Timo Schneider: Gute Führung beginnt bei dir selbst – mit Empathie, Klarheit & Grenzen I MMC Ep. 003

Shownotes

Was macht gute Führung wirklich aus – und warum reicht Fachkompetenz allein dafür nicht?

In dieser Folge des Monday Morning Club spricht Julia Stinshoff mit Timo Schneider, systemischem Coach, Führungskraft und Head of Operations Mental Health Coaching beim Fürstenberg Institut.

Gemeinsam sprechen sie darüber, warum Menschen häufig in Führungsrollen geraten, ohne sich vorher die entscheidende Frage zu stellen: Will ich überhaupt führen? Es geht um Selbstreflexion, Eigenverantwortung und Orientierung, um die Grenzen einer coachenden Haltung und darum, weshalb Empathie allein noch keine gute Führung ausmacht.

Timo erklärt, warum Führung auch bedeutet, Klarheit zu schaffen und Grenzen zu setzen und welche Rahmenbedingungen Unternehmen brauchen, damit Menschen langfristig leistungsfähig bleiben.

Eine Folge über gesunde Führung, psychologische Sicherheit, Verantwortung und die vielleicht wichtigste Frage für Führungskräfte: Wer bin ich eigentlich, wenn ich keine Führungskraft bin?

Transkript anzeigen

00:00:00: Jemand ist gut darin, sein Thema weiterzuentwickeln wird dann vielleicht gleichgesetzt mit dir.

00:00:04: Die Person ist auch gut daran andere Leute weiter zu entwickeln.

00:00:06: Welche

00:00:06: unbequeme Frage sollte sich eine Führungskraft

00:00:09: regelmäßig stellen?

00:00:11: Wer bin ich wenn ich keine Führungskraft bin?

00:00:13: Gute Führungen bedeutet für mich in erster Linie erst mal zuhören können.

00:00:17: Basis ist und bleibt der Mensch.

00:00:19: Das heißt wirtschaftliche Performance ist ein Ergebnis von menschlicher Performance uns nicht der Preis.

00:00:24: Wer kennt es nicht?

00:00:26: Es ist Montagmorgen Der Wecker klingelt die neue Arbeitswache ruft Und ich würde mich am liebsten nochmal umdrehen.

00:00:33: Aber muss das so sein?

00:00:35: In diesem Podcast spreche ich Julia mit Expertinnen, die den Montagmorgen ein bisschen leichter und den Rest der Arbeitswoche deutlich besser machen.

00:00:45: Gemeinsam überlegen wir wie eine Arbeitswelt aussehen kann in der Unternehmen wachsen und wir gleichzeitig morgens gerne aufstehen!

00:00:53: Und damit herzlich willkommen zum Monday Morning Club!

00:01:13: Sehr verehrte Zuschauerinnen und ZuhörerInnen.

00:01:15: Wir freuen uns sehr, denn heute starten wir mit einer neuen und zwar der dritten Folge Monday Morning Club!

00:01:22: Und ich habe heute einen ganz besonderen Gast nämlich den fantastischen Trommelwirbel Timo Schneider!

00:01:31: Timo ist systemischer Coach, Führungskraft & Head of Operations Mental Health Coaching beim Fürstenbeck-Institut und Überraschung.

00:01:42: Mein Chef.

00:01:45: Timo, was ich dich schon immer mal fragen wollte?

00:01:48: Wie ist es eigentlich der Chef von Julia Stinsow zu sein?

00:01:53: Julia!

00:01:53: Das ist eine wundervolle Frage.

00:01:55: Guck's

00:01:55: das steht hier gar nicht.

00:01:56: Also wie ist es also eigentlich von seiner eigenen Mitarbeiterin interviewt zu werden?

00:02:02: Ich finde es sehr spannend.

00:02:05: Ich freue mich eigentlich weil ich den Eindruck habe wir können auch so einmal gut sprechen und jetzt machen wir das Ganze in einem etwas hohem Meldungbrahm.

00:02:13: Da wird was Gutes bei rumkommen.

00:02:14: Das

00:02:15: glaube ich auch!

00:02:17: Wann hast du gemerkt, dass dich die Art und Weise wie Menschen miteinander arbeiten tatsächlich noch mehr interessiert als deine eigentliche Aufgabe?

00:02:27: Also ich würde sagen so einen genauen Zeitpunkt den krieg' ich eigentlich gar nicht so aus.

00:02:33: aber ich habe also in der Retrospective konnte ich irgendwann so ein Zeitraum feststellen wo ich gemerkt hab es formt sich langsam weil Vielleicht so vom Set-up her.

00:02:46: Ich war nie derjenige, der gesagt hat... Das ist mein Ziel!

00:02:50: Das will ich mal werden und das will ich lernen.

00:02:52: Und wenn ich das gelernt habe möchte ich folgende Stufen erklimmen sondern eher... Ich hab eine grobe Idee, mal mehr Mal weniger aber eine Idee und dann schlage ich in Richtung ein oder Rest fängt an sich zu entwickeln und dann eher es entstehen Türen und Toren.

00:03:08: Und ich würde sagen, das ist mir mal ganz gut gelungen, ein Gespür dafür zu haben wann lohnt es sich irgendwo zu bleiben oder auch reinzugehen?

00:03:20: Am Ende war's so dass tatsächlich nach einem Studium als ich in den Job eingestiegen bin, war das erstmal so ein bisschen Kontrolling, bisschen Vertrieb... Geschäftsführungsassistenz, so alles und nichts jetzt mal platformuliert.

00:03:35: Und dann war das... ...und man habe ich eine Mentorin gehabt die hat Dinge mir gesehen, die ich noch nicht gesehen habe.

00:03:41: Nämlich eben das sehr, ich sage es jetzt mal eher menschenzentriert oder dass die Kompetenz mehr dort drin liegt als ein Expertin einem ganz bestimmten Thema zu sein wie jetzt vielleicht im Controlling- oder Marketing oder so.

00:03:55: Ja und so konnte ich mich dann recht schnell in Führung entwickeln und war gleichzeitig auch ziemlich überfordert weil ich konnte ja eigentlich nichts und doch hat irgendwas funktioniert.

00:04:08: Und das war dann irgendwann, ich weiß nicht nach vielleicht zwei drei Jahren, wurde es irgendwann rund, dass ich gemerkt habe wo liegt mein Wert eigentlich?

00:04:15: Der Wert liegt dann eben nicht unbedingt darin, dass der beste bin fachlich in dem um das es in dem Team geht sondern eher jemanden dessen Kompetenz daran liegt mit Menschen umzugehen.

00:04:27: Und das musste ich echt aber lernen über die Erfahrung, über was mir rückgespiegelt wurde.

00:04:31: Was ich erst mal selbst gar nicht richtig glauben konnte.

00:04:34: Du kennst Coaching ja auch von beiden Seiten also als Gekochter und als Coachender.

00:04:42: Was hat das mit deinem Verständnis von Führung gemacht?

00:04:47: Also... Ich könnte jetzt sagen es hat alles verändert.

00:04:51: gleichzeitig ist es so würde ich sagen dass Coaching und dieses Ausleben, ich nenn's immer so der Coaching-Persönlichkeit.

00:05:00: Irgendwie auch für mich ein Prozess ist es sich mehr mit dem zu verbinden was ich auch auf eine Art als Berufung empfinde.

00:05:06: also das heißt Ich verbind' mich damit irgendwie mit etwas von mir.

00:05:09: Also wo ich jetzt gar nicht sag wow Das is irgendwie ne krasse Veränderung.

00:05:14: sonst ist er ein.

00:05:16: Man kommt eher mehr bei sich selbst an.

00:05:19: So, jetzt kann man das aus verschiedenen Perspektiven betrachten.

00:05:21: Natürlich ist es vielleicht eine Veränderung.

00:05:23: Gleichzeitig fühlt sich's eher so an ... Ah!

00:05:26: Man kommt irgendwie in einen Bereich rein im Kontakt mit sich und seinem Umfeld, indem man sie einfach wohler fühlt.

00:05:35: Weil ich für mich gemerkt hab Zwischenmenschlichkeit ist eigentlich, dass worum es in meinem Leben geht.

00:05:39: In meinem Leben gibt's für mich darum Menschen, Berührmenschen inspirieren.

00:05:43: Das ist mein Claim.

00:05:47: Wo ich versuche, das in allen Rollen die ich habe auszuleben und das kann ich als Coach.

00:05:52: Das kann ich auch als Führungskraft, als Mitarbeiter letztlich, ja?

00:05:55: Als vielleicht jemand der jetzt hier sitzen darf und vielleicht hört auch irgendjemand zu und findet irgendwie was Anschlussfähig, auch als Partner, also du kannst es überall ausleben Und am Ende ... Ich will sagen, was hat's bewirkt?

00:06:14: dass ich, glaube ich noch mehr Verständnis für mich selbst gewonnen habe.

00:06:18: Ich würde sagen das ist das Zentrale.

00:06:19: Ich hab natürlich auch viel lernen dürfen über Menschen und auch sehr achtsam damit umzugehen, dass sie dann in seinem eigenen Prozess ist.

00:06:26: Und gleichzeitig aber das größte ist, dass sich das meiste über mich selbst gelernt haben und es ist auch heute noch so... ich coache nebenher noch und die Coaching Sessions sind auch heute für mich immer eigene Reflektionsfelder.

00:06:38: also natürlich ... ich begehe mich gerade, ich habe eine Rolle und gleichzeitig lerne ich immer etwas über mich selbst.

00:06:45: Und deswegen ist das sozusagen auch immer wieder die Einladung des Coaching und deswegen hat sich Perspektive sehr verändert, immer mehr bei sich selbst anzukommen.

00:06:53: was finde ich als Führungskraft?

00:06:55: ja muss kontinuierlich in der Selbstreflexion bleiben weil es echt herausfordern ist sonst mit diesen diversen Anforderungen Hüten Masken usw.

00:07:04: umzugehen.

00:07:05: und deswegen da hat sich das meiste gedreht wo man vor ein bisschen übersteuert hat.

00:07:09: in Ängsten war vielleicht auch mal nicht klar für sich war, dass sich das einfach etwas mehr verändert hat und somit auch die Ansprache nach außen verändert.

00:07:18: Kommen wir zu einem grundsätzlichen Problem der Führung.

00:07:22: du hast im Vorgespräch gesagt in Deutschland ist Führungen oft der einzige echte Karriereaufstieg.

00:07:29: was es daran problematisch und warum werden gute Fachkräfte so oft zu nicht immer sehr guten Führungskräften gemacht?

00:07:38: Wie viel Zeit habe ich jetzt?

00:07:40: Ja, wir haben noch ganz viel Zeit.

00:07:42: Wir haben ja kaum gesprochen.

00:07:43: Genau!

00:07:46: Gut also ah es ist erstmal so... Ich meine ich kenne das selbst.

00:07:49: Also wenn du musst einen Betriebgut am Laufen halten Jetzt bricht dir jemand weg Du musst Lösungen finden.

00:07:55: und was passiert relativ schnell erst mal?

00:07:57: Du guckst wer könnte diese Lücke erst einmal besetzen?

00:08:01: Und was passiert dann häufig?

00:08:03: Aus der Not heraus wird nicht nur eine Auge zugegriffen, sondern vielleicht anderthalb.

00:08:07: Ja das wird schon irgendwie ein Faktor den ich häufig beobahse einfach Druck weil es irgendwie am Laufen gehalten werden muss und dann wird jemand vielleicht der schon lange da ist er die Abläufe kennt der vielleicht auch die Leute kennen.

00:08:17: Das ist so der easy deal vermeintlich.

00:08:19: Aber nochmals wird halt häufig nicht abgeglichen.

00:08:21: Ist die Person ansatzweise für sich überhaupt gewillt dass zu tun bewusst gewillte?

00:08:29: Und Fachkräfte, ja gut ist der Klassiker.

00:08:31: Ich glaube es werden Kompetenzen vorausgesetzt wenn jemand eine gute Fachkraft ist die automatisch auf Führung im Sinne von disciplinärischer Führungen übertragen werden.

00:08:42: Also jemand ist gut darin seinen Thema weiterzuentwickeln wird dann vielleicht gleich gesetzt mit dir.

00:08:47: Die Person ist auch gut darinnen andere Leute weiter zu entwickeln was er letztlich in Kern ist der Führungsaufgabe und das funktioniert eben sehr häufig nicht und da gibt beides verloren Die Fachlichkeit, also die Kreativität und gleichzeitig hat es häufig keine gute Wirkung weil die Führungsleistung auch nicht dementspricht was allem gerecht werden

00:09:06: kann.

00:09:07: Und warum investieren Unternehmen nicht mehr in die Vorbereitung auf Führungverantwortungen sondern mehr auf Fachkompetenzen?

00:09:18: Es

00:09:19: ist eine sehr gute Frage.

00:09:20: ich glaube Ganz pauschal ist das logischerweise nicht zu beantworten, weil ich würde sagen es gibt auch unterschiedliche Unternehmen, unterschiedliche Kontexte die mehr Fokus drauf legen oder eben weniger.

00:09:30: Aber ich habe den Eindruck dass es vor allem... Es geht um Druck und Effizienz.

00:09:35: also am Ende wenn wir uns jetzt momentan die Situation anschauen gerade in der deutschen Wirtschaft insbesondere Ich meine wir beobachten sie ja auch im Institut seit vielen Jahren Wir arbeiten mit vielen Unternehmen zusammen wo man einfach merkt hey was steht im Fokus?

00:09:47: Stellenabbau, Restrukturierung, Druck Also es geht um Effizienz am Ende des Tages.

00:09:52: Gleichzeitig wird irgendwie noch versucht, Innovationskraft hoch zu halten.

00:09:56: Das funktioniert momentan aber auch nicht so richtig wenn wir uns zumindest mal unsere alten Industrien anschauen die jetzt alle ein bisschen in Seilen hängen weil sie links und rechts aus den USA China usw.

00:10:04: überholt werden.

00:10:05: Und ich glaube das ist eine erhebliche Faktor dass sozusagen sagt hey ja wir würden vielleicht gerne investieren aber entweder fehlt uns die Zeit und das Geld und vor allem ... die herausfordernd aus meiner Sicht ist, der Return on Invest... ... ist da auch tricky zu berechnen.

00:10:25: Also ein Unternehmen, also ich würde sagen wenn wir jetzt Vorstandsvorsitzenden fragen,... ... er würde eigentlich immer wieder sagen ja also ich stelle Leute ein, die müssen das einfach mitbringen und ansonsten bringe ich Leute in Führungsposition rein.

00:10:35: Da müssten die erstmal nicht so viel können, ja?

00:10:37: Und dann qualifizieren sie sich da und dann geht es weiter hoch aber da wird zu wenig Fokus auf die Auswahl gelegt.

00:10:44: Wie gesagt Druckeffizienz ist glaube ich so das Primäre und Manchmal schwierig greifbar, wann rentiert sich das?

00:10:50: wie?

00:10:51: Wie zeigt sich das wirklich?

00:10:52: und ich glaube da gibt es auch noch viel zu tun in der Unternehmenswelt.

00:10:55: Wie könnten sollten müssten wir denn Karriere neu denken damit Führung sozusagen nicht der einzige nächste Karriereschritt

00:11:06: ist?

00:11:07: Also aus meiner Sicht wäre es schön wenn wir anfangen vielleicht auch erst mal über andere Begriffe nachzudenken.

00:11:19: Weil am Ende des Tages ... Laufbahn bedeutet ja, also ich muss laufen!

00:11:23: So, Karriere?

00:11:25: Es gibt eine Bahn!

00:11:26: Ja, bei Karrieres ist auch Karreira es auch sozusagen, laufen.

00:11:29: Also das heißt vom Prinzip rennen.

00:11:32: Der Begriff an sich ist ja schon darauf ausgelegt... Ich bin

00:11:35: kurzatmig.

00:11:35: Ja,

00:11:36: ich war.

00:11:38: Ich musste erstmal rennen und äh ... Häufig fühlt sich das ja auch genau so an.

00:11:44: Das heißt, man durchläuft Phase und du merkst die Anforderungen sind einfach groß.

00:11:47: Und nochmal durch dieses Vendantprinzip mit dem wir nun mal alle irgendwie ein Stück weit geprägt durch die Gegend rennen, der eine mehr oder andere weniger ist.

00:11:54: Das Gefühl, du musst rennen!

00:11:55: Rennen!

00:11:56: Rennen damit es was wird.

00:11:59: Und in meiner Sicht ist hier genau auch eines der Dilemmas, die wir heute haben als wenn wir mehr psychische Erkrankung oder psychische Belastung auf Höchststände.

00:12:06: Warum?

00:12:07: Das ist natürlich mehr schichtig ohne Frage aber eben auch, weil es eine zunehmende Diskrepanz gibt.

00:12:15: Dass wir uns suggeriert, wir müssen in einer Welt immer schneller laufen und wenn wir's nicht schaffen, dann stimmt irgendwas mit uns nicht.

00:12:24: Ja!

00:12:24: Und die Welt dreht sich mal schnell... Also wir können gar nicht so schnell laufen um dort Schritt zu halten.

00:12:28: Es gibt ein paar, die können das aber die sollten noch nicht der Benchmark sein.

00:12:33: also das heißt ich würde schonmal dafür plädieren dass jeder für sich diesen Begriff einmal Genau, betrachten dabei.

00:12:40: Da geht's um die Selbstreflexion für sich zu wissen ... Auf welchen Teil davon will ich mich einlassen?

00:12:48: Weil das ist erst mal ... Die Basis liegt aus meiner Sicht bei jedem Einzelnen.

00:12:53: Deswegen ist es auch gut wenn auch Unternehmen in solchen Sachen rein ein bisschen Selbstreflektion gefördert wird und nicht immer nur in der Gruppe Maßnahmen gemacht werden oder nicht immer auf Führungskräfte gemünzt.

00:13:05: Und ich glaub als Unternehmen ... Also aus meiner Sicht sind Unternehmen ja schon darin aufgestellt, dass es meistens Fach- und Führungskarrieren gibt.

00:13:17: Das funktioniert schon.

00:13:18: Je kleiner das Unternehmen, desto geringer sind die Möglichkeiten.

00:13:22: Ich glaube aber, dass ist schon gut ist wenn auch Unternehmen darüber nachdenken wie sie Funktionen mehr Wertigkeit geben können, Führungsverantwortung oder Verantwortung einhergehen.

00:13:36: Was bedeutet für dich gute Führungen, also heute?

00:13:40: Und wie hat sich deine Idee davon im Laufe deiner Karriere verändert?

00:13:45: Gute Führung bedeutet für mich in erster Linie erst mal zuhören können.

00:13:50: Ich finde es sehr herausfordernd und fällt mir auch nicht immer leicht.

00:13:52: Kannst

00:13:53: du aber.

00:13:53: Danke, danke!

00:13:54: Gleichzeitig weiß ich das ich auch gerne das Wort ergreifen.

00:13:57: Das ist tatsächlich ... Aber merke ich etwas was... für mich mit am prägendsten ist, weil da... Man redet ja auch mal viel über Empathie in der Führung.

00:14:06: Das ist das ganz wichtige Skills und am Ende des Tages ist es für mich also Empathien ein Begriff wo's sehr stark darum geht in die Lage zu kommen, zuzuhören.

00:14:17: Also zuzuhören bedeutet für mich auch sich wirklich auf jemanden einzulassen.

00:14:22: In dem Moment wo du mir etwas erzählst muss ich mich irgendwie an die Lage bringen dass ich mich auch auf das Einlass was du mir erzählest und nicht direkt schon irgendwo im Kopf woanders bin.

00:14:34: Weil darüber, was mein einfach entsteht das was es braucht im Job genauso wie auch in allen Beziehungsgefächten die es gibt also im Jobs sind ja auch Beziehung geflächte.

00:14:44: Also am Ende des Tages ist ein andere Beziehungen als Allesbeziehungsgeflechte.

00:14:48: Es geht immer darum dass wir gesehen werden wollen.

00:14:50: Und wie mache ich das?

00:14:52: indem ich gut zuhören kann?

00:14:53: Das heißt wenn ich's mit einem Begriff erraben muss dann geht natürlich noch weiter

00:14:57: Wie viel Orientierung braucht Mitarbeiter oder Mitarbeitende und wie viele Eigenverantwortungen sollte man als Führungskraft ihn gewähren zulassen?

00:15:09: Mein Credo ist immer so viel Eigenverordnung, wie es irgendwie geht.

00:15:15: Aber das ist natürlich schwierig zu messen.

00:15:16: und jetzt kannst du auch meine Erfahrungen über die Zeit... Warte mal, wenn ich mir das erhört.

00:15:22: Ich bin so mit ... Mit fünf, zwanzig hatte ich mein erstes Thema seit dreizehn Jahre ungefähr.

00:15:27: Also es hat sich auch echt verändert in der Zwischenzeit.

00:15:30: Am Anfang hast du ja irgendwie so denkst dir alle müssen... Alle müssen das gut und richtig finden was zu massen.

00:15:36: Alle müssen mitziehen!

00:15:38: Und wenn du irgendwas vorstellst und sagst dann sollte am besten niemand kritisch sein weil das ja bedeuten könnte dass sie nicht mitziehen und dann scheiterst du als Wirkungskraft ne?

00:15:49: Und was ich gelernt habe ist, du kannst es generell nie... ... pauschalisieren.

00:15:54: Also du kannst immer Wünsche haben, du sagst es gibt gewisse Themen... Ich meine das kennst du auch ja.

00:15:58: also ich mein wir können vieles immer schön auch miteinander besprechen und diskutieren um manche Themen die sind nicht verhandelbar.

00:16:05: Dass ich sozusagen mich davon löse dass alles immer gleich funktioniert.

00:16:08: Das heißt wenn ich etwas direktiv durchbringen muss, dass dann alle sagen Jaaa und genau so auch, dass wenn ich viel Eigenverantwortung gebe und sage es gibt somit auch viele Handlungsspielräume, dass auch jeder das gleich nehmen kann weil Das am Ende ist, ich meine wir sind ein großes Team.

00:16:25: Wir sind jetzt bundesweit ja All-Inselmails auch irgendwie an die siebzig Leute also jetzt nur bei uns im Beratungsteam und das bedeutet natürlich du hast auch super viele unterschiedliche Charaktere und der eine ist mehr zu Hause darin sehr eigenverantwortlich zu arbeiten und die andere Person vielleicht eher nicht.

00:16:47: Was

00:16:47: machst Du mit der, die nicht so eigen verantwortlich arbeiten kann.

00:16:53: Also ich glaube erstmal, der erste wichtigste Job aus meiner Sicht als Führungskraft ist sich bewusst zu machen wer wie schwingt.

00:17:00: also das ist so und ich glaube dass was häufig nicht passiert was auch finde ich für wenn man mal über etwas wie menschliche Nachhaltigkeit auch mal nachdenkt dann geht es für mich in Unternehmen ja auch darum wie schaffst du gute Beziehungen gute Bindung somit auch gute Leistungsfähigkeit indem du Menschen irgendwie auch wahrnimmst und siehst.

00:17:20: Und nicht einfach nur sagst, so das ist es jetzt machen sitzen klappe halten und diese also sich dahin zu setzen und das sozusagen mit sich auszutarieren muss ich für mich größter Prozess in meinen Jahren in der Führungsrolle weil du ja häufig genug die Erfahrungen sammelt.

00:17:38: Jetzt wirst du ein Gespräch, das läuft nicht so wie du dir das vorstellst.

00:17:41: Weil jemand vielleicht nicht gut mit dem umgehen kann und dem gerade der Eigenverantwortung den du gibst oder sagst, oh jetzt ist schon wieder eine Frage ja da ist doch schon alles geklärt was sind da jetzt los?

00:17:50: Und dann musst du dich selbst erstmal mal hinterfragen und sagen okay also was hast du hier grade nicht im Blick?

00:17:58: Und dann kommst du nämlich an den Punkt, okay da ist jemand der vielleicht in einer Situation ist das er oder sie mehr Orientierung braucht.

00:18:04: Also das heißt erst einmal zu dieser Erkenntniszukommens.

00:18:06: aus meiner Sicht klingt so leicht es war aus meiner sicht mit Das A und O von Führung.

00:18:12: Lerne die Menschen zu verstehen mit denen Du arbeitest.

00:18:20: Ich hab da kein Pauschal Rezept gleichzeitig etwas mehr Aufmerksamkeit.

00:18:24: also ich merke Meine Führung sieht so aus.

00:18:27: Ich weiß, wenn Leute wissen was sie tun dann weiß ich meldet euch wenn etwas ist und ich mache es andersrum auch.

00:18:37: Und bei Personen wo man spürt da ist gerade mehr Orientierung aus welchen Gründen auch immer ... muss ja nicht nur von der Arbeitsaufgabe sein, es kann ja auch ... ... Lebensphase oder so sind sie auch.

00:18:48: Dann eben mehr Angebote zu machen, mehr einzuchecken und da geht's für mich erst mal um Angebote.

00:18:54: Nicht direkt so jetzt müssen wir mal sondern erstmal angeboten gucken welcher Resonanz erzeugt ist weil in meiner Erfahrung zeigt das dann wow!

00:19:01: Da kann wahnsinnig viel wachsen... ...in so einer Flungskraft-Mitarbeiterbeziehungen gerade wenn die Orientierung so ein bisschen gerade fehlt.

00:19:09: Super, jetzt hast du die perfekte Überleitung zu unserem nächsten Schwerpunkt sozusagen gegeben.

00:19:14: Führung ist nicht Coaching aber Coaching kann Führungen verändern.

00:19:19: also du bist ja selber Coach und Führungskraft.

00:19:22: wo liegt für dich die Grenze?

00:19:24: Und was kann eine Führunskraft aus einer Coaching-Haltung übernehmen?

00:19:28: das sind wir auch gleich bei Fragen stellen usw.

00:19:32: Also erst mal der Auftrag ist ein gänzlich anderer.

00:19:36: Ich finde, dass es tatsächlich auch immer das Wessen ich mir immer wieder bewusst werden darf.

00:19:40: Wenn man in Gesprächen ist... ... sich mal wieder zu einer Frage, welche Rolle nehme ich hier gerade an?

00:19:47: Auch als Führungskraft kannst du je nachdem was es für ein Meeting ist.

00:19:51: Was du hast ja auch entscheiden ob du sagst hey... Ich sitze hier grad selber als jemand der mittexploriert und somit übernehme ich vielleicht eher eine coachende Haltung die sehr fragend ist,... ...die Offenheit suggeriert weil sie auch Offenheiten hat und nicht schon einen vorgefertigten Lösungsweg.

00:20:07: Aber als Fährungskracht sehr häufig ist er so also... Ja, ich möchte einen Raum geben.

00:20:13: Ein Raum für Austausch.

00:20:15: Ungleichzeitig habe ich vielleicht schon ein Weg der zumindest nur in Gewissenteilen verhandelbar ist und das ist etwas... Das muss ich mir immer wieder bewusst machen, wenn es uns kippt.

00:20:26: Aber sonst ist es so ein bisschen ja... Ich bin ganz interessiert, ich bin ganz offen.

00:20:32: Nee wir lassen alles einfließen!

00:20:35: Da wird

00:20:35: man auch nie fertig oder?

00:20:36: Entweder dass oder aber es ist ein bisschen so eine wie soll ich sagen, es hat dann etwas leicht vorgeschoben ist.

00:20:46: Also glücklicherweise habe ich die Erfahrung selbst nicht.

00:20:49: so hoffe ich mal auf welche sehr gute Führungskräfte in meinem Leben bisher haben durfte.

00:20:53: aber dieses Moment jetzt darf ich mich einbringen.

00:20:57: hier wird ganz offen gefragt und ich krieg eigentlich mit im Nachgang der Weg von vornherein feststand.

00:21:06: Das ist irgendwie dann nicht so ergebnisoffen.

00:21:09: Und Coaching per se ist ja erst mal Ergebnissoffen, also wenn ich als Coach drin bin und da sich wusste man wann bin ich Ergebnis offen?

00:21:15: Die Räume habe ich als Führungskraft... Wann aber auch nicht!

00:21:18: Und wenn ich es nicht bin, dann sollte ich mir das bewusst sein und nicht zu sehr der Coach sein sondern dann gilt es auch wirklich in einem, wenn's notwendig ist, auch Machtdistance reinzugehen.

00:21:28: Was hat dir dein eigenes Coaching über dich als Fährungskraft gezeigt?

00:21:33: Also erst einmal hat es mir gezeigt, dass es völliger Quatsch ist zu sagen ich bin eine Führungskraft und ich bin ansonsten der Timo.

00:21:40: Sondern ich bin ich mit dem was ich meine Führungsrolle einbringe und das ist untrennbar miteinander verbunden.

00:21:50: Das heißt also, dass an meiner Erkenntnis ist wir... also um in unseren Rollen zum Beispiel jetzt Führungenskraft kann ja auch eine andere Rolle sein Partner Freund Ich kann auch einfach Mitarbeitung unternehmen, ich muss ja keine Führungskraft sein.

00:22:07: Das ist einfach für alle Rollen die wir leben wichtig ist zu begreifen dass wir mehr sind als diese Rolle und das dieses Mehr maximal Einfluss hat auf die Rolle.

00:22:19: also das heißt ich kann dir sagen in meinen Coachings ging es vieler um Familiensysteme Prägungsrahmen.

00:22:28: warum neige ich dazu überhaupt Verantwortung übernehmen zu wollen zu erkennen manchmal eigentlich dazu, zu viel Verantwortung zu übernehmen.

00:22:37: Ah dann wird man der Helfer auf einmal.

00:22:39: Okay was macht das mit mir?

00:22:42: Dann lernst du fest es gibt bestimmte vielleicht auch Eigenschaften an Menschen die das stärker befördern.

00:22:51: ja also das heißt du lernste Manfekt dass war für mich das, mich selbst besser zu verstehen aber nicht als Führungskraft sondern erst mal ich mich als Mensch mit allem diesem Leben nun mal bin und lerne das dann zu übertragen auf meine Rolle als Führungskraft.

00:23:06: Und das hat mir enorm geholfen, mich selbst auch vor allem gut regulieren zu können und nicht zu übersteuern weil gerade wenn du ein starkes oder überstarkes Verantwortungsbewusstsein hast bist du als Füllungskraffen maximal eingeladen bis Timbuktu zu schießen und im schlimmsten Fall landest du dann irgendwann in Burnout, wenn du nicht aufpasst.

00:23:26: Genau!

00:23:26: Das war nämlich auch eine meiner Lieblingsfragen, auf die ich mich gefreut habe.

00:23:29: Was passiert mit einer Führungskraft wenn sie versucht sozusagen alles gleichzeitig allen Anforderungen gleichzeitig gerecht werden

00:23:35: zu wollen?

00:23:37: Am Ende ist es ja so... Auch da vielleicht als Führungskraft sind wir in aller Regel ja im Spannungsfeld konfrontiert.

00:23:45: das heißt Wir können nicht alle Sachen erledigen, also nicht alle Aufgaben und nicht alle Anforderung in uns gestellt werden.

00:23:53: Es ist schlicht unmöglich Und der Stress entsteht ja primär dadurch, dass wir jetzt an einem Punkt sind aber gerne woanders wären und diese Diskrepanz als schlecht empfinden.

00:24:07: Das heißt also ob wir wollen oder nicht?

00:24:09: Wir werten uns selbst ab und das gleichzeitig können wir nicht stehen lassen.

00:24:12: Also müssen wir immer schneller rennen!

00:24:14: Aber gleichzeitig werden wir nie irgendwo ankommen wo wir alles erledigt haben.

00:24:19: Und das ist aus meiner Sicht eine der Kernaufgaben als Führungskraft, sich dessen bewusst zu werden, dass man in diesem Spannungsfeld ist und damit leben lernt und nicht dieser Karotte immer wieder

00:24:29: hinterherrennt.".

00:24:31: Ich finde jetzt hier gerade die Frage nicht, die ich aufgeschrieben habe.

00:24:33: Ist doch egal!

00:24:33: Ich weiß sie glaube ich noch einigermaßen aus dem Kopf.

00:24:35: Welche Frage sollte sich – weil wir grade bei Selbstreflektion waren – welche unbequeme Frage erinnere ich noch?

00:24:42: Sollte sich eine Führungskraft regelmäßig

00:24:45: stellen... Wer bin ich, wenn ich keine Führungskraft bin?

00:24:49: Das ist wirklich aus meiner Sicht zentral.

00:24:53: Weil wenn wir zu stark neigen uns über diese Rolle zu definieren dann fängt auch an was zu kippen.

00:24:58: also vielleicht hast du es auch schon erlebt dass ich manchmal das sind so Nuancs die Du wahrnimmst das ist eine gewisse wie soll ich sagen entweder eine Überhöhung die man manchmal wahrnimmt ja man identifiziert sich zu stark mit etwas macht man es größer als es ist und das fühlt sich mal komisch an für die Leute gegenüber.

00:25:19: Oder es entsteht manchmal so eine Verbissenheit, dass du so merkst, so manchmal in der Resonanz gegenüber, oh Gott!

00:25:25: Du musst jetzt schon aufpassen als Mitarbeiter oder als Kollege wie du jetzt Kritik äußerst, weil die Person ist so verbissen verbunden mit dieser Rolle, dass wenn du das jetzt ansprichst... Genau.

00:25:37: Und deswegen finde ich diese Frage aus meiner Sicht essenziell sollte jeder für sich immer wieder einchecken Noch hier.

00:25:44: Also wenn mich auf LinkedIn sieht, da steht Coaching ist just damn smart!

00:25:47: Das steht dann nicht einfach nur als irgendein Slogan.

00:25:49: Hier die Überzeugung trage an solche Punkte kommst du aber selten über Bücher lesen und so sondern über wirklich tiefe Reflexion mit dir.

00:25:57: das kannst du auch mit eng freund haben wenn du coole Freunde hast.

00:26:00: aber dafür muss ich sagen es ist wirklich dieser Weg von mal auch mal gekoached oder beraten zu werden regelmäßig hilfreich.

00:26:07: um sich diese Frage zu beantworten.

00:26:08: Absolut es braucht ja den Neutralen Blick, den unbeteiligten Blick.

00:26:16: Was würde es konkret bedeuten Menschen langfristig leistungsfähig zu halten statt Leistung immer nur kurzfristig

00:26:24: abzurufen?

00:26:27: Langfristigen Erfolg, langfristige Wirksamkeit sowohl für die Individuen als auch für die Organisation?

00:26:34: was mich zunehmend bewegt und ja auch uns irgendwie als Organisation zu dem bewegt, ist ja so.

00:26:41: Dieses, das man den Eindruck hat, dass auch gerade mit zunehnender Geschwindigkeit und Technologisierung immer mehr der Enttäusch, wir müssen noch effizienter werden um irgendwie zu überleben.

00:26:56: Und das führt dazu, dass letztlich immer weiter wie eine Art Presse gedreht wird.

00:27:06: Da merke ich, das muss doch endlich sein.

00:27:10: Das ist das was mich bewegt in diesem Kontext und ich frage auch die Überzeuge mehr.

00:27:16: also ohne eine gewisse menschliche Kreativität wird auch auf Dauer egal ob es um... Etwas, ich sag's jetzt mal, Themen geht wo weniger Kreativität gefördert ist wie Buchhaltung versus totale Kreativity wie Marketing.

00:27:32: All diese Bereiche profitieren davon wenn Menschen da sind die in irgendeiner Form in der Lage sind mit einer Art von Passion das zu tun was sie machen und nicht nur um irgendwas hinterherzurennen um irgendwie einem hoffnungslosen Bild hinterherzu rennen und irgendwie zu wissen früher oder später ist für mich hier eh Schluss Und ich glaube, das ist so ... dass was sich mit Human Sustainability auch verbinde.

00:27:53: So eine Vision am Ende.

00:27:55: Das es auch anders sein kann.

00:27:57: Anerkennt, dass die Welt komplexes ja.

00:28:00: Kann ein Unternehmen denn wirtschaftlich erfolgreich sein und gleichzeitig sehr gut zu seinen Mitarbeitenden sein?

00:28:07: Ich sag's mal so wenn ich jetzt überlege also in den letzten neun Jahren haben das für mich erst einmal am lebenden Beispiel gezeigt.

00:28:14: Also das ist mein eigener Referenzraum Ich würde sagen so von dem, was ich bisher selbst als Mitarbeiter im Unternehmen erleben durfte.

00:28:21: Aber auch irgendwie gespiegelt Kriege aus dem Team.

00:28:23: Wie gesagt ist es schon so.

00:28:25: das werden also mit allen Herausforderungen die da sind... ...ist aber schon irgendwie gut schafft eine Kultur zu leben, die sehr menschenzentriert ist und gleichzeitig zu sagen ja natürlich!

00:28:34: Also wir sind am Wachsen kontinuierlich seit zehn Jahren und das auf wirtschaftliche gesunden Beinen.

00:28:39: Ja das funktioniert, also da gucke ich jetzt mal einfach auf den eigenen Erfahrungsfeld.

00:28:43: Ich muss sagen, ich kenne es auch.

00:28:45: Also wenn ich in meinen Umfeld gucke... ...kenne ich viele Unternehmen bei denen das genauso funktioniert.

00:28:51: Das heißt nie, dass alles immer toll ist!

00:28:53: Das heißt nicht, dass alle Friedefreude Eierkuchen sind.

00:28:55: Das heisst auch nicht, sich alle andauernd lieb zu haben.

00:28:58: Es heisst doch nicht, man muss lange Befindlichkeitsrunden andauern machen.

00:29:03: Aber trotzdem geht es aus meiner Sicht darum, dass eine Führungskultur – weil am Ende die Kultur eines Unternehmens wird über die Führungskultur nochmal bestimmt.

00:29:11: Also der Fishing vom Kopf ist jetzt nicht ohne Gründen ein Leitspruch, den wir alle kennen und da ist es meines.

00:29:19: ich brauche es eine grundlegend menschenzentrierte Haltung, die eben sagt ja wir brauchen einander damit wir auf Dauer erfolgreich sind Auch wenn wir vielleicht gemeinsam tolle Technologien entwickeln, die vielleicht dazu führen, dass die Jobs wie wir sie heute haben, morgen nicht mehr existieren.

00:29:35: Aber dafür entstehen wiederum neue.

00:29:37: Die Basis ist und bleibt der Mensch.

00:29:39: Das heißt, wirtschaftliche Performance ist das Ergebnis von menschlicher Performance uns nicht der Preis zu sein.

00:29:46: Wann wird denn Leistung zum Verschleiß?

00:29:48: Und woran merkt eine Führungskraft, dass sein Team dauerhaft über ihren Ressourcen arbeitet?

00:29:56: Also ich würd sagen, es sind verschiedene Indikatoren die kommen können.

00:30:02: Ich schau immer so ein bisschen ... Ich schaue allein mal sehr wach auf.

00:30:07: was ist so... Wenn du gewohnt bist das vielleicht wenn du auch Team-Meetings hast und es gibt eine gewisse Partizipation aus sich heraus?

00:30:14: Wenn du merkst, dass lässt auf einmal nach!

00:30:18: Und das nicht nur in einem Meetings kann ja auch Themenbezogen sein sondern du beobachtest das mal über zwei drei Monate.

00:30:22: Das ist für mich etwas wo ich immer sagen würde, da gilt es hinzugucken.

00:30:26: Weil sich dann offensichtlich was im System gerade verändert nicht nur bei einer einzelnen Person finde ich schon mal ein enorm wichtiger Faktor.

00:30:34: natürlich wenn du merken solltest auf einmal Es entstehen mehr Fehler es entstehen eher vielleicht nicht nur Fehler sondern rechtfertigungs.

00:30:44: Kultur also das merk ich auch.

00:30:45: Also Fehler ist immer so einfach daher gesagt Oh jetzt stimmt die Arbeitsergebnisse nicht Mensch Was ist denn da los?

00:30:50: Aber Ich Ich schaue auch immer sehr stark dahin.

00:30:54: Und das empfehle ich zumindest auch allen Führungskräften, wo merke ich entsteht auf einmal im Vergleich zu vorher welchen stärkeren Tendenz dass sich Personen in meinem Team rechtfertigen für das was sie tun oder nicht tun weil selbstreflexion als Führungskraft gibt.

00:31:07: jetzt zwei Wege des eines Hä?

00:31:09: Warum neigt die Person dazu die weiß das doch?

00:31:11: dass sie sich jetzt nicht erklären muss ist doch normal.

00:31:14: Nee, offensichtlich nicht.

00:31:16: Also das heißt es ist immer wieder die Einladung.

00:31:17: wenn das ist deswegen ist es gut wenn es kommt weil es drückt ja etwas aus was im System dann offensichtlich vorhanden ist Dann ist es nur mein Job oder unser Job als Führungskraft.

00:31:27: Einzugung.

00:31:28: Oh!

00:31:28: Was habe ich gerade vielleicht nicht im Blick so Und aus der Haltung heraus gehe ich ins Gespräch mit dir.

00:31:37: dann, Julia?

00:31:38: Wenn du dich rechtfertigst.

00:31:39: Ja!

00:31:40: Um mit einer Neugierde dem zu begegnen.

00:31:42: und aus meiner Erfahrung heraus wenn du mit dieser Haltung dann entsteht auch meist ein Kontaktraum also der psychologische Sicherheit auch wieder befördert und das ist nachher das Entscheidende dafür dass vielleicht beim nächsten mal sagst hey nee ich kann es wirklich glauben dass sich mich nicht rechtfertigen muss gerade.

00:32:04: Aber das Entscheidende ist nicht, dass einfach irgendwie mir was gesagt wird.

00:32:07: Ja, aber du brauchst dich doch jetzt nicht rechtfertigen!

00:32:09: Sondern es entscheidend ist eher ... Dass die Führungskraft hingeht, einmal selbstkritischer Was hab ich nicht im Blick und mit der Haltung ins Gespräch geht?

00:32:17: Das ist der Foxfaktor aus meiner Sicht.

00:32:19: Gut gibt vielleicht auch noch weitere Faktoren, Fehlzeiten... Also das ist ein klassisches Thema.

00:32:25: also wenn du auf einmal merkst Es hagelt Ummeldungen, das ist immer etwas wo ich Hinschauer, also wo ich nervös werde.

00:32:34: Dann hoffe ich immer okay ist gerade eine Krippewelle das halb so wild und gleichzeitig na klar wenn du irgendwie merkst da sei es ja da ist die Belastung zu groß dann fützt dazu dass diejenigen die vielleicht grad eh nicht hundert Prozent leistungsfähig sind die fallen natürlich schneller aus sie auch ganz normal auch.

00:32:53: dann wieder die Frage was habe ich nicht im blick?

00:32:55: Schöne, schön, dass du dich diese Frage stellst.

00:32:58: Ich versuch's immer wieder!

00:33:00: Doch wir haben alle den Anruf, dass Du das tust.

00:33:02: also wir sprechen sehr viel darüber was gute Führung tun sollte.

00:33:07: Was kann sie deinem Gegenzug nicht leisten wenn die Unternehmen nicht mitziehen und welche Rahmenbedingungen braucht gute Fährung?

00:33:15: Unternehmensseitig?

00:33:17: Also ich glaube erst mal als Rahmenbedinger.

00:33:18: Jetzt spreche ich auch erst mal aus meiner Erfahrung heraus und ich würde schon sagen, dass das etwas ist was man als Empfehlung geben kann oder als Orientierung.

00:33:29: Du musst als Führungskraft wissen, dass du einen Rückhalt hast weil ... Als Führungskraft hast du zwar ein Auftrag Dass du bestimmte Ziele in die Umsetzung bringen sollst Und gleichzeitig arbeitest du normal im Raum mit Menschen.

00:33:49: Das ist nicht Null und Eins.

00:33:52: Und wenn ich davon ausgehe, dass ich auch zwischenmenschliche Beziehung gestalten muss um alles dafür zu tun damit ein Unternehmen oder ein Team-Ergebnis erzielt wird bedeutet es aber auch Ich muss mich einlassen auf die Menschen und das geht nicht immer nur von links unten nach rechts oben.

00:34:11: Sondern dann kann es eben sein, dass vielleicht Konflikte auftauchen, die sich auch nicht direkt lösen lassen.

00:34:15: Es kann sein, daß vielleicht ein Thema was für das Topmanagement völlig klar ist nicht so schnell durchgeht beim Team.

00:34:24: Und da ist das Entscheidende aus meiner Erfahrung heraus, dass ich weiß als Führungskraft, also ich habe den Rückhalt, dass das mitgehalten wird weil es anerkannt wird.

00:34:33: wir arbeiten nun mal mit Menschen.

00:34:36: Also das heißt eine Kultur die auch erlaubt, wenn es notwendig ist vielleicht kurz auf die Pause drücken muss oder vielleicht ein Schwenker nach links oder rechts machen muss.

00:34:47: Das finde ich extrem wichtig.

00:34:49: Und vor allem, also ich kann nur sagen wirklich jedes Unternehmen ist gut beraten.

00:34:56: Führungskräften, also sprich jetzt so ein eigen Nutzer raus... ... Reflektionsmöglichkeiten zu eröffnen.

00:35:03: Das kann auch intern sein, häufig ist es aber auch extern... ...aber dass du Möglichkeiten hast entweder manchmal gibt es vielleicht auch... ...HR Business Partner Funktionen die extra so gestafft sind,... ...dass da vielleicht auch Psychologen mit dabei sind oder systemische Berater... ...egal ob das beratrische Ausbildungen haben... ...oder eben es gibt externe Unterstützungsmöglichkeit und nicht ich meine jetzt nicht... ...so liebe Führungskraft kriege ich jetzt, kann ich jetzt mal drei Coachings Sessions machen?

00:35:28: Ja wir setzen uns jetzt.

00:35:29: jetzt machen wir einen... Dreiecksvertrag, wo wir Ziele abstimmen?

00:35:31: Nein.

00:35:32: Sondern ich hab die Möglichkeit ... Das bewegt mich gerade über Gebühr!

00:35:38: Meine Mitarbeiterin kam auf mich zu und hat sich total rechtfertig.

00:35:40: Die versteht die Welt nicht mehr.

00:35:41: Ich suggeriere doch alles, dass das gar nicht notwendig ist.

00:35:43: Trotzdem passiert's.

00:35:46: Dann will ich eine Möglichkeit haben, dass ich mit einem neutralen Coach Berater sperren kann dazu.

00:35:52: Und das ist auf jeden Fall ne Rahmenbedingung.

00:35:54: Es kann nicht nur formulieren, es ist einfach essenziell weil wir kommen da sonst nicht... wirklich gut weiter und somit das Unternehmen auch nicht, wenn die Führungskräfte die Möglichkeit nicht haben sich selbst zu reflektieren.

00:36:05: Was

00:36:05: passiert, wenn Unternehmen Empathie- und Fürsorge fordern aber gleichzeitig völlig unrealistische Ziele und Arbeitslast vorgeben?

00:36:14: Kann man sie vorstellen?

00:36:15: ne?

00:36:15: Crash!

00:36:19: Ja also vom Prinzip her ist es ja relativ beeinfacht.

00:36:21: Das ist ja in dem Sinne dann wie ein Feigenblatt.

00:36:23: Also das ist ja dann auch wieder, es ist das wenn wir das mal kurz hochholen.

00:36:27: Wann neigt eine Führungskraft dazu ins Burnout zu gehen?

00:36:30: Auch da wieder eben dieser Mechanismus zu sagen?

00:36:33: ich habe den Eindruck Ich muss deutlich mehr machen als ich eigentlich kann und ich fühle mich schlecht damit dass ich nicht irgendwie alles schaffe.

00:36:40: Und um das nicht sozusagen halten zu müssen streng ich mich immer weiter an und bin in diesem Hamsterrad immer weiter.

00:36:46: Und das was du gerade so einen Raum bringst ist sehr in dem Sinne Unternehmenskultur die genau darauf ausgerichtet ist.

00:36:53: dann meinen vielleicht manche Unternehmen, wir müssen aber ambitionierte Ziele setzen damit auch sich was bewegt.

00:36:59: Es mag Kulturen geben in denen es funktioniert ja also wo Hardcore Performance Driven People die aber schon wirklich von ihrem Core Hair Performance Drivend sind drin sind und sagen, egal das ist jetzt Teil meines Purpose gerade.

00:37:13: Da gebe ich Knallgas.

00:37:14: Ich würde nur sagen in acht neunzig Prozent der Unternehmen ist das eben so nicht der Fall.

00:37:18: Und es ist das Einfallstour dafür dass dauerhaft Produktivität leidet, Innovationskraft im Keller geht, Fluktuation steigt weil die Diskrepanz ist zu groß.

00:37:27: Die Leute glauben dem Unternehmen auch nicht mehr irgendwann für Sorge ist klar.

00:37:32: du Julia ich weiß es sind grad noch heute zehn Beratungen zu machen und du arbeitest schon seit acht Stunden.

00:37:37: aber Also achte auch gut auf dich.

00:37:41: Mach mal

00:37:42: eine Pause zwischendrin, ne?

00:37:44: Ich verlange nicht von dir, dass du keine Pause machst zwischen den Beratungen aber kannst du die zehn Beratung jetzt noch

00:37:48: bitte schnell

00:37:49: machen weil sonst wird's langsam ein bisschen eng.

00:37:52: Das funktioniert nicht und man verarscht sich selbst.

00:37:55: also das merkst du auch als Führungskraft, als Unternehmen wenn man ehrlich in den Spiegel schaut und da wieder Selbstreflektion fängt ganz von oben an.

00:38:08: Aber da sind wir nämlich bei Klarheit und Kommunikation.

00:38:11: Also wie wichtig sind in Klarheit, Kommunikations- und Entscheidungsfreiheit?

00:38:15: Da haben wir eben schon ein bisschen drüber gesprochen für gesunde Führung!

00:38:19: Ja ist ja Schlüssel

00:38:20: ne?!

00:38:22: Also am Ende des Tages, ich finde es eine wundervoll formulierte Frage.

00:38:25: Weil das sozusagen einmal ja sehr gut, sehr gut.

00:38:28: Rahmt wie man auch in der gesunde Führung definieren könnte.

00:38:32: Es gibt ja unwahrscheinlich viele Definitionen.

00:38:35: aber Klarheit, Transparenz und Entscheidungen Spielraum ist natürlich echt cool weil die Klarheiten natürlich bedeutet Ich habe auch klar wo ich mich bewegen kann und wo nicht.

00:38:46: Ja, also das heißt es ist ja toll immer wenn man sagt Mensch gesunde Führung denken viele bedeutet auch hey ich muss immer irgendwie cool sein mit allen und ich muss mal möglichst viel Partizipation ermöglichen.

00:38:57: Ich sag ja das ist auch cool wenn das ein Leitbild ist aber man sollte nicht desklav dessen werden.

00:39:02: Klarheit bedeutet an der Stelle auch für sich klar zu ziehen Welche Informationen muss ich wann wo vorgeben?

00:39:10: Welche Grenzen sind damit verbunden und welche Möglichkeiten?

00:39:13: Und das ist je nach Thema hoch unterschiedlich.

00:39:15: Das heißt Klarheit, super essentiell!

00:39:16: Und die Kommunikation ist natürlich... klar.

00:39:19: der Ton macht die Musik

00:39:20: Hat meine Mutter auch immer gesagt.

00:39:22: Der Ton ist natürlich entscheidend und beim Ton ist es auch wieder... Es ist kein Pauschalritz, gesunde Führung bedeutet nicht Kommunikations läuft immer so-und-so Weil es einen Unterschied macht ob ich ins Team rein kommuniziere oder bilateralkommuniziere Und das Wichtigste aus meiner Sicht immer sagen, okay.

00:39:41: Wann gibt es Botschaften die ich einfach fürs Unternehmen platzieren muss?

00:39:44: Das sind vielleicht Vorgaben.

00:39:47: und wann sind das Dinge?

00:39:48: da geht's um Wahrnehmungen, da gehts um vielleicht Zwischenmenschlichkeit, da Geht's um Team-Dynamiken.

00:39:55: Und hier sozusagen zu gucken dass man in der Kommunikation immer möglichst aus sich selbst heraus spricht also aus sich Selbst raus klingt jetzt sehr abstrakt.

00:40:02: aber dort... Ich Botschaftin Genau!

00:40:05: Das ist wirklich ...das durfte ich verstehen.

00:40:07: haben wir auch so einige Seminare gemacht damals im Konzern an Führungskraft gewonnen, da durchläufst du ja dann tolle Führungskräfte-Seminare und bla bla.

00:40:16: Zu dem Zeitpunkt war das nur so oh ja okay was ist das?

00:40:19: einmal eins?

00:40:19: Alles in Ichbotschaften formulieren!

00:40:22: Ja es ist schon ganz schön schlau, also je mehr ich mich beschäftige nicht nur an der Führungenskraft, sondern generell dass ist der Schlüssel zu... allem!

00:40:30: Weil ich check einmal ein, was in mir gerade ist.

00:40:34: Ich bin ja auch führungskraftierend keine Maschine.

00:40:36: Das heißt also wenn mein Team grade vielleicht bei etwas was sich vorgestellt hat maximal im Widerstand ist dann kann ich zwar so tun als ob man das am Popo vorbei geht tut es aber gar nicht sondern ich bin grad maximal aufgewühlt.

00:40:49: Das heisst nicht dass ich dann in Tränen ausbreche vor dem team Aber trotzdem kann ich zum austrieben boah Ich muss schon sagen, damit hätte ich nicht gerechnet und das bewegt mich gerade sehr.

00:41:00: Und ich weiß auch gerade noch nicht was ich damit irgendwie mache ist besser als wenn ich hingehe und sage... Was soll das denn hier?

00:41:09: Also vor dem Hintergrund Kommunikationsuppe habe ich eine Entscheidungsspielräume.

00:41:11: Genau sind wir da schon ein bisschen mit drauf gegangen.

00:41:14: So viele Entscheidungenspielräume wie es geht und trotzdem Klarheit darüber wo es keine Entscheidungsspierräume gibt weil sonst verbrennt sich alle die Finger.

00:41:23: Wir switchen noch mal zu den Unternehmen.

00:41:25: Wann wird Mental Health im Unternehmen zur Symbolpolitik und warum reichen einzelne Aktionstage, Benefits- und Resilienzangebote nicht aus?

00:41:34: Also warum müssen wir das strukturell

00:41:35: denken?

00:41:37: Also erst mal sage ich besser als nichts.

00:41:39: auch wenn es einen Obstkorb gibt trotzdem irgendwie gut.

00:41:42: um auf Vitamine zu kommen Die Herausforderung ist dass wenn es auf Einzelmaßnahmen fokussiert ist dann passiert nämlich etwas nicht, was wirklich essenziell ist.

00:42:00: Nämlich es ist gar keine Kultur damit verbunden.

00:42:04: Das ist dann vom Prinzip her so.

00:42:06: unsere Kultur ist darauf ausgerichtet dass wir die ganze Zeit schaffen schaffen schaffen und niemand kann mal darüber sprechen das vielleicht auch viel ist So jetzt ist hier ein gesundheitstag.

00:42:14: hier kümmert euch um eure Gesundheit!

00:42:18: Also man könnte sagen das ist schon fast bizarr Wie Zah im Sinne von, weil es gar nicht passt zu dem Erleben was ich sonst als Mitarbeiter in dieser Organisation habe.

00:42:28: Zu was führt das?

00:42:29: Es ist nett dass ich das bekomme und es gibt auch Einzelne die sagen super nimm mich mit aber es verfehlt den Zweck.

00:42:38: Das heißt also wenn Unternehmen wirklich etwas verankern wollen Also eine Kultur in der auch mentales Wohlbefinden eine Rolle spielt.

00:42:45: Und aus meiner Sicht du kommst ja kaum drumherum Wenn wir uns die ganzen Statistiken allein in Deutschland angucken.

00:42:51: Wir sind ja jetzt schon in der Phase, wo Unternehmen zwangsweise gefordert sind, mentales Wohlbefinden mit in den Fokus zu stellen und die Tendenz wird eher noch steigen als das sie abnimmt.

00:43:01: Es braucht einen kulturellen Rahmen dafür!

00:43:03: Und kultureller Rahmen bedeutet uns nicht nur zublomig zu machen heißt jetzt nicht wir müssen uns alle lieb haben sondern es bedeutet ich brauche... auch Klarheit über Rollen, ich brauche Klarheit für Entscheidungswege.

00:43:15: Ich brauche klarheit über Kommunikationswege!

00:43:18: Ich brauch Instrumente das wenn irgendwo etwas nicht läuft.

00:43:22: es kann Konflikte geben im Team, es kann individuelle Belastungstendenzen geben.

00:43:26: dann braucht es auch Werkzeuge, Teamentwicklung, Teamworkshops, Konfliktmoderation.

00:43:31: aber dem ganzen Räume zu geben und diesen Herausforderungen so zu begegnen Das ist letztlich der Schlüssel natürlich auch am Ende.

00:43:39: Der Überbau am Ende ist, dass ich als Organisation auch irgendwie lerne wie ein mentales wohlbefindende Einfluss hat auf eine Leistungsfähigkeit.

00:43:50: und dann bewegen wir uns natürlich auch in dem Feld.

00:43:53: Man sagt viele Unternehmen machen Mitarbeiter Befragungen.

00:43:56: es gibt diesen wunderschönen Begriff in Deutschland Gefährdungsbeurteilung, psychische Belastung.

00:44:01: Halleluja also wer auch immer sich das ausgedacht hat Highly unsexy, aber ein wahnsinnig relevantes Produkt.

00:44:08: Weil es halt am Ende des Tages dem Unternehmen super viel Erkenntnis gibt und vor allem eine Kultur mit Präg, weil alle eingebunden werden.

00:44:18: Deswegen nur dann wird's rund, sonst bleibt's... Was wollen die eigentlich von mir gerade?

00:44:22: Ich glaub denen das nicht!

00:44:23: Das ist eigentlich das was damit hängen bleibt ... wenn Gesundheit sonst neben Fokus steht.

00:44:27: Ja, wird's ein Lippenbekenntnis

00:44:29: quasi!

00:44:29: Sozusagen ist so'n bisschen das Spannungszeit, was du eben gebracht hast.

00:44:32: ne?

00:44:33: Mit diesem... Was passiert, wenn ein Unternehmen immer hohe Ziele setzt und somit auch nicht wirklich auf Belastung achtet und auf der anderen Seite von Empathie-und Fürsorge spricht?

00:44:42: Das is wie in Feigenblatt.

00:44:45: Also ich

00:44:56: glaube als allererstes ist es wichtig auch den Reifegrad als Management-Team einmal zu evaluieren.

00:45:03: Es passiert daher sehr schnell, dass sich ein Plan gemacht wird und wir müssen jetzt gucken, dass wir eine bessere Kultur etablierend im Unternehmen.

00:45:12: Aber in dem Management Team meistens sind das dann ja nach Unternehmensgröße vielleicht irgendwie drei bis ... keine Ahnung sieben Leute da werden sich die wenigsten Fragen gestellt.

00:45:23: das ist meiner Sicht schon mal die erste Hürde, die genommen werden muss.

00:45:25: Das heißt also hier erst einmal in dem Gremium oder auch jeder für sich eben einchecken okay?

00:45:30: Also was ist mein Beitrag dazu?

00:45:32: dass die Kultur gerade ist wie sie ist so genau.

00:45:35: und dann geht es letztlich darum auch einmal aus meiner Sicht heraus wirklich ein möglichst fundiertes Bild zu bekommen von wegen wo liegt denn der Schuh?

00:45:48: Ich bin nicht so gut in den Sprichwörtern.

00:45:50: Du

00:45:50: wusstest gleich, wo der Hase lang fliegt?

00:45:51: Ja, ich mach

00:45:53: das Gelder ans Raus.

00:45:55: Okay, genau.

00:45:56: Aber häufig ist es ja so ... Es gibt dann Hypothesen die vom Management irgendwie angestellt werden

00:46:02: und

00:46:03: nicht dass sie so Hypothesin falsch sein müssen aber trotzdem häufig ist's gut ... dem Ganzen etwas in fundierteren Rahmen zu geben.

00:46:10: Das heißt also hier zum Beispiel auch einmal, sich Resonanzen einzunehmen... Ich kann dazu eine Befragung machen!

00:46:16: Ich kann dazu aber auch mir Stimmungsbildern einzelnen Teams so und dann gibt es ja unterschiedliche Weges.

00:46:21: Es gibt immer die klassischen Vorstandsvorsitzenden, die davon erzählen, ich gehe immer morgens eine Runde durch den Betrieb und frage die Leute wie's geht?

00:46:27: Ja!

00:46:28: Warum machen sie das denn?

00:46:29: weil Sie eine Resonanz bekommen was da wirklich los

00:46:31: ist?!

00:46:32: Also das heißt, es muss ja nicht immer hoch formalisiert sein.

00:46:34: gleichzeitig empfehle ich es in der durchaus komplexen Welt Dann habe ich Anknüpfungspunkte und dann wird auch schnell deutlich.

00:46:41: Meistens geht es immer auf die gleichen Themen.

00:46:43: Es ist also Führungskultur, steht häufig in Frage.

00:46:47: Ja warum kommen wir genau auf das Thema?

00:46:49: Viele Leute sind in Führungen, die da vielleicht gar nicht eigentlich hingehören So Die vielleicht nicht das richtige Rüstzeug haben.

00:46:55: Das ist schon mal ein Faktor Da gilt es rein zu investieren Und das andere Sind vor allem Rollen- und Entscheidungsklarheiten und Kommunikationswege Und die Bereitschaft auch, sich mit den Konflikten auseinanderzusetzen.

00:47:06: Die unweigerlich in einem größeren Unternehmen entstehen.

00:47:10: und das glaube ich ist dann so ein Klang aus man schaut es sich übergeordnet an und guckt im laufenden Betrieb wo entstehen mögliche Irritationsherde konflikte Herde um über Einzelmaßnahmen, Einzelgespräche Teamworkshops, Teamentwicklungen usw.

00:47:25: sonst zu unterstützen.

00:47:26: Zum einzelnen wird das Ganze sozusagen

00:47:29: Genau, und du kannst das in beide Richtungen denken.

00:47:30: Es ist immer besser von oben runter aber trotzdem ist es auch manchmal gut wenn man erst mal von unten auch startet mitarbeitenden vielleicht Angebote gibt wie sie sich individuell unterstützen lassen können damit sie ihnen eigenen Themen sich entlasten können Klarheit gewinnen Damit sie vielleicht auch selbst stärker an die Lage kommen Das was sie bewegt im Unternehmenskontext auch besser zu transportieren.

00:47:48: weil als Führungskraft lebe ich ja auch davon dass ihr mir erzählt Timo Da ist ja was, wo wir nicht sicher sind ob du das im Blick hast.

00:47:56: Dafür braucht es aber erst mal ein Erkenntnisgrad um das gut benennen zu können und auch den Mut für sich zusammenzunehmen ums zu formulieren.

00:48:04: Also spreche aus eigener Erfahrung.

00:48:06: Ist jetzt nicht so dass man immer zum Chef geht und sagt Hümmer!

00:48:09: da ist irgendwas muss ich halt irgendwie zusammennehmen.

00:48:12: deswegen geht's auch von unten nach oben.

00:48:15: lohnt sich beides.

00:48:16: Wir kommen langsam zum Abschluss, also zum persönlichen Abschluss und den nächsten Schritt.

00:48:22: Da wir schon sehr viel gesprochen haben würde ich dich bitten zu versuchen mit ein bis zwei Sätzen die Fragen zu beantworten.

00:48:31: Welche Führungsentscheidung fällt dir heute leichter als früher?

00:48:35: Konflikte oder Irritationen anzusprechen?

00:48:39: Was ist eine Sache, dass die Führungskräfte morgen konkret anders machen können?

00:48:47: sich immer wieder im Morgens die Frage zu sehen, wie geht es mir eigentlich gerade?

00:48:51: Wenn ich mit dieser Frage immer wieder einsteige und am Tag unterwegs bin.

00:48:55: Wie geht's mir gerade mit dem was da passiert?

00:48:59: Das ist die Einladung immer wieder auf sich selbst zu gucken und deswegen glaube ich das eine sehr wertvolle Frage, die man sich im Alltag immer wieder mitnehmen sollte.

00:49:09: Was würdest du dir von Unternehmen wünschen damit künftig Menschen gerne Führungen übernehmen?

00:49:16: Mut!

00:49:17: Also Mut, dass man eben auch scheitern kann.

00:49:21: Weil nur weil ich in Führung gehe heißt das nicht, dass ich auf einmal John Rambo bin und sieben Leben habe sondern es kann auch sein, dass sich erst mal auf die Schnauze pflege und dann braucht's dem Mut das auch auszuhalten.

00:49:34: Übrigens eine der größten innovativen Kräfte ist Mut.

00:49:37: Und zwar Mut zum Scheitern, weil wer den nicht hat haben wir schon immer gelernt auf der Schauspielschule und auch später beim Kunstanalogen.

00:49:44: Coaching Wenn du nicht mutig bist probierst du nicht aus wenn du nicht scheit hast lernst du viel weniger.

00:49:50: Wir lernen am Scheittern am nachhaltigsten Weil es natürlich viel emotional auch tiefer geht wahrscheinlich.

00:49:59: Also ich habe einen Mentor mit dem ich arbeite gesagt will er nur in den Krisen Da müssen wir im Moment sehr viel

00:50:05: lernen.

00:50:05: Ja,

00:50:06: aber deswegen darf man scheitern um Krise ja als etwas sehr wertvolles Betrachten und diese Mut zu haben das auszuhalten.

00:50:14: Ich glaube es ist eine Herausforderung für Unternehmen, aber das lohnt sich, das wünsche ich mir.

00:50:20: Woran würdest du in fünf Jahren erkennen dass sich die Arbeitskultur tatsächlich verbessert

00:50:25: hat?

00:50:28: Wenn ich auf mein Umfeld schaue und meine Leute frage, wie es gerade auf der Arbeit läuft, fang sie an zu lächeln.

00:50:35: Drei Gedanken?

00:50:37: Abschluss mit drei Takeaways die du gerne Führungskräften mitgeben würdest.

00:50:43: Achte auf dich selbst!

00:50:45: Frag dich wer du bist.

00:50:48: Führungen heißt Grenzen setzen.

00:50:50: Also vielleicht ist das was ich den Antrag habe dass für viele genau die Herausforderungen weil wir wollen ja alle gemochten Nicht alle.

00:50:56: Mehr der andere, weniger aber irgendwie auf eine Art Gemacht werden.

00:50:59: und Führung heißt auch Grenzen setzen und mit diesen grenzenden Kontakt zu kommen wo die sind und das auszuhalten wenn die Grenze da ist.

00:51:11: Sehr schön!

00:51:12: Da denke ich an einen Satz eines Kollegen der sagte jeder Mensch will richtig sein weil du hast gerade gesagt dass wir gemocht werden.

00:51:19: Richtig sein zumindest irgendwie richtig

00:51:21: sein.

00:51:22: Oh, da könnten wir jetzt auch noch richtig einsteigen.

00:51:24: Nächste

00:51:25: Folge!

00:51:28: Vielen vielen lieben Dank dass du da warst bei einem sehr inspirierendes schönes warmherziges Gespräch.

00:51:33: danke für deinen ganzen Input und für die viele seelische Kraft und Expertise die mitgebracht hast.

00:51:43: Ihr schaltet bitte nächstes Mal wieder ein.

00:51:45: Wenn es euch gefallen hat, lasst einen Daumen nach oben da und gerne auch einen konstruktiven Kommentar.

00:51:50: Und am besten abonniert ihr unseren Kanal!

00:51:52: Vielen lieben Dank dass ihr zugehört

00:51:54: habt.

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