Mental Load Expertin Laura Fröhlich: „Carearbeit ist für Unternehmen kein Randthema!“ I MMC Ep. 001
Shownotes
Wie wirkt sich Mental Load auf den Arbeitsalltag aus? Und was passiert, wenn Care-Arbeit nicht nur zuhause, sondern auch im Job permanent mitläuft?
In der ersten Folge des Monday Morning Club spricht Hostin Julia Stinshoff mit Laura Fröhlich über die unsichtbare Last hinter To-do-Listen, Verantwortung, Erschöpfung und das Gefühl, ständig an alles denken zu müssen. Gemeinsam schauen sie darauf, warum Care-Arbeit und Mental Load oft lange unsichtbar bleiben, wie sie Konzentration, Energie und Arbeitsfähigkeit beeinflussen – und was Führung, HR und Unternehmen daraus lernen können.
Die Folge verbindet persönliche Perspektiven mit konkreten Impulsen für eine Arbeitswelt, in der Belastung früher erkannt, offener besprochen und besser aufgefangen werden kann.
Themen dieser Folge:
• Mental Load und Care-Arbeit im Arbeitskontext
• warum Überlastung oft lange unsichtbar bleibt
• was Führung und HR häufig unterschätzen
• welche Formen von Entlastung im Alltag wirklich helfen
• warum gesunde Arbeit nicht ohne Blick auf Lebensrealitäten funktioniert
#MondayMorningClub ist der Podcast des Fürstenberg Instituts über gute Arbeit, gesunde Führung und die Arbeitswelt von morgen.
Neue Folgen erscheinen jeden ersten Montag im Monat.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Multi-Tasking wirkt auf unser Gehirn wie eine durch zächte Nacht.
00:00:05: Carter ohne Party.
00:00:06: Und das liegt auch daran, dass dieser Mente Lord eine Rolle spielt.
00:00:09: Ich werde also ständig unterbrochen durch Pushnachricht, Wartungshaltung im beruflichen Kontext, ständig präsent zu sein.
00:00:16: so dieses Vorurteil.
00:00:17: dreizehn Uhr Feierabend, so gut möchte ich es auch mal haben oder meine Güte warum rennt da hinten jetzt das Kind im Home Office?
00:00:23: Man merkt schon, dass sich Eltern schwer tun weil sie wissen, das wird kritisch beäugt.
00:00:28: Also wenn ich an einem Ort bin wo ich weiß meine Vorgesetzten die erwartet von mir hier Überstunden leiste, dass ich alles hinbekomme.
00:00:36: Dann würde ich mich ja gar nicht trauen zu sagen du Mensch, ich habe gerade eine kranke Mutter zu Hause Ich weiß gar nicht wovorn und hinten ist Also ein Klima in dem sowas angesprochen werden kann.
00:00:47: Und wenn wir das mal auch vor Leben darüber sprechen Trauen sich vielleicht immer mehr Menschen zu sagen Ich kann
00:00:53: mich mehr.
00:00:54: Wer kennt es nicht?
00:00:55: Es ist Montagmorgen der Wecker Klingelt die neue Arbeitswache ruft und ich würde mich am liebsten nochmal umdrehen.
00:01:03: Aber muss das so sein?
00:01:05: In diesem Podcast spreche ich, Julia mit Expertinnen die den Montagmorgen ein bisschen leichter und den Rest der Arbeitswoche deutlich besser machen.
00:01:15: Gemeinsam überlegen wir wie eine Arbeitswelt aussehen kann in der Unternehmen wachsen und wir gleichzeitig morgens gerne aufstehen!
00:01:23: Und damit herzlich willkommen zum Monday Morning Club.
00:01:42: Herzlich willkommen zu unserer allerersten Folge.
00:01:44: Ich freue mich wirklich sehr, sehr, die wunderbare Laura Fröhlich heute hier begrüßen zu dürfen als unsere allererste Podcast-Gestin!
00:01:55: Laura
00:01:56: ist Autorin, Redakteurin, Speakerin und einer der bekanntesten Expertinnen für das Thema Mental Load.
00:02:04: Herzlich Willkommen
00:02:05: Vielen Dank schön hier zu sein.
00:02:08: Als ich vor ein paar Jahren den Begriff Mantelaut das erste Mal gehört habe, dachte ich krass der wurde ja genau für mich erfunden.
00:02:16: Wann wusstest du oder gab es einen Moment oder eine Situation in deinem Leben wo du wusstist?
00:02:21: Das ist mein Thema beziehungsweise dass liebe Leute kein normaler Stress mehr sondern das ist wirklich eine Last die nach außen hin nicht sichtbar ist.
00:02:30: Ja, also bevor ich den Begriff kennengelernt habe, hab' ich gedacht es liegt an mir.
00:02:35: Also ich war total überlastet mit diesen ganzen Alltag-, Kinder-, Haushalt-, meine Selbstständigkeit und ich hab immer gedacht Ich müsste früher aufstehen oder mich besser organisieren weil die anderen schaffen's ja auch.
00:02:46: Ich war dann bei meinem Hausarzt mit zittrigen Händen und hab gesagt Mir gehts nicht gut!
00:02:50: Ich bin überlastete, hab dann sogar eine Mutterkur verschrieben bekommen.
00:02:54: nach der ging aber alles wieder von vorne los.
00:02:56: Und dann habe ich von diesem Begriff gelesen Wie du gerade gesagt hast, die schreiben über mich.
00:03:02: Und als ich recherchiert habe, hab' ich gemerkt das ist ja nicht nur mein Problem sondern das Problem ganz vieler Menschen.
00:03:07: Absolut!
00:03:08: Und ich glaube damit nimm auch grade mit deinen Themen sprichst du ganz ganz vielen vor allem Frauen natürlich gibt es auch Männern ne?
00:03:14: Das betonst dir auch immer wieder in deinen Büchern aber vor allem auf viele Frauen bzw überhaupt pflegende und arbeitende Menschen aus der Seele.
00:03:23: Wann wurde dir klar, dass dieses Thema eben nicht nur ein Privatthema ist sondern auch in das Berufsleben hineinspielt?
00:03:31: Also ich habe ja gemerkt, dass ich so viel um die Ohren hatte.
00:03:34: Gerade auch mit meiner Selbstständigkeit.
00:03:36: Ich war in Teilzeit dann erwerbstätig wie es viele Eltern machen oder überhaupt auch fürsorgende Menschen, um alles zu schaffen.
00:03:44: und dann habe ich gemerkt wie der Stress immer größer wurde.
00:03:46: und unter Stress verstehen wir oft zur berufliche Deadlines.
00:03:49: aber ich hab dann gemerkt Stress macht auch diese unbezahlte Arbeit.
00:03:53: was muss ich heute kochen?
00:03:54: Was brauchen die Kinder an Klamotten?
00:03:56: Wann müssen wir wo sein mich mit Erziehungsthemen zu beschäftigen Mit der Partnerschaft, mit all diesen Hintergrundorganisationen.
00:04:03: Und ich habe gemerkt... dass mindestens so viel Stress macht wie dieser sichtbare, das aber kein Mensch sieht was ich da für ein Stress zu Hause hab.
00:04:11: Weil sichtbar ist ja immer die Erwerbsarbeit und alles was wir so privat erledigen, was wir machen wenn wir uns kümmern um andere Menschen, das ist unsichtbar.
00:04:20: Und ich habe gemerkt, dass es ineinander greift und dass wir's sichtbaren müssen.
00:04:24: Du hast ... Ich hab in dein letztes Buch auch kurz reingehört, ähm... Da sagst du sowas wie Na ja, zu Hause versucht man sozusagen zu hundert Prozent Mutter zu sein und eben sich seine Berufstätigkeit nicht anspüren zu lassen.
00:04:40: Und im Beruf umgekehrt genauso.
00:04:43: Ja genau also wir versuchen dann mit Perfektion eine Art Bewältigungsmechanismus alles zu schaffen.
00:04:50: Wir haben schon erwähnt auch Männer kennen diesen Druck.
00:04:52: aber gerade von Frauen wird hier erwartet dass sie zum Glück auch stärker erwerbstätig sind als vielleicht Frauen früher im westlichen Teil Deutschlands.
00:05:01: Aber dieser Druck, den Haushalt hinzukriegen, der ist nicht weniger geworden und dann noch diese ganze Alltagsorganisation.
00:05:09: Das heißt gerade Frauen haben heute das Gefühl sie müssen alles perfekt schaffen?
00:05:13: Und dass es genau dieses ich versuche dann perfekt in meiner Mutterschaft zu sein oder meine Fürsorgerolle hundert Prozent zu geben versucht.
00:05:21: das gleiche aber auch in meiner Werbsarbeit weil ich möchte ja auch finanziell unabhängig sein oder zumindest schrittweise da hinkommen.
00:05:27: und dann haben wir aber zwei Hundert Prozent.
00:05:30: Und diese Kräfte, die dafür draufgehen, die dann auch fehlen.
00:05:33: Da haben wir das Gefühl es liegt an uns selbst aber ist eine ganz einfache Rechnung dass es zu viel ist.
00:05:38: Gibt es so im Alltag Situation oder Signale, wo du sagen würdest, daran merken wir jetzt ganz klar.
00:05:44: Das ist nicht mehr nur Stress und viel auf dem Tisch sondern das sind jetzt klare Signale einer Überforderung beziehungsweise eines viel zu hohen Mental Load-Pegels?
00:05:55: Ich würde sagen wenn man nicht runter kommt von dieser Grübelschleife.
00:05:58: also normalerweise haben ja alle immer mal wieder Mental Load Wir haben Stress im Job, wir haben viel zu tun Sorgennöte So ist das Leben aber nicht aufhört.
00:06:09: Und wir wissen das ja auch, wenn der Cortisolspiegel ständig erhöht ist wird es für den Körper zur Normalität.
00:06:14: Das heißt man erkennt es auch daran dass ich morgens aufwache mit den Gedanken an die To-do Liste oder abends damit einschlafe.
00:06:21: Wenn ich mich hinsetze um Pause zu machen fange ich sofort wieder an im Kopf zu überlegen wie könnte ich die Zeit jetzt nutzen um gewisse Dinge zu erledigen?
00:06:29: Ja also während ich schon sage spüre ich schon diesen Stress und wer das längere zeit spürt und dann gehen kann und sich nicht erholen kann, der spürt dann auch auf körperliches.
00:06:41: Also Verspannung!
00:06:42: Auch das Gefühl ich bin ständig gereizt Ich kann nicht mehr gut schlafen Und im schlimmsten Fall kann sowas dann wirklich auch in so ein Burnout oder eine Erschöpfungsdepression führen
00:06:51: Was es für Wege daraus gibt.
00:06:53: wie wir das verändern können ist ja auch unsere systemische Arbeit Erkenntnis- und Veränderungsarbeit.
00:06:58: Darauf kommen wir gleich.
00:06:59: aber erst mal noch Kurzen Blick darauf, wie könnten wir dieses Thema sichtbarer machen bzw.
00:07:05: warum es ist so schwer das Sichtbar zu machen und wie könnte es gelingen?
00:07:09: Im Prinzip dieser mental load Stress, der basiert auf dieser unbezahlten Fürsorgearbeit.
00:07:15: Und die ist in unserem Land, in unserer Gesellschaft eben wenig sichtbar.
00:07:18: Wir müssten also vor allem da anfangen und sehen dass Arbeit nicht nur erwerbsarbeitweit ist sondern eben das kümmern um Angehörige soziales Engagement und natürlich auch Elternschaft und diese arbeitssichtbar zu machen um zu zeigen wie viel Stress damit verbunden ist denn es ist eben auch Arbeit.
00:07:38: sich zu kümmern, immer auch da zu sein.
00:07:42: Das nicht klarkriegen.
00:07:43: Indem wir über eine Lifestyle-Teilzeitdebatte diskutieren, merken wir aber gar nicht dass viele Menschen in Teilzeit erwerbstätig sind um eben diesen anderen Teil der Arbeit zu schaffen.
00:07:52: und das ist ein wichtiger Hebel, dass wir die Arbeitssichtbar machen, dass wird zum Beispiel auch zeigen wie in Studien jetzt klar wird über achtzig Prozent der Familien erschöpft sind und es dann auch klar wird dass es für Familien in Deutschland sehr schwer ist also da anzusetzen und zu sagen hey wir gucken uns den Stress mal an und gucken was können wir für Strukturen schaffen Gesellschaft um was zu verändern.
00:08:13: Da hast du gerade ein ganz wichtiges Stichwort gesagt, die Struktur muss halt her.
00:08:18: Darauf kommen wir auch gleich noch.
00:08:21: Wir können auch so viel selbst für Sorge betreiben.
00:08:23: das erlebe ich ja auch tagtäglich in der Beratung.
00:08:26: er schöpfte Menschen die bei mir sitzen und als erstes sagen ich weiß häufig genannte Satz in der beratung ist Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll.
00:08:35: Und so ist es oft weil diese Gleichzeitigkeit der Themen so überwältigend ist.
00:08:41: und im ersten Schritt fangen wir an zu sortieren, um zu gucken welche Stellschrauben können wir denn überhaupt verändern.
00:08:46: Aber grundsätzlich merken wir immer mehr es ist ein strukturelles Problem.
00:08:50: also die Strukturen müssen auch dafür geschaffen werden damit sich etwas verändern und verbessern kann.
00:08:58: Wie könnte das zum Beispiel im Berufsalltag aussehen bzw.
00:09:03: was bedeutet diese mental load Situation für den Berufs-Alltag?
00:09:07: und wie könnten da die Strukturen verändern, um eine Besserung herbeizuführen?
00:09:14: Also wir sind ja, wie wir anfangs schon gesagt haben oft Arbeitnehmende zu hundert Prozent.
00:09:20: Und es ist aber wichtig dass wir auch im Arbeitsalltag wissen da ist eine Person die hat ein kleines Baby Zuhause oder da is ne Person deren Mutter ist gerade schwer erkrankt.
00:09:29: also auch hier mitzudenken das dafür Sorgearbeit unterschiedlichster Art vorhanden ist und es sichtbar zu machen zum Beispiel sieht so einen Arbeitsall tag aus von der fürsorgenden person ich nehme jetzt mal eine mutter wie du und Ich vor der Erwerbsarbeit viel passiert, da musste sich schon gekümmert werden.
00:09:46: Zwischendrin während ich am Schreibtisch sitze kommen WhatsApp-Nachrichten rein oder die Kita ruft an die Schule.
00:09:52: dann auch der Gedanke oh ich muss heute Nachmittag noch Brot einkaufen oder die Baby es brauchen frische Windeln.
00:09:58: wie auch immer du kennst das genau.
00:10:00: Genau!
00:10:01: Dann eben diese innere Unterbrechung und auch die äußere Unterbreichungen.
00:10:05: und dann oftmals nicht jetzt mache ich aber mal in Ruhe mit Taxpause sondern ich flitze jetzt schnell zum Beispiel zur Kita.
00:10:13: Und das ist so oft der Alltag von Menschen mit mental load und deshalb ist es dann schwer, Privatleben und Beruf zu vereinbaren.
00:10:20: Wenn ich jetzt im Unternehmen einfach auch mehr Sichtbarkeit für diese unsichtbare Arbeit herstelle... Wenn wir darüber reden, wenn auch zum Beispiel Führungskräfte erzählen.
00:10:29: Ich habe kleine Kinder ich gehe jetzt die brauchen mich oder ich hab eine kranke Mutter ich reduzier gerade auf fünfzig Prozent und machen Tandemführung in Teilzeit dann wird sowas im Unternehmen sichtbar und trauen sich auch Menschen darüber zu sprechen.
00:10:44: weil wenn ich immer versuche ich bin hier hundert Prozent Arbeitnehmerin und tu so als hätte ich keine Verantwortung Mach alles so nebenbei, da kann man sich vorstellen wie belastend das für Menschen ist und sowas eben auch im unternehmerischen Bereich sichtbar zu machen.
00:10:58: Das ist glaube ich ein ganz wichtiger Schritt und dann kann man im nächsten Schritt noch weiter denken Wie können Menschen denn wirklich hier auch an Meetings teilnehmen die zum Beispiel kleine Kinder haben?
00:11:07: So wir ja schon Frauen mit einem Baby im Bundestag gesehen haben das war ja ein super Bild und ja genau so könnte es funktionieren.
00:11:15: Ja!
00:11:15: Das heißt der erste Schritt wäre eigentlich sich auch mitzuteilen sich zu trauen mitzuteilen.
00:11:21: damit Führungskräfte oder Kollegen auch überhaupt darauf reagieren und darauf Rücksicht nehmen können, richtig?
00:11:27: Genau.
00:11:28: Und natürlich auch einen Raum zu schaffen in dem ich das erzählen darf.
00:11:31: Denn natürlich erleben schon Menschen mit Fürsorge, Verantwortung gerade auch Eltern so dieses Vorurteil dreizehn Uhr Feierabend so gut möchte ich es auch mal haben.
00:11:39: Oder meine Güte warum rennt da hinten jetzt das Kind im Homeoffice durch das Meeting?
00:11:44: ja also dass ist da schon auch.
00:11:46: man merkt da schon dass sich Eltern schwer tun weil sie wissen Das wird kritisch beäugt.
00:11:52: Es sind anderen Ländern manchmal ein bisschen anders, da ist es normaler das Kinder auftauchen, dass Kinder nicht stören sondern einfach auch mal im Leben
00:12:00: dazugehören
00:12:01: also auch so was wie zum Beispiel einen Elternarbeitszimmer zu haben.
00:12:05: Es hatte mein Mann bei seinem Arbeitgeber, wenn das Kind krank ist dann bin ich zumindest vor Ort.
00:12:10: Ich bin natürlich dann nicht so diese hundert Prozent Arbeitskraft aber kann eine Meeting-Mahl teilnehmen dieses Mitdenken von Fürsorgearbeit nicht nur in Bezug auf Elternschaft, das wäre wichtig und dann Strukturen zu schaffen.
00:12:22: Dass meine Mitarbeitenden gesund bleiben können.
00:12:25: Und sie trotzdem auch Zeit haben für diese Fürsorgearbeit und Zeit für sich.
00:12:29: Wir
00:12:30: hören ja in letzter Zeit häufiger wir müssten mehr arbeiten.
00:12:33: wie passt das denn zusammen?
00:12:35: Wenn wir sagen es würde sich lohnen für Unternehmen dass wir uns häufiger zusammensetzen und schauen wir können wir Arbeit fairer verteilen.
00:12:43: Also ich würde zunächst auch mal damit argumentieren, wie hoch sind die Kosten von Burnout bei Unternehmen?
00:12:49: Wie viele Menschen brechen mir weg weil sie eine Erschöpfungsdepression oder ein Burn-Out haben.
00:12:54: Soweit ich weiß, sind es immense Kosten und die Frage, wie man das kostentechnisch angeht ist genau mit der Antwort dann sozusagen wir sollten schauen dass die Menschen mental gesund bleiben und das schaffen wir eben genau damit.
00:13:07: Dann sind wir am Ende effektiver und leistungsfähiger weil uns die Menschen nicht wegbrechen vor allem zum Beispiel auch nicht wegbrechen, weil sie Beruf und Familie nicht mehr vereinbaren können.
00:13:17: Aber Sie haben nun mal die kranke Mutter zu Hause!
00:13:19: Sie haben nur mal drei bis vier Kinder.
00:13:21: also es ist wirklich ein ökonomischer Grund.
00:13:23: ich erlebe das aber wirklich auch oft dass mir zb Leute in Vortrag buchen und dann aber absagen was sie sagen.
00:13:29: meine vorgesetzte Person sagt Was ist denn das für'n Quatsch?
00:13:32: Warum sollten wir uns mit dem Mental Lord von unseren Mitarbeitenden beschäftigen?
00:13:36: Also diese Vorurteile gibt's natürlich auf dem Thema gegenüber mit diesem Thema mentale Gesundheit und natürlich auch damit, dass Unternehmen modern bleiben müssen.
00:13:48: Und ich erlebe die junge Generation schon so, dass sie das thema mentale Gesundheits- und auch Fürsorgearbeit sehr viel mehr auf dem Schirm haben.
00:13:56: und natürlich wissen wollen wir nicht jetzt bei ihnen anfangen zu arbeiten als Heilpotenzche?
00:14:00: Ja wie kann ich das denn machen?
00:14:02: Ich bin ein junger Familienvater.
00:14:05: was bieten Sie mir da für Möglichkeiten?
00:14:06: also ich glaube in diese Richtung sollten wir argumentieren Wirtschaftliches sowieso nicht viel Sinn ergibt, wenn wir alle die vierzig-fünfzig Stundenwochen durcharbeiten.
00:14:15: Denn wer kümmert sich denn dann im Hintergrund?
00:14:19: Das ist auch die große Frage, die man natürlich dann stellen muss.
00:14:22: und die Rentenkassen wollen ja auch gefüllt werden.
00:14:24: Genau!
00:14:24: Und wir brauchen vor allem Kinder.
00:14:26: und wenn Eltern irgendwann sagen es so anstrengend, wir kriegen das zweite dritte Kind nicht mehr, dann haben monetäres Problem, mal abgesehen von dem Problem von der Welt ohne Kinder will ich jetzt gar nicht anfangen.
00:14:38: Was hat das Thema auch mit Rollenbildern und gesellschaftlichen Erwartungen zu tun?
00:14:47: Ja, das hat sehr viel zu tun miteinander.
00:14:50: Es gibt ja diesen Begriff unconscious bias also dass wir im Kopf haben zum Beispiel Dass wenn eine Frau auf eine längere Geschäftsreise geht und sie hat Familie Zuhause Kinder pflegende Angehörige Das ist dann heißt wie kriegt das denn deine Familie so lang ohne dich hin?
00:15:04: Jetzt kennen wir alles diese Frage Und interessanterweise wird die Frage ja nicht Männern gestellt.
00:15:09: Die gehende Woche auf Geschäfts Reise vielleicht nach Asien, also wirklich auch eine weitere Reise und niemand wundert sich.
00:15:17: Obwohl diese Person vielleicht ein Krankenvater oder drei kleine Kinder zu Hause hat.
00:15:21: Das heißt es liegt dann nicht an Mann und Frau sondern an diesen Rollenbildern die wir ihnen zuordnen.
00:15:26: Wir erwarten zum Beispiel auch das zeigen Studien von Frauen im beruflichen Kontext dass sie fürsorglich sind, dass sie Geschenke besorgen Geld einsammeln, das Büro gemütlich machen.
00:15:36: Es ist ne Zeitsteuer die gerade dann Frauen bezahlen weil sie auch merkensut von mir Wenn ich als Frau sage, ich mache diese Betriebsfeier dieses Jahr nicht.
00:15:45: Ich back den Kuchen nicht!
00:15:47: Dann heißt ja Mensch die Laura, die scheint irgendwie so unsozial und unkollegial.
00:15:51: Und wenn das mein Mann machen würde, wird es heißen ja Mensch der hat einfach ein Fokus.
00:15:55: Und deshalb müssen wir darüber sprechen denn auch Männer haben Mentaload aber Frauen sind besonders belastet weil wir ihnen diese kümmere Rolle in jedem Bereich immer zuordnen und sie versuchen dem dann gerecht zu werden.
00:16:07: nochmal kurzen Blick Aufs Individuum.
00:16:09: können wir uns Frauen jetzt in dem Fall, also in den meisten Fällen davor schützen oder abgrenzen.
00:16:17: Und dann schauen wir auch gleich auf den Transfer im Unternehmen.
00:16:20: Wie könnte das strukturell aussehen, also gegen diese gesellschaftlichen Erwartungen?
00:16:23: Wie könnte es konkret aussehen?
00:16:26: Es ist echt ganz schön hart!
00:16:27: Das kennen wir ja auch selbst sich gegen die Erwartungshaltung zu stellen.
00:16:32: Von Frauen wird einfach erwartet häuslich zu sein, den Wunsch zu verspüren, schlankt zu sein und gut auszusehen, sich für Kinder zu interessieren.
00:16:40: Alle Frauen, die dem nicht entsprechen wollen, merken da gibt's Gegenwind.
00:16:44: wie du willst keine Kinder.
00:16:46: zitierende Blicke, du bist falsch.
00:16:48: Und sich dessen bewusst zu werden ist ganz wichtig.
00:16:51: ja ich bin nicht falsch sondern die Erwartungen an mich sind falsch.
00:16:54: Ich kann mich als Frau beziehungsweise Mann gar nicht so frei entfalten weil ich ja in der Gesellschaft lebe die Rollenbilder im Kopf hat auch Männer die auf das Gefühl haben ich bin der Familienernäher weil mir diese Rolle zugeordnet wird.
00:17:06: Auch eine Form von Druck Ja und wenn ich jetzt aber individuell besser verstehe So versuche ich es in meinen Büchern immer zu vermitteln.
00:17:13: Es liegt nicht an mir sondern es ist die Erwartungshaltung.
00:17:16: Ich bin so sozialisiert worden, ich versuche immer freundlich zu sein, eine People-Bleserin.
00:17:22: Dann merke ich okay, ich bin nicht schuld, sind Strukturen aber ich kann versuchen... etwas zu tun, um das zu verändern.
00:17:28: Weil es ist nicht mein Charaktermerkmal und da bist du als Coaching ja auch perfekt für.
00:17:33: also diese Veränderung bewusst werden?
00:17:35: Und dann mal zu sagen wo bin ich eine Person die überall in die Verantwortungslücke springt?
00:17:40: ganz konkret besorge ich alle Geschenke für Kolleginnen und Kollegen und vielleicht lass ich's beim nächsten Mal mal sein.
00:17:45: was macht es mit mir?
00:17:47: Genau und bei uns ist die Arbeit dann auch häufig so eine Glaubenssatzarbeit.
00:17:52: Welche Glaubenzsätze stehen eigentlich dahinter, die wir in Leben lang oder lange Jahre mit uns rumtragen?
00:17:58: Die vielleicht in der Kindheit entstanden sind, wie sind wir aufgewachsen, was für Erwartungen wurden dort an uns gerichtet.
00:18:04: Wir haben ja sozusagen gelernt dass die Welt funktioniert Und das irgendwann mal wieder zu erneuern und zu gucken, stimmen diese Glaubenssätze denn überhaupt noch?
00:18:14: Wir sind jetzt erwachsene Frauen.
00:18:15: Wollen wir das oder erwachssene Menschen?
00:18:17: Ist das noch passend, dass es natürlich auch Teil unserer Arbeit ab und zu immer wieder hinzuschauen?
00:18:23: Stimmt das eigentlich noch?
00:18:23: Oder hächle ich irgendwas hinterher was vielleicht gar nicht mehr so aktuell ist?
00:18:27: Ich hab von meiner Oma immer gehört sei wie ein Feichel im Mose einfach bescheiden und reihen ja!
00:18:32: So'n alter Poesiealbumspruch.
00:18:34: Lovely!
00:18:35: Ja genau!
00:18:35: Das sieht gar nicht
00:18:36: aus wie ein Fährefeifchen.
00:18:38: In meinen Vorträgen können viele Frauen das immer noch mitsprechen.
00:18:42: Aber ich kriege dieses Feichen manchmal nicht raus aus mir, wenn ich dann erzähle, Mensch mein Buch und mein Podcast und dies ... Dann sagt er mal eine Stimme zu mir, Mensch, es ist jetzt wieder die Rose und nicht das Bescheidenfeichchen!
00:18:54: Ich höre so meine Oma in meinem Kopf, die sagt
00:18:56: ... Im Poster sind wir im Poster.
00:18:58: Genau,
00:18:59: betrifft auch besonders viele Frauen.
00:19:00: Na natürlich, da war kein
00:19:01: Mann bei mir sitzen, der sagt ... Irgendwann fliege ich auf.
00:19:06: Ja, ganz genau!
00:19:07: Und das aber zu verstehen dass wenn ich dann das Feichen sprechen höre, dann sage ich in meinem Kopf jetzt bist du aber mal stille.
00:19:13: Ich bin heute die Rose und ich bin stolz da drauf.
00:19:15: Also sagen wir es mal so kann man vielleicht auch für sich damit umgehen.
00:19:19: und nichtsdestotrotz habe ich diese Stimme in mir weil Du grad sagst das Glaubenssätze umzukehren.
00:19:24: Die ist schon hartnäckig.
00:19:25: also Frauen die jetzt auch zuhören oder natürlich auch Männer die sagen es fällt mir schwer mich zu lösen Das ist normal Wir haben's über Jahrzehnte verirrt
00:19:33: Absolut und es ist auch nicht mit einem Fingerschnips getan, sondern es ist wirklich Arbeit.
00:19:37: Veränderungsarbeit heißt das deswegen ja auch.
00:19:42: Warum
00:19:43: können wir nicht einfach sagen ich kann nicht mehr wenn wir merken wir sind überfordert?
00:19:47: Warum
00:19:49: dauert es oft zu lange, bis wir uns Hilfe holen oder auf die Stopptaste drücken?
00:19:53: Also der Gedanke.
00:19:54: Die anderen schaffen's doch auch.
00:19:56: Der begleitet uns ja in einer Gesellschaft, in der oft Netzwerke fehlen für Sorgearbeit nicht sichtbar ist.
00:20:02: Mentale Gesundheit auf dem Vormarsch als Thema ist definitiv aber vielleicht noch nicht überall in der Breite.
00:20:10: Das heißt, wir versuchen dann alles zu schaffen mit diesem Perfektionismus und alles irgendwie in der Luft zu halten, diese Bälle.
00:20:19: Und was wir dann oft nicht denken ist Mensch das System die Struktur, die Rollenbilder, die machen es mir auch schwer.
00:20:25: keinen Wunder dass ich so geschafft bin sondern wir denken oft es liegt an mir
00:20:29: Wir vergleichen uns damit anderen und denken die kriegen das ja alle Spitze hin und ich nicht.
00:20:33: Genau, wir sehen vielleicht die Nachbarin, die Job und Kinder und kegelnd alles unter einen Hut bekommen.
00:20:39: Wir sehen aber nicht dass die Abends in der Küche sitzt und nicht mehr weiß so vorn und hinten ist oder ganz viele Leute hat Dienstleistungen, die sie sich einkaufen kann.
00:20:47: also wir versuchen auch durch Social Media Druck durchs Internet durch vermeintliche Bilder die zeigen es geht doch mit der Vereinbarkeit dann zu versuchen um Hilfe zu bitten heißt ja natürlich ich schaffe es alleine nicht diesen Punkt zu kommen, zu sagen ich schaffe es alleine nicht.
00:21:05: Ist oft schwer wenn wir denken die anderen kriegen Sinn weil ich ja immer das Gefühl habe ich hab versagt und das braucht's eben dass wir darüber reden und dass wir merken jetzt wie auch bei Mention Lord ach das geht nicht nur mir so da gibt es Name ganz viele Menschen kennen das braucht auch wirklich so diesen Mut zu sagen, ich schaffe das nicht alleine.
00:21:24: Gerade auch zum Beispiel bei Alleinerziehenden weil wir brauchen das Netzwerk dringend.
00:21:28: also es ist quatsch dass wir immer noch vorleben das alles machbar es klappt eben nicht und wenn wir das mal auch vor leben und darüber sprechen trauen sich vielleicht auch immer mehr Menschen zu sagen Ich kann nicht mehr nochmal
00:21:41: ein Kleinbogen geschlagen zu unternehmen.
00:21:44: Also ich zitiere mal ganz gerne Reynet Fürstenberg unsere Künderin und Geschäftsführer die damals, als sie das Wurstenberg-Institut gegründet hat sagte.
00:21:56: Die wichtigste Ressource eines Unternehmens ist der Mensch und unsere wichtigste ressource ist unsere gesundheit und daran setzen wir eben an.
00:22:04: deswegen ist eben auch besonders die mentale gesundheit für uns wichtig aber im umkehrschluss auch für Unternehmen natürlich.
00:22:13: woran können führungskräfte zum beispiel erkennen dass wir mental überlastet sind.
00:22:20: Dass es mehr als normaler Stress ist, sondern dass hier Mental Overload gerade stattfindet.
00:22:27: Ja, ich glaube das Wichtigste was Führungskräfte da tun können ist eben dieses Klima zu schaffen dass Menschen sprechen können.
00:22:33: Denn wie schon vorher erwähnt versuchen die Leute es oft zu verbergen.
00:22:37: also wenn Ich jetzt an einem Ort bin wo ich weiß meine Vorgesetzte Die erwartet von mir Dass ich hier Überstunden leiste dass ich alles hinbekomme dann würde ich mich ja gar nicht trauen zu sagen Du Mensch ich habe gerade eine kranke Mutter Zuhause ich weiss gar nicht wovon und hinten Ist Also ein klima in dem sowas angesprochen werden kann Und im besten Fall spricht auch die vorgesetzte Person über eigenes Truggle.
00:23:01: Das kann aussehen wie ich bin ganz alleine zu Hause, da gibt es niemanden mit dem mich die Aufgaben teilen kann oder ich habe gerade einen Krankenvater oder kleine Kinder zuhause.
00:23:11: Dazu braucht's wieder den Mut als vorgesetzte Person auch so ein Stück weil das zu teilen.
00:23:16: also im besten fall gibts da so'n Raum in dem alle darüber sprechen dürfen.
00:23:20: und wenn ich diesen Raum geschaffen hab dann kann ich sicherlich viel leichter mal zu einer Person sagen Du lass uns mal ein Kaffee trinken gehen.
00:23:28: Ich hab zur Zeit das Gefühl, dass du ganz schön überlastet bist.
00:23:31: Stimmt es oder stimmt es vielleicht auch nicht?
00:23:34: Und dann ist natürlich die Frage, möcht ihr die Person drüber reden?
00:23:38: Aber dieses Klima zu schaffen und auch so was zu sagen wie ich habe gerade den Eindruck dir geht's nicht gut erzähl doch mal!
00:23:45: Dann ist es natürlich wichtig, dass die Menschen sich auch trauen.
00:23:48: Und manche Menschen möchten auch am beruflichen Kontext nicht darüber reden und dann muss die Führungskraft ja auch nicht weiter Verantwortung tragen.
00:23:56: Also wer nicht drüber redet, wer redet nicht drüber!
00:23:58: Aber sagen wir mal dieses Klima zu schaffen das wäre das Beste.
00:24:02: und sicherlich auch immer wieder bei einem Meeting zu fragen jetzt haben wir die Arbeitsebene besprochen.
00:24:07: wie geht's euch denn sonst so?
00:24:09: Wie sind eure Kapazitäten?
00:24:12: Feedbackrunden, Hormonell?
00:24:14: oder sind ja auch viele Unternehmen die sich mit Wechseljahren beschäftigen.
00:24:18: Oder mit der Midlife Crisis oder auch Themen, die uns Menschen, wir sind Menschen keine Maschinen gesundheitlich beschäftigen?
00:24:25: und wenn man darüber aufklärt vielleicht sogar auch Angebote schafft wie Workshops, Podcasts wie auch immer dann schafft man dieses Klima.
00:24:32: und letztendlich ist es aber die eigene persönliche Entscheidung bespricht das mit meiner vorgesetzten Person oder nicht?
00:24:38: da müssen jetzt Vorgesetzte nicht sozusagen die verantwort vor alles übernehmen, weil das nicht deren Verantwortung ist.
00:24:45: Das propagieren wir auch immer.
00:24:47: Führungskräfte können natürlich Mitarbeitende ansprechen und wie können sie das tun ohne übergriffig zu werden?
00:24:52: Also offene Fragen stellen und ein bisschen Fingerspitzengefühl ist da sicherlich gefragt.
00:24:58: Und wie können wir entlasten?
00:25:00: Was könnt ihr dir helfen?
00:25:01: also zum Beispiel, wie du gerade sagtest Workshops oder Coachings.
00:25:06: Gibt es sonst noch irgendwas was Führungskräfte oder HR tun kann oder anders denken müssen?
00:25:11: Ich würde sagen, was nämlich auch ein ganz großer Mental-Load Faktor ist.
00:25:15: Das Thema Multitasking wirkt auf unser Gehirn wie eine durch zächte Nacht.
00:25:22: Das erzähle ich immer in meinen Vorverträgen.
00:25:25: Carter ohne Party.
00:25:27: Ja?
00:25:28: Ganz schlechte Ausgangslage, also wenn ich mal ordentlich gefeiert habe dann ist es ja noch in Ordnung.
00:25:33: aber viele Menschen kennen das dass sich der Abend so anfühlt wie eine Carterstimmung und das liegt auch daran dass dieser Mente-Lot eine Rolle spielt.
00:25:42: Ich werde also ständig unterbrochen durch Pushnachrichten vielleicht auch die Erwartungshaltung im beruflichen Kontext Ständig präsent zu sein, was ich mache bei Führungskräfte Workshop.
00:25:54: Ich merke das immer, dass es sehr unterschiedlich ist.
00:25:57: Manche Führungskräfte sagen ich kann mich rausnehmen und vorleben.
00:26:01: Manch andere sagen ich muss ständig in die Mails gucken weil wenn ich das nicht schnell beantworte geht es nicht.
00:26:06: Das haben dann auch die Mitarbeitenden und jetzt gucken wir noch mal auf die unbezahlte Arbeit.
00:26:11: Die haben dann noch das Smartphone mit dem Achtung Kind ist irgendwie in der Kita hingefallen oder die Mutter ist ausm Pflegeheim verschwunden, die haben also noch diese ständige Rufbereitschaft.
00:26:23: Und das macht das Gehirn fix und alle!
00:26:26: alle aus dem Alltag, weil es auch erwartet wird, ständig erreichbar zu sein.
00:26:30: Also was man da auch tun kann ist sich auch zu beschäftigen mit dieser Möglichkeit, wo können meine Mitarbeitende Fokusarbeitszeit einlegen?
00:26:38: Wo können die wirklich mal ganz in Ruhe arbeiten?
00:26:41: und jetzt kommt der wichtige Punkt, wo lebe ich das auch mal vor, dass ich nicht erreichba bin?
00:26:50: Ja, wenn ich als Führungskraft auch immer erreichbabe bin erreichen.
00:26:56: Ja, also dann schafft man natürlich auch wieder so ein hey wenn meine Chefin oder mein Chef immer erreichbar ist, dann erwartet sie oder er das vielleicht auch von mir.
00:27:05: ja und genau dann zu sagen ihr Mitarbeitende ihr braucht mal diese Fokusarbeitszeit und ich brauche sie auch Und übrigens genau so, dass auch Menschen privat die Möglichkeit haben.
00:27:19: Ich bin heute morgen in meiner Fokusarbeitszeit.
00:27:23: Ich möchte gerne, dass ihr mich da nicht stört mit Fragen wie wo ist eigentlich die Sportklamotte oder was weiß ich wann ist der Zahnarzttermin?
00:27:31: Denn das ist auch der mental load von Fürsorgenen, dass sie die ständig die Ansprechperson sind.
00:27:36: Die Alltagsmanagerin und der Alltagsmanager.
00:27:39: Und ich bin ständig parat!
00:27:44: gefördert werden kann.
00:27:45: Ihr habt Fürsorgeverantwortung, ihr dürft dafür Raum bekommen.
00:27:48: aber wie können wir euch unterstützen dass ihr hier mal wirklich ganz in Ruhe was arbeiten könnt ohne ständig zu wissen.
00:27:54: gleich ruft die Kita an und hier auch wieder Ankonsche Spice.
00:27:58: es werden nämlich vor allem die Mütter angerufen.
00:28:00: da können manchmal die Väter noch so sehr betteln ruf mich an Kind ist hingefallen und sofort komme ich rufe die Mama an.
00:28:06: das kenne ich aus eigener Erfahrung.
00:28:08: Das sind wir wieder bei Rollenklärung, Priorisierung, faire Verteilung und konkrete Entlastungen.
00:28:15: Sehr gut!
00:28:15: Warum
00:28:16: ist Rollenklärung oft wirksamer als noch ein weiterer Selbstfürsorge-Tipp?
00:28:21: Also ich gehe jetzt auch mal so von der Privatperson aus.
00:28:24: Wenn ich verstehe, dass ich zum Beispiel als Mutter ständig die Ansprechperson bin ja weil andere diese Glaubenssätze im Kopf haben, die machen das ja nicht mit böser Absicht dann kann ich mich davon auch besser abgrenzen, dass sich zum Beispiel nochmal der Sekretärin in der Schule sage rufen sie meinen Mann an Ich bin auf Geschäftsreise, ich bin nicht hier.
00:28:43: wenn ich das aber Verstanden habe oder wenn ich davon nichts weiß, dann hab' ich ja das verinnerlicht.
00:28:49: Ich werd einfach immer angerufen.
00:28:51: also so kann ich mich auch wenn ich diese Rollenklärung hat besser abgrenzen.
00:28:55: und es ist auch ganz gut wenn ich mich abgrenze kann um auch innerhalb der Familie oder auch im beruflichen Kontext mal Fragen zu stellen wie behandeln wir vielleicht die Tochter anders als den Sohn Im beruflichen Kontext, wer sucht bei uns die Geschenke aus?
00:29:09: Macht das immer die eine Kollegin oder können wir es nicht im Team wechseln.
00:29:12: Weil Männer können sowas
00:29:13: auch.
00:29:14: Ja, die stecken ja... Rotierendes System!
00:29:16: Rotierendes
00:29:16: System, denn Männer stecken da auch in so einer blöden Dynamik drin.
00:29:20: Es wird ihnen nicht zugemutet und zugetraut.
00:29:22: Sie fühlen sich unsicher, sie verlassen sich vielleicht eher auf die kompetente Kollegin mit den tollen Geschenk-Ideen aber kann die das natürlich auch nur gut weil sie sich damit beschäftigt hat?
00:29:31: also deshalb sind diese Rollenbilder so wichtig stehen.
00:29:36: Wie verhalten wir uns?
00:29:37: Und ich schreibe jetzt ganz bewusst meinem Kumpel, er soll Nudelsalat zur Party mitbringen!
00:29:42: Ich habe vorher immer seiner Frau geschrieben ja und ich hab irgendwann gedacht, Summer Laura du haust ja in die gleiche Kerbe rein und sie hatte Stress vor der Party mit dem Nudlsalat könnte doch aber auch mal eurer machen.
00:29:54: Sehr gut.
00:29:55: Wir sind so gut wie durch.
00:29:57: haben wir noch irgendein Thema nicht genug beleuchtet.
00:30:01: Gibt es noch etwas, was du gerne ansprechen möchtest?
00:30:04: Ich glaube um noch so ein bisschen konkrete Tipps... zu vermitteln, kann ich zum Beispiel im privaten Rahmen nochmal so den Impuls geben.
00:30:12: Wenn man mit mehreren Menschen zusammenlebt in der Partnerschaft auch mit Kindern setzt euch einmal die Woche zusammen bespricht die kommende Woche ja also so eine Art Ich nenne es immer das Küchenmeeting um zum Beispiel auch zu schauen wer hat denn welche Aufgabe und wem wird's vielleicht auch zu viel?
00:30:29: können wir da was tauschen?
00:30:31: Wie sieht generell der Alltag aus?
00:30:33: Sehr stressig belastet, haben wir schon gehört bei Familien.
00:30:36: Wo können wir uns Hilfe holen?
00:30:37: Kann mal der Nachbarn Fahrdienst übernehmen.
00:30:40: Der bringt doch eh sein Kind zum Fußball.
00:30:42: Können wir den Kindergeburtstag minimalistisch machen mit Benjamin Blümchen-Torte aus der Tiefkühltruhe?
00:30:48: Dass wenn ich so einen Stress habe ... Ganz genau!
00:30:53: Und dann auch wirklich zu gucken wie können wir Verantwortung aufteilen?
00:30:56: kann z.B.
00:30:57: der Vater in die Schulwortsappgruppe eingebunden werden?
00:31:00: Die Mutter zieht sich raus, weil sie wird immer eingeladen.
00:31:02: Aber er will vielleicht auch einfach mal die Informationen erhalten und natürlich auch im unternehmerischen Kontext aus dem kleines Küchenmeeting zu machen.
00:31:12: Vielleicht auch mit so einer Frage runde hey Leute wie geht es euch?
00:31:16: Ihr dürft jetzt mal ganz offen und ehrlich darüber sprechen.
00:31:18: Manteload kennt ihr das Thema?
00:31:21: Wie geht es euch damit gerade?
00:31:23: Und dann wirklich auch zu gucken, so führsorgliche Aufgaben wie Kaffeetrester leeren Blumen besorgen, wenn jemand Geburtstag hat.
00:31:31: Wer macht das?
00:31:31: Wer kümmert sich?
00:31:32: und wie können wir ein System finden, dass ich gut anfühle?
00:31:35: Das aber genau wie du grad gesagt hast, die Menschen abwechselt, sodass nicht die eine Person sich immer verantwortlich fühlt.
00:31:42: Also sichtbar machen miteinander drüber sprechen.
00:31:45: Es löst nicht alle Probleme.
00:31:47: Aber das macht dieses Teamgefühl viel stärker!
00:31:50: Und es bedient auch den systemischen Gedanken, der uns natürlich sehr sympathisch ist.
00:31:55: Das sind halt ganze Systeme die man anschauen und ansprechen sollte und sichtbar machen psychologische Sicherheit im Unternehmen und gemeinsam überlegen was für Lösungen können wir finden?
00:32:05: Wie können wir's gerechter verteilen?
00:32:07: Absolut
00:32:08: ja!
00:32:08: Eine letzte Frage und zwar die Wunderfrage Wenn morgen früh alle Probleme oder Herausforderungen, die wir gerade angesprochen haben gelöst wären.
00:32:19: Woran würdest du es merken und was hätte sich verändert?
00:32:23: Ich würde glaube ich vor allem an Frauenmerken, mit denen ich ja ganz oft spreche und die unheimlich belastet sind.
00:32:29: Ich glaube, ich würde daran merken, dass ganz viele Frauen auf einmal die Dinge tun, auf die sie richtig Lust haben.
00:32:34: Ich würde vielleicht vielen mehr Frauen noch draußen sehen, die Sport machen viel mehr Frauen, die im Unternehmen genau das tun was auf was sie Lust haben eine Führungsposition übernehmen, Frauen die freier noch wählen können und damit natürlich auch noch mehr Energie verspüren.
00:32:48: Und ich würde glaube ich wenn ich bei diesem Bild weiter mache ganz viele Fürsorgende Männer sehen, die davon auch profitieren.
00:32:55: Weil sie den Kinderwagen schieben, weil sie im Pflegeheim Zeit verbringen und dass wir im Prinzip wirklich das sich gut anfühlt mit der Vereinbarkeit und nicht wie so ein... Das muss ich jetzt auch noch schaffen!
00:33:05: Ich glaube, wir hätten viele strahlende glückliche Gesichter bei allen.
00:33:10: Ganz ganz herzlichen Dank, liebe Laura.
00:33:11: Es war ein wundervolles Gespräch!
00:33:13: Ganz ganz Herzlichen Dank für all diese tollen Impulse und Einblicke.
00:33:17: Schön, dass du da warst.
00:33:18: Danke dir auch!
00:33:19: So euch ganz herzigendank fürs Zuhören.
00:33:22: schön das ihr dabei wart.
00:33:23: wir haben natürlich noch viele andere spannende Folgen.
00:33:25: wenn ihr keine verpassen wollt.
00:33:27: abonniert gerne unseren Kanal.
00:33:29: die nächste Folge wird mit der wunderbaren Nora Dietrich sein über das Thema Führung und Fürsorge.
00:33:34: also seid wieder bei
00:33:36: uns.
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