teilweise Aufgaben erledigen müssen... ...die keinen Spaß machen oder vielen keinen Spaß macht und deshalb ist das eigentlich einen Zugewin an Lebensqualität und Lebensmut für viele.
01:04:14: Ich glaube, dass der Steuerbeamte, der meine Steuern durchlesen musste, auch gar kein Bock drauf hat was viel auch in meinen Steueren liegt,
01:04:19: aber das ist ein
01:04:20: anderes Thema.
01:04:21: Um einmal noch mal zurück zu unserer Klammer des Montagmorgens zu kommen Jetzt bist du natürlich an der Quelle von Leuten, die das noch vorsicht haben eigentlich was wir gerade gesprochen haben.
01:04:31: Was würdest Du denn Unternehmen empfehlen?
01:04:34: Drehen wir es mal so rum und was würdest du Unternehmen empfehlen wie sie... ...die Kultur gestalten können dass junge Leute jetzt grade im Studium stecken Sobald sie in die Arbeitswelt einsteigen gerne Montagsmorgen zur Arbeit gehen und nicht dieses Gefühl von Zwang haben?
01:04:51: Also ich habe ja eine spannende Schnittstelle eigentlich In meiner Hauptfunktion einer Hochschule, dass ich Leute vor mir hab die ihre Ausbildung hinter sich haben.
01:04:59: Die paar Berufsjahre hinter sich habe und jetzt sich aber verändern wollen.
01:05:04: das heißt eben in so einer Transformation fahrt sich selber bewegen... ...und deswegen kann ich das glaube ich gut einschätzen weil ich sage mal die erste Sozialromantik ist vorbei, dass man irgendein Beruf erlernt hat und wow!
01:05:15: Und dann festst du will ich das bis zur Rente machen?
01:05:18: Und dann kommt eben, ne will ich nicht bis zur Rente machen.
01:05:20: Ich muss jetzt ein Bachelor Master wie auch immer mich weiterentwickeln oder gründen oder was auch immer so und das ist schon glaube ich also die Leute ja bei mir studieren die gehen ja vollzeit arbeiten und abends von acht zwanzig Uhr noch studieren und Samstags teilweise.
01:05:34: Und das ist schon so, dass es ein paar Jahre lang schon auch eine gewisse Entbearnis ist.
01:05:38: Da sind wir genau im Gegenteil von dem was wir gerade gesprungen haben unhältlich viel Zeit.
01:05:41: Gar keine Zeit!
01:05:43: Ich sage den Studenten teilweise ihr werdet weniger Freunde haben nach ihrem Studium weil er für keine Zeit für die habt.
01:05:49: Deswegen was ich mitgeben würde dem Arbeitgeber ist also ich glaube ich brauche... ich nenn's Experimentierräume im Unternehmen.
01:05:56: Ich habe selber mal bei Daimler gearbeitet Als ich Student war Praxissemester und die hat nämlich siebzehn Hierarchieebenen, aber die hatten auch so eine Art Schwarmintelligenz.
01:06:06: Dass Sie gesagt haben wir ziehen so Mitarbeiter aus verschiedenen Bereichen zusammen und können dann irgendwelche Projekte machen zusammen.
01:06:13: Und da ist von vorne an klar neun Scheitern von zehn Aber eins bringt uns wieder weiter dass man Ich glaube früher in der BWL gab es ja so oder gibt's immer noch so Konzept die Jobrotation das man Arbeitsplätze tauscht.
01:06:26: Ich glaube der Mensch, der freut sich wenn er so ein bisschen auch mal links und rechts schaut.
01:06:30: Und sich weiterentwickeln kann.
01:06:31: Deshalb sollte man als Arbeitgeber... Also ich kenne solch einen Krankenhaus diesen hergegangen und haben gesagt, guck mal wir haben so viel Mitarbeitende in verschiedene Verwaltungen und auf der anderen Seite haben wir zum Beispiel im Bereich Rettungsdienst, Pflege, Engpässe.
01:06:46: Lass uns doch mal in die Wieden gucken, der Verwaltungsmitarbeiter ob da mal einer dabei war, der in der Pflege früher gearbeitet hat oder Sanifarer war.
01:06:54: und oh wunder!
01:06:55: Da gab es ein paar.
01:06:57: was hat man gemacht und hat man deren stelle gesplittet?
01:07:00: macht doch weiterhin achtzig prozent eine verwaltung.
01:07:03: Und zwanzig prozent pflege zwanziger rettungsdienst oder was anderes war für beide seiten der absolute zugewinn, weil die leute doch ihr alte leidenschaft wieder entdeckt haben und auch viel interessanteren job haben.
01:07:15: also plötzlich wieder mehr so dieses ... am Menschen sein, was sie ja früher auch gut fanden und die sind dann irgendwann abgrauen in die Verwaltung weil die Rahmenbedingungen nicht gut waren oder ähnlich das Schichtdienst und die ganzen Dinge.
01:07:25: Und das war eigentlich clever ein Schachzug zu sagen guck doch mal rein bei deinen Leuten was sind deren Talente?
01:07:30: Das muss ja noch nicht einmal der vorige Job sein.
01:07:32: es kann irgendein privates Talent sein dass einer irgendwie was auch immer zuhause ein bisschen coded oder in die games macht weil er da Spaß hat.
01:07:40: ja lass ihn doch mal irgendwie ins marketing damals mit mit.
01:07:43: Die ideen reinbringen und ich glaube die menschen der teils so viel fällt.
01:07:46: ich habe mein buch rausgebracht dass das laterales denkt im gesundheitswesen wo immer der mit dabei der der der autor zwei standbein hat.
01:07:54: das eine war gesundheit andere war schiffskapitän ob Orchester-Spieler, also mögliche.
01:08:00: Und dann haben sie aus den Bereichen das so ein bisschen beschrieben.
01:08:03: wie kann zum Beispiel aus der Linien-Binnenschifffahrt die Generalisierung der Pflege lernen?
01:08:08: Wie kann der aus dem Orchester die Orchestrierung eine Operation erfolgen?
01:08:13: und ich glaube der Mensch da so multidimensional.
01:08:16: die Arbeitgeber sehen ja eher so das Stellenprofil dass ziemlich ein Dimensionals auch irgendwie erfunden ist teilweise gelogen wie toll die Stelle ist ... das Bewerbungsanschreiben des Mitarbeiter, dass auch so halb erfunden ist.
01:08:28: Halb irgendwie sich selbst darstellt in seinen Skills die auf die Stelle passen.
01:08:32: aber da sind noch achtzig Prozent andere Sachen.
01:08:34: und das wird heute nicht gehoben.
01:08:36: und deshalb mein Tipp wäre sich mal nochmal zu schauen und mit den Mitarbeitern zusammen eben zu gucken wie man die Stellen teilweise aufbricht... ...und die Talente mehr fördert statt Leute in eine bestimmte Position zu pressen und dass die eben den gleichen Job seit X Jahren machen, wo man die gar nicht weiterentwickelt.
01:08:56: Ich glaube dieses Weiterkommen, Weiterentwicklen ist für viele Arbeitnehmer ein wesentliches Ziel.
01:09:02: Dass man irgendwie doch so Treppchenartig im Laufe seines Lebens irgendwie was qualitativ Besseres machen will, sich weiterentwickeln will in irgendeine Richtung Und das kann ich ja tun indem mich das vielleicht so ein bisschen multidimensionale gestaltet.
01:09:17: Also was ich rausführe ist Flexibilität ist ein großes Thema ... persönliche Förderung ist ein großes Thema.
01:09:28: Und am Ende auch Entwicklungsfelder.
01:09:31: Genau, und die Möglichkeit.
01:09:32: Und daraus entsteht eigentlich dann Innovationen... ...und im besten Fall auch Spaß bei der Arbeit.
01:09:36: Ja!
01:09:38: Und vielleicht als kleiner Abschluss was würdest du?
01:09:41: Auch da weil du in einer Quelle sitzt Personen raten die quasi entweder zwischen Jobstudium und Job sind oder gerade kurz davor den Job zu beginnen.
01:09:49: Was würdest Du ihnen raten, was sie im Besten Fall für die moderne Arbeitswelt mitbringen sollten?
01:09:53: Also wir haben den Slogan nach Form Du kannst alles sein und das ist tatsächlich so.
01:09:58: also ich glaube, dass wichtigste wenn ich auf mich auch beziehe ist.
01:10:03: Also einen gewissen Wissensdurs zu haben oder es muss noch nicht mal wissen zu sein eine Neugier zu haben und sich dann auch selbst reinzufuchst und nicht nur zu können sondern es zu tun umzusetzen.
01:10:15: Ich kann ja heute mit YouTube, mit JetGbD, mit Gemini, mit Claude, mit dem Internet ... mich in alles reinarbeiten und meine Skills sind alle Richtung super vertiefen.
01:10:27: Und heute bin ich keine Ahnung, Beamter?
01:10:29: Morgen bin ich Dronepilot!
01:10:31: Also ich kann alles werden wenn ich will.
01:10:32: Das ist schon überfordert den einen oder anderen... aber es ist doch super dass ich mich in alle Richtungen entwickeln kann, vor allem meinen Talent nachgehen kann.
01:10:40: Meine Empfehlung wäre das ich mich heute also mir richtig so wieder.
01:10:45: früher hat man gesagt in dem Flow kommen.
01:10:47: Sollte sich mit einer Aufgabe stundenlang beschäftigen ohne dass man da irgendwie Vergiss trinken, schlafen.
01:10:54: Man ist einfach voll drin!
01:10:55: Ich wünsche viel dass sie jetzt die Gelegenheit nutzen wieder in so einen richtigen Flow zu kommen und sich mit KI da richtig reinzudenken und ihr Talent vielleicht auch erst finden oder ausbauen und dann nach und nach Stückchenweise dieses Talent auszubauen sodass es irgendwann ja Hauptjob wird.
01:11:12: Was ist wenn du... Wenn wir dich schon mal hier haben?
01:11:16: Was ist die eine... Die eine KI Anwendung der eine KI-Tipp?
01:11:20: Wenn du einen Tipp geben könntest, welchen KI-Tipp würdest du den Leuten geben?
01:11:24: Die KI zu fragen... ...was man machen soll.
01:11:28: Danke David!
01:11:29: Gerne
01:11:31: Das war der Mann.
01:11:31: dem Morning Club.
01:11:32: Dank fürs Einschalten und Zuhören.
01:11:34: Wir hoffen es hat euch sehr gut gefallen so gut wie es uns gefallen hat.
01:11:37: wenn es euch gefallen hat abonniert gerne unseren YouTube Kanal folgt uns auf Spotify und Co.
01:11:42: lasst super gerne eine Bewertung da.
01:11:43: erzählt euren Freunden davon erzählt eurem Chef davon erzählt Euren Kolleginnen davon Und wir hoffen, dass ihr nächstes Mal wieder dabei seid.
01:11:50: Wenn es heißt mal dem Morning Club jeden ersten Montag im Monat!
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